Ukraine-Krieg

Deutsche Panzerhaubitzen für die Ukraine außer Gefecht – wegen Planungsfehlern

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Die deutsche Panzerhaubitze 2000 gilt als Gamechanger in der Gegenoffensive der Ukraine. Wegen Mangel an Ersatzteilen ist sie außer Gefecht.
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Die Panzerhaubitzen galten als Gamechanger für die Offensive im Ukraine-Krieg. Nun sind sie außer Gefecht gesetzt, weil es an Ersatzteilen mangelt.

Kiew – Schwerer Rückschlag für die Offensive im Ukraine-Krieg: Die deutschen Panzerhaubitzen sind außer Gefecht gesetzt. Spiegel-Informationen zufolge fehlen Ersatzteile, weil es Planungsfehler bei der Ersatzteilbestellung gab. Mittlerweile ist ein Großteil der gelieferten Systeme reparaturbedürftig geworden. Insgesamt 14 Panzerhaubitzen 2000 wurden an die Ukraine geliefert.

Deutsche Panzerhaubitze galt als Gamechanger im Ukraine-Krieg – jetzt fehlen Ersatzteile

Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive. Die Rückeroberung der ukrainischen Stadt Cherson war für Russland ein herber Rückschlag. Ein Gamechanger in der Offensive war die deutsche Panzerhaubitze 2000. Besonders wertvoll ist sie wegen ihrer Feuerkraft und weil sie extrem beweglich ist.

Dadurch kann sie sich Gegenangriffen entziehen, bevor der Feind zurückschießt, sagte ein ukrainischer General dem Focus. Ebenfalls zum Einsatz kommen sollte der Gepard-Panzer, der von den Angreifern kurze Zeit nach der Lieferung zerstört wurde.

Ukraine macht Fortschritte bei Gegenoffensive mit Panzerhaube – langer Streit um Lieferung

Obwohl Militärexperten einen Gamechanger in der Panzerhaubitze sahen, verzögerte sich die Lieferung. Die Union, FDP und Grüne stimmten für eine Lieferung von Panzern und schweren Waffen, doch die SPD stellte sich quer und verwies auf ein gemeinsames Vorgehen in den Nato-Ländern. Weiterhin liefert Deutschland keine Kampf- oder Schützenpanzer westlicher Bauart an die Ukraine.

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