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Die Ukraine will den russischen Luftangriffen offenbar in drei Schritten beikommen. Dabei wird Jagd auf die Drohnen aus Moskau gemacht.
Kiew – Im Ukraine-Krieg kommt für das überfallene Land viel Schlechtes von oben. Russland überzieht Städte und Dörfer regelmäßig mit Luftschlägen und die Abwehrsysteme können längst nicht alle Drohnen, Raketen und Marschflugkörper außer Gefecht setzen.
Die Folge sind zerstörte Infrastruktur, Tote und viele Verletzte – gerade unter Zivilisten. Immer und immer wieder. Die Schreckensbilder gehen um die Welt. Auch mit westlicher Unterstützung gelingt es Kiew bislang nicht immer, den von Kreml-Chef Wladimir Putin befohlenen Luftattacken Einhalt zu gebieten.
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Ukraine und die Drohnen: Aktuell werden gegen Russland Quadrocopter eingesetzt
Nun berichtet die Bild von einem Drei-Punkte-Plan, mit dem sich die Ukraine selbst helfen will. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet. Die erste Stufe sieht demnach Quadrocopter vor, die sowohl Aufklärungs- als auch Kamikaze-Drohnen zum Absturz bringen können. Dafür werden kleine Drohnen entsprechend umprogrammiert. Dem Bericht zufolge werden so bereits Dutzende Drohnen der Russen pro Woche vom Himmel geholt.
Den nächsten Schritt sollen dann verbesserte Starrflügler ermöglichen. Im Gegensatz zu den kleinen Quadrocoptern können diese Drohnen mit festen Flügeln in größerer Höhe über weitere Strecken operieren. Demnach sind sie in der Lage, ihren Zielen in bis zu vier Kilometern Flughöhe bis zu 60 Kilometer weit zu folgen. Diese Modelle werden derzeit getestet, sollen noch in diesem Jahr auf russische Flugobjekte losgelassen werden.
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Luftangriffe im Ukraine-Krieg: Kiew braucht spezielle Flugobjekte zur Jagd auf iranische Langstrecken-Drohnen
Die finale Stufe sollen dann fliegende „Drohnen-Killer“ bilden, deren Bestimmung es ist, Jagd auf die Russland vom Iran zur Verfügung gestellten Langstrecken-Drohnen Geran-1 und Geran-2 zu machen. Sie müssten mindestens 200 km/h erreichen können und nach Möglichkeit 500 Kilometer Reichweite haben. Zudem stellt sich die Preisfrage.
Diese Phase 3 soll spätestens 2025 umgesetzt werden können. Vorerst müssten womöglich Millionen Euro teure Patriot- oder IRIS-T-Raketen genutzt werden, um die russischen Drohnen, die 50.000 Euro wert sein sollen, zu stoppen.
Ukraine gegen Russlands Drohnen-Angriffe: Video zeigt Zerstörung eines Flugobjekts in der Luft
Die ukrainische Nationalgarde demonstrierte derweil auf ihrem Telegram-Kanal in einem Video, wie eine russische Drohne in der Luft außer Gefecht gesetzt wurde. Demnach wurde die Aufklärungsdrohne des Typs Merlin-VR von einer FPV-Drohne – die Aufnahmen aus der Ich-Perspektive liefert – ausgeschaltet. Dafür sei die Rubizh Brigade verantwortlich.
Das zerstörte russische Modell werde wegen seiner Geräuschlosigkeit, verbesserten Optik, und Flugreichweite als technologischer Durchbruch gefeiert. Der erfolgreiche Angriff ereignete sich laut dem ukrainischen Portal Militarnyi nahe Bachmut in der Oblast Donezk.
Neue Drohnen für die Ukraine: „Kamikaze-Abfangjäger“ erreichen bis zu 170 km/h
In einem weiteren Bericht auf der Homepage geht es um einen sogenannten „Kamikaze-Abfangjäger“ des ukrainischen Unternehmens „Besomar“. Diese Flugobjekte seien in der Lage, russische Drohnen vom Himmel zu holen, relativ günstig und würden auch schon im Kriegsgebiet eingesetzt werden. Da es zweieinhalb Stunden am Stück in der Luft bleiben kann, eignet es sich auch für Aufklärungsmissionen.
Roman Shemechko von dem Unternehmen umschreibt sie als „große FPV, wie ein Flugzeug, das länger in der Luft bleiben und größeres Gewicht tragen kann“. Das Modell kann bis zu 170 km/h schnell werden und in Höhen von bis zu vier Kilometern operieren. Dank einer Bremse könnte sie auch feindlichen Drohnen ausweichen. Pro Monat könnten 100 davon hergestellt werden.
Luftangriffe auf Russland: Flughäfen müssen zwischenzeitlich ihren Betrieb einstellen
Derweil teilte das russische Verteidigungsministerium mit, es seien 144 ukrainische Flugobjekte während eines nächtlichen Angriffs abgefangen worden. Laut einem Sprecher des Luftverkehrsbundesamtes wurde der Betrieb an drei Flugplätzen in der Region Moskau vorübergehend eingestellt. Oberste Priorität habe die Flugsicherheit, dafür seien alle notwendigen Maßnahmen ergriffen worden.
Zuletzt hatten Luftangriffe auf Russland Zerstörungen angerichtet. Getroffen wurden unter anderem ein Treibstofflager und eine Luftwaffenbasis, aber offenbar auch Wohnhäuser. Bereits vor einigen Wochen wurde so ein russischer Stützpunkt in Mitleidenschaft gezogen. Einige Drohnen sollen Reichweiten von 1800 Kilometern haben.
Für Aufsehen sorgte zuletzt auch der Absturz eines mutmaßlich russischen unbemanntes Flugobjektes im Osten Lettlands. Rumänien meldete den Überflug einer Drohne, die offenbar ebenfalls zu Putins Arsenal gehört. Später fand die Armee an der Grenze zur Ukraine Trümmer einer russischen Drohne. (mg)


