„Vorschlag nicht haltbar“

Kampfjets für Ukrainer: USA schieben Polen-Plan Riegel vor

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Seit mehreren Tagen steht im Raum, dass Polen Kampfjets des Typs MiG-29 über Umwege an die Ukraine liefert. Jetzt kommt schwere Kritik aus Washington.

Warschau/ Washington, DC - Polen bot in den vergangenen Tagen an, „kostenlos und unverzüglich“ seine Kampfjets des Typs MiG-29 an den amerikanischen Stützpunkt „Rammstein“ in Rheinland-Pfalz zu schicken. Das gab das polnische Außenministerium bekannt. Medienberichten zufolge, sollten die Jets im Anschluss an die Ukraine geliefert werden.

Direkte Lieferungen von Kampfjets an die Ukraine schloss die polnische Regierung jedoch aus. Des Weiteren steht im Raum, dass im Gegenzug gebrauchte amerikanische Kampfjets des Typs F-16 an Polen geliefert werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bat in den vergangenen Tagen wiederholt um Unterstützung durch Kampfjets.

Ukraine-Krieg: Polnischer Vorschlag „nicht haltbar“

Die Staatssekretärin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, äußerte sich bei einer Anhörung im amerikanischen Senat dahingehend, dass die polnische Regierung ihren Vorschlag im Vorfeld nicht mit der amerikanischen Administration geteilt habe.

Der Sprecher des Pentagons, John Kirby, spricht mit Hinblick auf den polnischen Vorschlag von „ernsthaften Bedenken für das gesamte Nato-Bündnis“. Kirby kündigt weitere Gespräche mit Polen an. In einem Tweet stellt er jedoch klar, dass der polnische Vorschlag seiner Ansicht nach nicht haltbar sei.

Annalena Baerbock warnt vor polnischen Plänen

Außenministerin Annalena Baerbock äußerte sich bei „Bild-TV“ warnend bezüglich Kampfjet-Lieferungen an die Ukraine. Die Grünenpolitikerin betonte, dass der Ukraine-Krieg nicht auf NATO-Länder übergreifen dürfe. Baerbock warnte auch davor, Russland eine Steilvorlage durch die Lieferung von Offensivwaffen zu geben. Es dürfe nicht gesagt werden, dass die NATO sich am Krieg beteilige.

Rubriklistenbild: © Viktor Tolochko via www.imago-images.de

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