News-Ticker

Ukraine kündigt Angriffe „tiefer und tiefer“ in Russland an

Alle Autoren
    schließen
  • Andreas Apetz
    Andreas Apetz
  • Helena Gries
    Helena Gries

Russland erleidet im Ukraine-Krieg täglich höhere Verluste. Vor allem die Luftwaffe kämpft mit Problemen. Der Newsticker.

+++ 13.58 Uhr: Nach Angriffen auf Flugfelder in Russland hatte Moskau seine Bombergeschwader in den Westen des Landes verlagert. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass dies geschehen sei, um die Flugzeuge vor Angriffen aus der Ukraine zu schützen, so der britische Geheimdienst gegenüber dem US-Nachrichtenportal Newsweek. Zwar könnten Ziele im Ukraine-Krieg auch aus weiten Entfernungen noch angeflogen werden, die Belastung für die Maschinen und die Piloten sei aber deutlich höher. Gleichzeitig kündigte der Chef des ukrainischen Geheimdienstes weitere Angriffe in Russland an. Moskau müsse mit Angriffen „tiefer und tiefer im eigenen Land“ rechnen, so  Kyrylo Budanov gegenüber dem US-Sender ABC News.

Russland erleidet Verluste durch Angriffe der ukrainischen Luftwaffe

+++ 10.30 Uhr: Ukrainische Kampfflugzeuge und Hubschrauber haben am Mittwoch vermehrt Einsätze geflogen, um russische Truppen- und Munitionslager zu bekämpfen. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete dies in seinem morgendlichen Update, wie Ukrinform berichtet.

Ukrainische Soldaten posieren neben einem im Ukraine-Krieg abgeschossenen russischen Militärhubschrauber.

Im Laufe des vergangenen Tages führte demnach die Luftwaffe 20 Angriffe auf „feindliche Verbände“ sowie fünf Angriffe auf die Stellungen russischer Flugabwehrraketensysteme durch. Am Vortag hatten Einheiten der Flugabwehrraketentruppen in östlicher Richtung ein russisches Angriffsflugzeug, einen Angriffshubschrauber und eine Orlan-Drohne zerstört. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russische Verluste: Ukraine startet zahlreiche Angriffe auf feindliche Stellungen

+++ 09:11 Uhr: Wie The Kyiv Independent unter Berufung auf den Generalstab berichtet, ist es den ukrainischen Streitkräften gelungen, in den letzten 24 Stunden 20 Angriffe auf Stellungen der russischen Truppen durchzuführen. Im selben Zeitraum konnten sie zahlreiche russische Angriffe in der Nähe von 16 Siedlungen in den Oblasten Donezk und Luhansk abwehren. 

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

ukraine-krieg-russland-bilder-eindruecke-kiew-rakete
Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen – mehr als 800 gefallene Soldaten an einem Tag

+++ 08.20 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die aktuellen Zahlen der russischen Verluste im Ukraine-Krieg bekannt gegeben. Das russische Militär soll demnach seit Kriegsbeginn rund 109.720 Soldaten verloren haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen, die russischen Angaben liegen deutlich unter denen der ukrainischen Stellen.

  • Soldaten: 109.720 (+810)
  • Flugzeuge: 284 (+1)
  • Hubschrauber: 271 (+1)
  • Panzer: 3041 (+3)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 6108 (+2) 
  • Artilleriesysteme: 2051 (+12)
  • Luftabwehrsysteme: 215 (+0)
  • Mehrfachraketenwerfer: 426 (+2)
  • Autos und andere Fahrzeuge: 4759 (+14)
  • Schiffe: 16 (+0)
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 1844 (+2) 
  • (Quelle: Meldung des ukrainischen Generalstabs vom 5. Januar)

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Angriffe auf russisch besetztes Gebiet um Melitopol

Update vom Donnerstag, 5. Januar, 06.45 Uhr: Die von Russland eingesetzten Behörden meldeten für den späten Abend des 4. Januar Detonationen in der besetzten Stadt Melitopol, als auch in den umliegenden Vororten. Das berichtet The Kyiv Independent. Wie ein russischer Verwaltungsangehöriger bestätigte, sei daraufhin die Luftabwehr aktiviert worden, Angaben zu etwaigen Verlusten wurden dabei keine gemacht. Melitopol liegt in der Oblast Saporischschja. 

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: 100 Wagner-Söldner im Krankenhaus

+++ 21.55 Uhr: Laut Angaben des abendlichen Generalstabsberichts der ukrainischen Streitkräfte wurden bei einem ukrainischen Angriff am Vortag (03. Januar) auf das russisch besetzte Tokmak in der Oblast Saporischschja 80 russische Soldaten getötet und verwundet. Differenzierte Informationen dazu, wie viele getötet und wie viele verwundet wurden, gab es nicht. Außerdem würden derzeit mehr als 100 Mitglieder der russischen paramilitärischen Gruppe Wagner in einem Krankenhaus im besetzten Luhansk behandelt, so der Bericht weiter.

Im Ukraine-Krieg erleidet Russland Verluste – „Eisenbahnpartisanen“ sabotieren Militärkonvois

+++ 20.30 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst meldet laut dem Nachrichtenportal The Kyiv Independent, dass Partisanen in der Nacht zum 4. Januar den Verkehr ziviler Züge und militärischer Konvois auf der Transsibirischen Eisenbahn in der russischen Region Krasnojarsk gestoppt hätten. Die sibirische Region liegt im Landesinneren Russlands, über 3000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: An mehreren Fronten in der Defensive

+++ 20.05 Uhr: Die russischen Truppen konzentrieren ihre Offensiven auf die Fronten von Lyman, Bachmut und Awdijiwka. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem abendlichen Bericht mit. An den Fronten Nowopawliwka, Saporischschja und Cherson hingegen befänden sich Russlands Streitkräfte in der Defensive. 

Russland erleidet im Ukraine-Krieg schwere Verluste – Angriff auf besetzte Stadt

+++ 18.30 Uhr: Bei einem Angriff der ukrainischen Artillerie auf die russisch besetzte Kleinstadt Wassyliwka sind nach Angaben der Agence France-Presse (afp) vor Ort mindestens fünf Menschen getötet worden. 15 weitere seien verletzt worden, teilte demnach der von Moskau eingesetzte Gouverneur des besetzten Teils des südukrainischen Gebiets Saporischschja, Jewgeni Balizki, am heutigen Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram mit.

Unter den Verletzten seien unter anderem vier Mitarbeiter des Zivilschutzdiensts, erklärte Balizki weiter. Auch ein mehr-etagiges Wohnhaus soll demnach durch mindestens vier Einschläge stark beschädigt worden sein.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Großoffensive auf russische Truppen geplant

+++ 16.26 Uhr: Das ukrainische Militär plant eine Großoffensive auf russische Besatzungstruppen im Frühjahr. Das sagte Kyrylo Budanov, Leiter des ukrainischen Verteidigungsgeheimdienstes, in einem Interview mit ABC News. Die Offensive soll laut Bundanov „in der gesamten Ukraine geschehen, von der Krim bis zum Donbass“. Ziel sei es, die Grenzen von 1991 wiederherzustellen; „so wie die Ukraine von allen Völkerrechts-Ländern anerkannt“ werde. Die heftigsten Kämpfe seien im März zu erwartet, so Budanov weiter.

Ende Dezember besuchte Budanow die Stadt Bachmut im stark umkämpften Oblast Donezk. Was er sah, schockierte ihn, sagte er gegenüber dem US-amerikanischen Fernsehsender ABC News. Ukrainische Soldaten hätten ihm einen Bereich dort gezeigt, wo „Leichen wie in einem Film aufgestapelt“ seien. „An manchen Stellen sind sie wie provisorische Mauern auf andere Körper gestapelt. Wenn russische Truppen auf diesem Feld angreifen, benutzen sie die leblosen Körper als Deckung, wie einen Schild“, fuhr er fort. Dabei handele es sich ukrainischen Berichten zufolge um tote russische Soldaten.

Geheimdienst: Russland erleidet hohe Verluste wegen „unprofessioneller Praktiken“

+++ 14.25 Uhr: Bei dem Angriff der Ukraine auf ein russisches Lager am 31. Dezember kam es aufseiten der russischen Streitkräfte zu etlichen Todesopfern. Grund für die hohen Verluste seien Angaben des britischen Verteidigungsministeriums zufolge „unprofessionelle Praktiken“ des russischen Militärs. Demnach seien russische Truppen in einem Gebäude nahe eines ungesicherten Munitionslagers untergebracht worden, von dem das Militär Kenntnis gehabt haben soll.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: 19 russische Angreifer ausgeschaltet

+++ 12.30 Uhr: Einheiten der Seestreitkräfte der Ukraine haben im Laufe des vergangenen Tages 19 russische Angreifer ausgeschaltet und ein feindliches Munitionsdepot zerstört. Dies teilte der Pressedienst der ukrainischen Seestreitkräfte in einem Facebook-Post mit, berichtet Ukrinform.

„Militärische Einheiten und Truppenteile des Marinekorps der ukrainischen Seestreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, die Teil der Armeegruppierungen sind, haben weiterhin Aufgaben zur Abwehr der bewaffneten Aggression der Russischen Föderation in vollem Umfang erfüllt“, heißt es in dem Bericht.

Update vom Mittwoch, 04. Januar, 06.45 Uhr: Nach den ukrainischen Angriffen auf eine russische Militärunterkunft in Makijiwka hat das Verteidigungsministerium in Moskau die Zahl der getöteten eigenen Soldaten um mehr als 20 auf 89 nach oben korrigiert. Die Männer und auch der stellvertretende Kommandeur seien nach dem Raketenschlag in der Neujahrsnacht in den Trümmern des eingestürzten Gebäudes gefunden worden, teilte Generalleutnant Sergej Sewrjukow in Moskau in der Nacht zum Mittwoch mit. Zuvor war von 63 Toten die Rede gewesen. Die Ukraine hatte die Unterkunft mit dem US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfer Himars beschossen.

Russland meldet schwere Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee mit folgenschwerem Angriff

Erstmeldung vom Dienstag, 03. Januar: Moskau/Kiew – Eine Minute nach Neujahr haben ukrainische Streitkräfte einen folgenschweren Angriff ausgeübt. Mit Himars-Raketen zerstörten sie eine Unterkunft, in der sich nach russischen Angaben mehr als 600 jüngst mobilisierte eigene Soldaten aus dem Gebiet Saratow befanden. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte am Montag (2. Januar) 63 Todesopfer. Kiew spricht von 700 Toten und Verletzten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russische Staatsmedien beklagen den ukrainischen Angriff als die „Tragödie von Makijiwka“. Der kremlnahe Telegram-Dienst Rybar berichtet außerdem von der Lagerung von russischer Munition auf dem Gelände, welche als Folge des Beschusses detonierte.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Tödlicher Angriff zeugt von russischer Gleichgültigkeit

Medienberichten zufolge habe der ukrainische Militärgeheimdienst die Ansammlung von russischen Soldaten im besetzten Teil der Region Donezk über die gedankenlose Verwendung der Mobiltelefone der Russen lokalisiert.

Nach Ansicht von Militärbeobachtern zeuge der tödliche Angriff des ukrainischen Militärs von der Gleichgültigkeit der russischen Generäle den eigenen Leuten gegenüber, da eine so große Zahl an Soldaten und Militärmaterial nur wenige Kilometer von der Front in einem kaum geschützten Gebäude stationiert worden war. Moskau hatte in den vergangenen drei Monaten bereits 538 mobilisierte russische Wehrpflichtige verloren. (hg/dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Shtekel/dpa

Kommentare