Update, 8:45 Uhr: Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge die im Süden gelegene Stadt Wolgograd mit Drohnen angegriffen. Mindestens ein Mensch sei dabei ums Leben gekommen, teilte Bürgermeister Andrej Botscharow mit. Im Industriegebiet der Stadt sei ein Feuer ausgebrochen. Mindestens 75 Drohnen habe die Ukraine in der Nacht auf Russland gerichtet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Davon hätten 49 die Oblast Wolgograd zum Ziel gehabt.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 6:20 Uhr: Wladimir Putin hat vor Versuchen einer angeblichen „Dekolonisierung“ Russlands gewarnt. Die sei ein Teil des Informationskrieges gegen Russland, sagte er in Moskau. „Immer öfter ist von einer gewissen ‚Dekolonisierung‘ Russlands die Rede, die eigentlich eine Zerschlagung der Russischen Föderation ist“, sagte er. „Man hat sogar den besonderen Begriff ‚Post-Russland‘ erdacht, also ein Territorium ohne Souveränität, aufgeteilt in kleine, dem Westen unterworfene Splitter.“ Putin sprach weiter von einer „Ideologie der aggressiven Russophobie“, die sich gegen alle Völker des Landes richte, „denn ohne die Russen als Volk, die russische Ethnie, ohne diesen Faktor gibt es kein Russland“.
Ukraine-Krieg aktuell: EU-Einigung – Kiew kann bei Verteidigungsfonds mitmachen
Update, 6. November, 5:15 Uhr: Unternehmen aus der Ukraine können sich künftig an von der EU geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Verteidigungsbereich beteiligen. Wie die derzeitige dänische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte, erzielten Vertreter der Regierungen der EU-Staaten und des Europäischen Parlaments in der Nacht eine entsprechende Einigung. Sie sieht die Anbindung der Ukraine an den sogenannten Europäischen Verteidigungsfonds vor.
Update, 22:33 Uhr: Die Ukraine braucht nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr internationale Hilfe zum Schutz ihrer Energieversorgung. Dies und mehr Flugabwehr seien „die wichtigsten Prioritäten angesichts der russischen Angriffe“, sagte Selenskyj in Kiew in einer Videobotschaft.
„Tatsächlich sind unsere Energieversorger, Reparaturteams und der Zivilschutz täglich mit der Wiederherstellung vor Ort nach den Angriffen beschäftigt“, sagte er. Ständig gebe es Treffer in den Frontgebieten Tschernihiw, Sumy, Charkiw, Donezk, Saporischschja, Cherson und Mykolayiw. So schnell wie die örtlichen ukrainischen Behörden handelten, sollte seiner Meinung auch die internationale Unterstützung organisiert werden.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Ukraine-Krieg aktuell: Russland verstärkt offenbar seine Einheiten an der Dnipro-Front
Update, 20:17 Uhr: Russland verstärkt laut Kiew seine Einheiten an der Dnipro-Front im Ukraine-Krieg mit neuen Drohnenpiloten. Das erklärt Vladyslav Voloshyn, Sprecher der südlichen Verteidigungskräfte, gegenüber der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Drohnenpiloten seien zuvor in Einrichtungen auf der russisch besetzten Krim ausgebildet worden.
Voloshyn fügte hinzu, dass an den Fronten von Orichiw und Huliaipole ebenfalls russische Truppen rotieren und Angriffstruppen in vordere Stellungen verlegen würden. „Das ist eine ziemlich schwierige und riskante Operation, denn hinter der Frontlinie befindet sich eine sogenannte ‚Kill Zone‘, in der Bewegungen extrem gefährlich sind“, erklärte der Sprecher: Die ukrainischen Streitkräfte würden alle entdeckten Bewegungen mit Drohnen und Artillerie angreifen.
Ukraine-Krieg aktuell: Spezialeinheit der Ukraine in Pokrowsk erfolgreich?
Update, 19:41 Uhr: Truppen der ukrainischen „Skelia“-Einheit des 425. Angriffsregiments berichten, eine erfolgreiche Aktion in Pokrowsk durchgeführt und die ukrainische Flagge über dem Rathaus gehisst zu haben. Der Pressedienst des Regiments veröffentlichte auf Telegram ein Video, auf dem die Mission zu sehen sein soll. Das ukrainische Militär teilte laut Berichten ukrainischer Medien mit, dass die Operation in mehreren Phasen durchgeführt worden sei: Die beteiligten Truppen sollen nachts aufgebrochen und in die Stadt eingedrungen sein – auf dem Weg zum Rathaus sollen sie russische Soldaten getötet haben.
Das ukrainische Militär weist inzwischen fast täglich russische Darstellungen zu einer Einkreisung von Kiews Truppen in Pokrowsk zurück. Auch der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hatte über eine Operation seiner Spezialeinsatzkräfte berichtet, die den Fall von Pokrowsk aufhalten sollen. Die strategisch wichtige Stadt gilt als Symbol für Kiews Widerstand im Ukraine-Krieg.
Ukrainische Militäranalysten über die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg
Update, 18:55 Uhr: Aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Kiews Truppen soll es gelungen sein, russische Soldaten in der Nähe des Dorfes Shakhove im Gebiet Donezk zurückzudrängen. Das Dorf liegt etwas mehr als 20 Kilometer nordöstlich von der strategisch wichtigen und umkämpften Stadt Pokrowsk. Das berichtet DeepState, eine ukrainische Gruppe von Militäranalysten, auf Telegram. In der Region Charkiw, an anderer Stelle in Donezk und im Gebiet Dnipropetrowsk seien die russischen Truppen jedoch vorgerückt, berichten die Militäranalysten.
Ukraine-Krieg aktuell: Schlag gegen Russlands Wirtschaft – US-Sanktionen zeigen wohl Wirkung
Update, 17:59 Uhr: Die US-Sanktionen treffen wohl Russlands Wirtschaft: Laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters sieht sich der russische Ölriese Lukoil mit erheblichen Störungen seiner Aktivitäten im Ausland konfrontiert – darunter im Irak, in Finnland und in der Schweiz. Lukoil wurde jüngst zusammen mit Rosneft von den USA und Großbritannien mit Sanktionen belegt, um dem Kreml die Finanzierung des Ukraine-Kriegs zu erschweren.
Die Nachrichtenagentur berichtet unter Berufung auf zwei Marktquellen, dass die irakische Staatsölgesellschaft Somo drei Lieferungen von Rohöl aus Lukoils Anteil am Ölfeld West Qurna-2 aufgrund von Bedenken hinsichtlich westlicher Sanktionen storniert haben soll. Lukoils Handelszweig Litasco mit Sitz in Genf soll zudem Schwierigkeiten haben, Tanker zu chartern – britische Schiffsmakler würden die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen verweigern.
Ukraine-Krieg aktuell: Putins Truppen greifen Donezk mit Lenkbomben an
Update, 16:38 Uhr: Russland hat die Region Donezk im Ukraine-Krieg mit Lenkbomben angegriffen – Einrichtungen von Kohleunternehmen sollen durch fünf Luftangriffe getroffen worden sein. Das meldet Kiews Energieministerium laut Ukrainska Pravda. Bei den aktuellen Angriffen wurden demnach ein Heizraum, Verwaltungsgebäude und Lagerräume beschädigt – die Unternehmen sind derzeit nicht betriebsbereit. „Der russische Terror geht weiter. Wir führen Gespräche mit Partnern über die Stärkung der Luftabwehr und die Beschaffung von Ausrüstung für die schnelle Wiederherstellung der Energieinfrastruktur“, sagte Energieministerin Svitlana Hrynchuk.
Update, 15:42 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnet die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Atomwaffentests wieder aufzunehmen, als „ernste Angelegenheit“. Zugleich kündigte der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow an, es für sinnvoll zu halten, unverzüglich mit den Vorbereitungen für umfassende Atomtests zu beginnen. „Die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte und Ressourcen am zentralen Testgelände auf dem Archipel Nowaja Semlja ermöglicht eine Umsetzung innerhalb kurzer Zeit“, erklärte er laut Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass bei einer Besprechung zwischen Putin und den ständigen Mitgliedern des russischen Sicherheitsrats.
Putin erklärte laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, dass Russland Verpflichtungen diesbezüglich einhalten wolle. Jedoch kündigte er an, entsprechend zu antworten, wenn andere Länder solche Tests machten. Führende Militärvertreter weise er daher an, Vorschläge für solche Tests vorzulegen. Trump hatte in der vergangenen Woche den sofortigen Beginn neuer Atomwaffentests angekündigt. Russland und China warf er in den Tagen darauf vor, solche Tests bereits vorzunehmen.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Spezialeinheiten zerstören Transportfahrzeug für russische Iskander
Update, 15:20 Uhr: Ukrainische Spezialeinheiten melden die Zerstörung eines Transportfahrzeuges für das russische Iskander-Raketensystem: Demnach sei der Angriff am Dienstag gemeinsam mit der russischen Partisanenbewegung „Tschornaja Iskra“ in der Nähe des Dorfes Owsjannikowo erfolgt, wie Kyiv Independent unter Berufung auf einen Bericht ukrainischen Spezialeinsatzkräfte (SSO) schreibt. Das Fahrzeug diente demnach dem Transport, der Beladung und der Vorbereitung von Iskander-Raketen, die im Ukraine-Krieg von Russland abgefeuert werden.
Die Einheiten sollen außerdem eine Radarstation in derselben Region zerstört haben, die Russland Berichten zufolge zur Ortung und Verfolgung von Luftzielen sowie zur Bereitstellung von Zieldaten für die russische Luftverteidigung eingesetzt haben soll. Die ukrainischen Spezialeinheiten kündigten an, den russischen Streitkräften weiterhin „tausendfache Schläge“ zuzufügen, ihre Kampfkraft zu untergraben und Russlands Niederlage im Ukraine-Krieg näherzubringen.
Aktuelle Militärhilfe für Kiew: Norwegen sagt sieben Milliarden Dollar für 2026 zu
Update, 14:17 Uhr: Norwegen hat der Ukraine eine Militärhilfe von sieben Milliarden Dollar für das Jahr 2026 zugesagt. Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal kündigte die Unterstützung für den Verteidigungssektor während seines Besuchs in Oslo an. Bei Gesprächen mit Verteidigungsminister Tore O. Sandvik unterzeichneten beide Seiten Vereinbarungen über gemeinsame Qualitätsstandards für Rüstungsprodukte und den Aufbau einer gemeinsamen Verteidigungsproduktion in der Ukraine. Erstmals wird die Ukraine auch an Treffen der Verteidigungsminister der „Joint Expeditionary Force“ teilnehmen, wie Schmyhal auf X mitteilte. Die Kooperation soll Luftverteidigung, Langstreckenangriffe und Drohnenabwehr im Ukraine-Krieg stärken.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland mit Vorwürfen an die Ukraine – Einkesselung in Pokrowsk
Update, 13:13 Uhr: Russland hat der Ukraine vorgeworfen, die Einkesselung ihrer Truppen in den Städten Pokrowsk und Myrnohrad zu verschweigen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte gegenüber russischen Agenturen, dass die Ukraine einen russischen Vorschlag abgelehnt habe, westlichen Journalisten die Lage vor Ort zu zeigen. Dabei sei das Interesse groß. Das Außenministerium in Kiew hatte Korrespondenten vor dieser Reise gewarnt. „Was wird in Kiew verheimlicht? Verschwiegen wird die desolate Situation ihrer Streitkräfte“, so Peskow.
Das ukrainische Militär dementiert mittlerweile fast täglich die russischen Berichte über eine Einkreisung ihrer Truppen. Auch der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hatte von einer Operation seiner Spezialeinsatzkräfte berichtet, die den Fall von Pokrowsk verhindern soll. Die Bergbaustadt, die seit über einem Jahr umkämpft ist, hatte einst etwa 60.000 Einwohner.
Aktuelle Angriffe im Ukraine-Krieg: Kiew legt Russlands Schwarzmeerhafen Tuapse lahm
Update, 12:35 Uhr: Die Ukraine hat mit Drohnenangriffen den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse lahmgelegt und damit Russlands Kriegswirtschaft einen empfindlichen Schlag versetzt. Die zur Rosneft gehörende Raffinerie stellte nach den Attacken vom 2. November die Rohölverarbeitung komplett ein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie Industriequellen berichten, wurden bei dem Angriff drei Tanker beschädigt, die Naphtha, Diesel und Schweröl laden sollten. Die Raffinerie mit einer Kapazität von 240.000 Barrel täglich beliefert hauptsächlich China, Malaysia, Singapur und die Türkei.
Update, 10:35 Uhr: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat weitere 5000 Soldaten an die Ukraine-Front in Unterstützung von Wladimir Putin entsandt. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Darüber hinaus sollen 1000 Nordkoreaner zur Minenräumung nach Russland geschickt werden, heißt es weiter. Bisher sollen rund 2000 nordkoreanische Soldaten im Ukraine-Krieg gestorben sein, berichtet Yonhap.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland mit Drohnenangriff auf die Ukraine
Update, 10:09 Uhr: Die ukrainische Luftabwehr hat bei russischem Drohnenangriff 61 feindliche Drohnen abgeschossen oder gestört. Der Drohnenangriff richtete sich gegen den Norden, Süden und Osten des Landes. Das berichtet Ukrainska Pravda. Laut frühen Berichten schlugen 18 Drohnen an sieben Orten ein, während Trümmerteile abgeschossener Drohnen in zwei weiteren Gebieten niederfielen. An der Abwehr des Luftangriffs beteiligten sich Kampfflugzeuge, Flugabwehrraketen-Einheiten, elektronische Kampfführung sowie Drohnen-Einheiten der ukrainischen Streitkräfte.
Update, 5. November, 06:20 Uhr: Ein mutmaßlich weiterer Schlag gegen Russlands Wirtschaft: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine Öl-Raffinerie des russischen Energiekonzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod attackiert. Der ukrainische Generalstab teilte mit, Ziel des Angriffs sei die Anlage in der Stadt Kstowo gewesen, wie Reuters berichtet. Das Ausmaß der Schäden werden geprüft.
Der Gouverneur der russischen Region bestätigte einen Drohnenangriff mit 20 Flugkörpern nahe Kstowo, erklärte aber, die Luftabwehr habe die Attacke abgewehrt. Der von den USA mit Sanktionen belegte russische Ölkonzern Lukoil hatte kürzlich erzwungenermaßen seine Aktiva im Ausland verkauft. Die Region Nowgorod liegt Hunderte Kilometer von der Ukraine entfernt.
Ukraine-Krieg aktuell: Generalstab widerspricht Berichten zu Prokowsk
Update, 22:36 Uhr: Am Frontabschnitt Pokrowsk-Myrnohrad im ostukrainischen Gebiet Donezk sind nach Angaben des Generalstabs in Kiew anders als von Russland behauptet keine Soldaten eingekesselt. Es seien keine Einheiten der Streitkräfte der Ukraine eingekreist, sagte der Sprecher des Generalstabs, Andrij Kowaljow, der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Die Situation in Pokrowsk sei schwierig, die ukrainischen Einheiten würden alles für die Aufrechterhaltung der Logistik tun. Zudem laufe gerade eine Operation zur Verdrängung des russischen Gegners aus der Bergarbeiterstadt.
In den vergangenen Tagen hat sich die militärische Lage für die ukrainischen Truppen in Pokrowsk und Umgebung verschärft. Kremlchef Wladimir Putin sprach mehrfach von einer Einkesselung der ukrainischen Einheiten, was Kiew stets bestreitet.
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Drohne tötet wohl gezielt zwei Zivilisten
Erstmeldung: Russische Truppen haben nach ukrainischen Militärangaben bei einem Drohnenangriff im Gebiet Charkiw gezielt zwei unbewaffnete Zivilisten getötet. Eine ukrainische Militäreinheit veröffentlichte ein Video, das zeigt, wie zunächst ein Mann mit weißer Fahne und Hund von einer Drohne getroffen wird, anschließend ein zweiter Mann, der sich bekreuzigte.
„Auf den veröffentlichten Bildern ist ein Kriegsverbrechen der Armee der Russischen Föderation fixiert“, teilte das ukrainische Militär mit. Der Angriff ereignete sich demnach am Montag nahe dem russisch kontrollierten Dorf Kruhljakiwka. Russische Medien hatten zuvor Videos derselben Szene mit gegenteiliger Darstellung veröffentlicht und ukrainische Kräfte beschuldigt. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufnahmen selbst für Propagandazwecke gemacht zu haben.