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Im Ukraine-Krieg gibt es Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine. Unter welchen Bedingungen würde Russland den Krieg beenden?
Minsk – Die Hoffnung auf Frieden bleibt, auch wenn es derweil wenig Anlass zu großer Zuversicht im Ukraine-Krieg gibt. Ein Lichtblick ist, dass Moskau und Kiew miteinander sprechen. Erst am Montag waren erste Gespräche zwischen den beiden Ländern ergebnislos geblieben, jetzt gehen sie in die nächste Runde. Russland verkündet in diesem Rahmen klare Bedingungen zur Beendigung des Kriegs. Doch welche sind das?
Ukraine-Krieg: Das sind die Forderungen von Russland und Präsident Putin im Konflikt mit der Ukraine
Im Ukraine-Krieg hat Russlands Regierung um Präsident Wladimir Putin klare Vorstellungen davon, unter welchen Bedingungen die „Militäroperation“ in der Ukraine eingestellt werden kann. Zur Beendigung der militärischen Handlungen verlangt der Kreml unter anderem die Anerkennung der sogenannten „Volksrepubliken“ von Lugansk und Donezk durch die ukrainische Regierung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj. Darüber hinaus fordert Moskau die Anerkennung russischer Souveränität über die Krim, das ließ der Kreml am Dienstagabend verlauten.
Doch es gibt noch weitere Bedingungen der russischen Seite: Moskau macht auch die Entmilitarisierung der Ukraine und eine Überführung des Landes in einen neutralen Status zu Voraussetzung für Frieden. In diesem Zuge soll sich die Ukraine zudem zum weiteren Atomwaffenverzicht verpflichten. Derweil erzeugt der Krieg massive Fluchtbewegungen, viele Ukrainerinnen und Ukrainer verlassen aus Angst um ihr Leben ihre Heimat. Auch in Deutschland gibt es eine Welle der Solidarität mit Flüchtlingen aus der Ukraine.
Ukraine-Krieg: Weiteres Treffen zwischen Russland und der Ukraine
Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine bieten Hoffnung auf Frieden und ein Ende im Ukraine-Krieg, wenn auch derzeit nur eine sehr schwache. Erste Unterredungen am Montag zwischen Vertretern Kiews und Moskaus waren ergebnislos vorübergegangen. Am Donnerstag, dem 03. März 2022, kommen die Vertreter beider Länder erneut zusammen, um über Friedensbedingungen zu verhandeln.
Die russische Regierung hatte über den Kreml-Sprecher Dmitri-Peskow verlauten lassen „Unsere Delegation ist bereit, die Gespräche fortzusetzen“. Nach anfänglichen Zweifeln erklärte sich dann offensichtlich auch die ukrainische Seite bereit, die Verhandlungen fortzuführen, das berichtet unter anderem die Junge Welt. Russland erklärte, man rechne mit Gesprächen im Laufe des Donnerstagnachmittags. Der Leiter der russischen Delegation sagte nach Angaben der dpa „Ich denke, dass die Verhandlungen um 15.00 Uhr (13.00 Uhr MEZ) beginnen“.
Ukraine-Krieg: „Militäroperation“ wird trotz Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland fortgesetzt
Mit dem Treffen zwischen den Verhandlungspartnern aus Russland und der Ukraine war ursprünglich bereits am Mittwochabend gerechnet worden, nachdem die Gespräche am Montag ergebnislos geblieben waren. Die russische Seite bekräftigte nach Angaben der Agentur Interfax, dass es heute tatsächlich zu weiteren Gesprächen kommen soll. Der russische Delegationsleiter, Wladimir Medinski, sagte: „Die Verhandlungen werden stattfinden, wir sind in Kontakt mit der ukrainischen Seite“. Gesprächsort wird erneut Belarus sein.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow kündigte indes an, die „Militäroperation“ in der Ukraine trotz der gegenwärtigen Gespräche vorerst nicht einzustellen. Er sagte: „Wir sind gesprächsbereit, aber wir werden unsere Operation fortsetzen“. Wolodymyr Selenskyj kündigte seinerseits massive Gegenwehr an. Er sagte, für Besatzer gäbe es „Eine solch heftige Gegenwehr, dass sie sich für immer daran erinnern, dass wir das Unsere nicht hergeben.“ .* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
Rubriklistenbild: © Maxim Shemetov/dpa

