Ukraine-Ticker

Ukraine-Krieg: Heftige Gefechte im Osten – Pokrowsk bleibt schwer umkämpft

Alle Autoren
    schließen
  • Felix Durach
    Felix Durach
  • Christian Stör
    Christian Stör
  • Simon Schröder
  • Nils Thomas Hinsberger
    Nils Thomas Hinsberger

News zum Ukraine-Krieg: Die Kämpfe im Osten dauern unvermindert an. Ukraine erhält weitere Hilfe aus dem Ausland. Der Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 3. Februar, 5.15 Uhr: Die Kämpfe in der Ostukraine dauern weiter an. Die Zahl von 52 registrierten Kampfhandlungen an verschiedenen Frontabschnitten ließen aber ein leichtes Abflauen im Vergleich zu den vergangenen Tagen erkennen. Ein Grund dafür wurde im Lagebericht des Generalstabs in Kiew nicht genannt. Die meisten bewaffneten Zusammenstöße gab es demnach in dem seit Monaten schwer umkämpften Gebiet bei Pokrowsk.

Russische Artillerie nimmt ukrainische Stellungen bei Pokrowsk unter Beschuss.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 3. Februar, 5.00 Uhr: Die Ukraine erhielt in den vergangenen Tagen nach Selenskyjs Angaben weitere Unterstützung aus dem Ausland. Er dankte Schweden für ein umgerechnet etwa 1,16 Milliarden Euro schweres Unterstützungspaket, auch Sicherheitshilfen aus Finnland und Kroatien hob Selenskyj hervor.

Ukraine-Krieg: Russische Drohnenangriffe in Cherson

Update vom 2. Februar, 20.55 Uhr: Ein vermutlich von einer russischen Drohne abgeworfener Sprengsatz hat in der südukrainischen Hafenstadt Cherson fünf Menschen verletzt, unter ihnen zwei Kinder. Wie der regionale Militärverwalter Roman Mrotschko auf Telegram mitteilte, hatte dabei eine Drohne den Sprengsatz durch das geöffnete Dach eines Minibusses geworfen. Der Bus geriet nach der Explosion in Brand.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Alles begann mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Die Öffnung der Grenzen zunächst in Ungarn leitete das Ende der Sowjetunion ein. Der riesige Vielvölkerstaat zerfiel in seine Einzelteile. Am 25. August 1991 erreichte der Prozess die Ukraine. In Kiew feierten die Menschen das Ergebnis eines Referendums, in dem sich die Bevölkerung mit der klaren Mehrheit von 90 Prozent für die Unabhängigkeit von Moskau ausgesprochen hatte. Im Dezember desselben Jahres erklärte sich die Ukraine zum unabhängigen Staat. Seitdem schwelt der Konflikt mit Russland. © Anatoly Sapronenkov/afp
Budapester Memorandum
Doch Anfang der 1990er Jahre sah es nicht danach aus, als ob sich die neuen Staaten Russland und Ukraine rund 30 Jahre später auf dem Schlachtfeld wiederfinden würden. Ganz im Gegenteil. Im Jahr 1994 unterzeichneten Russland, das Vereinigte Königreich und die USA in Ungarn das „Budapester Memorandum“ – eine Vereinbarung, in der sie den neu gegründeten Staaten Kasachstan, Belarus und der Ukraine Sicherheitsgarantien gaben.  © Aleksander V. Chernykh/Imago
Ukrainedemo, München
Als Gegenleistung traten die drei Staaten dem Atomwaffensperrvertrag bei und beseitigten alle Nuklearwaffen von ihrem Territorium. Es sah danach aus, als ob der Ostblock tatsächlich einen Übergang zu einer friedlichen Koexistenz vieler Staaten schaffen würde. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs erinnern auch heute noch viele Menschen an das Budapester Memorandum von 1994. Ein Beispiel: Die Demonstration im Februar 2025 in München.  © Imago
Orangene Revolution in der Ukraine
Bereits 2004 wurde deutlich, dass der Wandel nicht ohne Konflikte vonstattengehen würde. In der Ukraine lösten Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen den Russland-treuen Präsidenten Wiktor Janukowytsch Proteste  © Mladen Antonov/afp
Ukraine proteste
Die Menschen der Ukraine erreichten vorübergehend ihr Ziel. Der Wahlsieg Janukowytschs wurde von einem Gericht für ungültig erklärt, bei der Wiederholung der Stichwahl setzte sich Wiktor Juschtschenko durch und wurde neuer Präsident der Ukraine. Die Revolution blieb friedlich und die Abspaltung von Russland schien endgültig gelungen. © Joe Klamar/AFP
Wiktor Juschtschenko ,Präsident der Ukraine
Als der Moskau kritisch gegenüberstehende Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 Präsident der Ukraine wurde, hatte er bereits einen Giftanschlag mit einer Dioxinvariante überlebt, die nur in wenigen Ländern produziert wird – darunter Russland. Juschtschenko überlebte dank einer Behandlung in einem Wiener Krankenhaus.  © Mladen Antonov/afp
Tymoschenko Putin
In den folgenden Jahren nach der Amtsübernahme hatte Juschtschenko vor allem mit Konflikten innerhalb des politischen Bündnisses zu kämpfen, das zuvor die demokratische Wahl in dem Land erzwungen hatte. Seine Partei „Unsere Ukraine“ zerstritt sich mit dem von Julija Tymoschenko geführten Parteienblock. Als Ministerpräsidentin der Ukraine hatte sie auch viel mit Wladimir Putin zu tun, so auch im April 2009 in Moskau. © Imago
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowitsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance.
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowytsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance. Er gewann die Wahl mit knappem Vorsprung vor Julija Tymoschenko. Amtsinhaber Wiktor Juschtschenko erhielt gerade mal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen.  © Yaroslav Debely/afp
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014
Präsident Wiktor Janukowytsch wollte die Ukraine wieder näher an Russland führen – auch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, den Russlands Präsident Wladimir Putin auf das Nachbarland ausüben ließ. Um die Ukraine wieder in den Einflussbereich Moskaus zu führen, setzte Janukowytsch im November 2013 das ein Jahr zuvor verhandelte Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union aus.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Maidan-Proteste Ukraine
Es folgten monatelange Massenproteste in vielen Teilen des Landes, deren Zentrum der Maidan-Platz in Kiew war. Organisiert wurden die Proteste von einem breiten Oppositionsbündnis, an dem neben Julija Tymoschenko auch die Partei des ehemaligen Boxweltmeisters und späteren Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, beteiligt waren. © Sandro Maddalena/AFP
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine
Die Forderung der Menschen war eindeutig: Rücktritt der Regierung Janukowiysch und vorgezogene Neuwahlen um das Präsidentenamt. „Heute ist die ganze Ukraine gegen die Regierung aufgestanden, und wir werden bis zum Ende stehen“, so Vitali Klitschko damals. Die Protestbewegung errichtete mitten auf dem Maidan-Platz in Kiew ihr Lager. Janukowytsch schickte die Polizei, unterstützt von der gefürchteten Berkut-Spezialeinheit. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die über mehrere Monate andauerten. © Sergey Dolzhenko/dpa
Der Platz Euromaidan in Kiew, Hauptstadt der Ukraine, ist nach den Protesten verwüstet.
Die monatelangen Straßenkämpfe rund um den Maidan-Platz in Kiew forderten mehr als 100 Todesopfer. Etwa 300 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Berichte über den Einsatz von Scharfschützen machten die Runde, die sowohl auf die Protestierenden als auch auf die Polizei gefeuert haben sollen. Wer sie schickte, ist bis heute nicht geklärt. Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine von 2014 bis 2019, vertrat die These, Russland habe die Scharfschützen entsendet, um die Lage im Nachbarland weiter zu destabilisieren. Spricht man heute in der Ukraine über die Opfer des Maidan-Protests, nennt man sie ehrfürchtig „die Himmlischen Hundert“. © Sergey Dolzhenko/dpa
Demonstranten posieren in der Villa von Viktor Janukowitsch, ehemaliger Präsident der Ukraine
Nach rund drei Monaten erbittert geführter Kämpfe gelang dem Widerstand das kaum für möglich Gehaltene: Die Amtsenthebung Wiktor Janukowytschs. Der verhasste Präsident hatte zu diesem Zeitpunkt die UKraine bereits verlassen und war nach Russland geflohen. Die Menschen nutzten die Gelegenheit, um in der prunkvollen Residenz des Präsidenten für Erinnerungsfotos zu posieren. Am 26. Februar 2014 einigte sich der „Maidan-Rat“ auf eigene Kandidaten für ein Regierungskabinett. Präsidentschaftswahlen wurden für den 25. Mai anberaumt. Die Ukraine habe es geschafft, eine Diktatur zu stürzen, beschrieb zu diesem Zeitpunkt aus der Haft entlassene Julija Tymoschenko die historischen Ereignisse.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Ein Mann stellt sich in Sewastopol, eine Stadt im Süden der Krim-Halbinsel, den Truppen Russlands entgegen.
Doch der mutmaßliche Frieden hielt nicht lange. Vor allem im Osten der Ukraine blieb der Jubel über die Absetzung Janukowytschs aus. Gouverneure und Regionalabgeordnete im Donbass stellten die Autorität des Nationalparlaments in Kiew infrage. Wladimir Putin nannte den Umsturz „gut vorbereitet aus dem Ausland“. Am 1. März schickte Russlands Präsident dann seine Truppen in den Nachbarstaat. Wie Putin behauptete, um die russischstämmige Bevölkerung wie die auf der Krim stationierten eigenen Truppen zu schützen. In Sewastopol, ganz im Süden der Halbinsel gelegen, stellte sich ein unbewaffneter Mann den russischen Truppen entgegen. Aufhalten konnte er sie nicht. © Viktor Drachev/afp
Bürgerkrieg in Donezk, eine Stadt im Donbas, dem Osten der Ukraine
Am 18. März 2014 annektierte Russland die Halbinsel Krim. Kurz darauf brach im Donbass der Bürgerkrieg aus. Mit Russland verbündete und von Moskau ausgerüstete Separatisten kämpften gegen die Armee und Nationalgarde Kiews. Schauplatz der Schlachten waren vor allem die Großstädte im Osten der Ukraine wie Donezk (im Bild), Mariupol und Luhansk. © Chernyshev Aleksey/apf
Prorussische Separatisten kämpfen im Donbas gegen Einheiten der Ukraine
Der Bürgerkrieg erfasste nach und nach immer mehr Gebiete im Osten der Ukraine. Keine der Parteien konnte einen nachhaltigen Sieg erringen. Prorussische Separatisten errichteten Schützengräben, zum Beispiel nahe der Stadt Slawjansk. Bis November 2015 fielen den Kämpfen laut Zahlen der Vereinten Nationen 9100 Menschen zum Opfer, mehr als 20.000 wurden verletzt. Von 2016 an kamen internationalen Schätzungen zufolge jährlich bis zu 600 weitere Todesopfer dazu. © Michael Bunel/Imago
Trümmer von Flug 17 Malaysian Airlines nach dem Abschuss nahe Donezk im Osten der Ukraine
Aufmerksam auf den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine wurde die internationale Staatengemeinschaft vor allem am 17. Juli 2014, als ein ziviles Passagierflugzeug über einem Dorf nahe Donezk abstürzte. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine der Fluggesellschaft Malaysian Airlines war von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. Abgefeuert hatte die Rakete laut internationalen Untersuchungen die 53. Flugabwehrbrigade der Russischen Föderation. In den Tagen zuvor waren bereits zwei Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe in der Region abgeschossen worden. © ITAR-TASS/Imago
Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident Francois Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk
Die Ukraine wollte den Osten des eigenen Landes ebenso wenig aufgeben wie Russland seine Ansprüche darauf. Im September 2014 kamen deshalb auf internationalen Druck Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk zusammen. In der belarussischen Hauptstadt unterzeichneten sie das „Minsker Abkommen“, das einen sofortigen Waffenstillstand und eine schrittweise Demilitarisierung des Donbass vorsah. Die OSZE sollte die Umsetzung überwachen, zudem sollten humanitäre Korridore errichtet werden. Der Waffenstillstand hielt jedoch nicht lange und schon im Januar 2015 wurden aus zahlreichen Gebieten wieder Kämpfe gemeldet. © Mykola Lazarenko/afp
Wolodymyr Selenskyj feiert seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2019
Während die Ukraine im Osten zu zerfallen drohte, ereignete sich in Kiew ein historischer Machtwechsel. Wolodymyr Selenskyj gewann 2019 die Präsidentschaftswahl und löste Petro Poroschenko an der Spitze des Staates ab.  © Genya Savilov/afp
Wolodymyr Selenskyj
Selenskyj hatte sich bis dahin als Schauspieler und Komiker einen Namen gemacht. In der Comedy-Serie „Diener des Volkes“ spielte Selenskyj von 2015 bis 2017 bereits einen Lehrer, der zunächst Youtube-Star und schließlich Präsident der Ukraine wird. Zwei Jahre später wurde die Geschichte real. Selenskyj wurde am 20. Mai 2019 ins Amt eingeführt. Kurz darauf löste der bis dato parteilose Präsident das Parlament auf und kündigte Neuwahlen an. Seine neu gegründete Partei, die er nach seiner Fernsehserie benannte, erzielte die absolute Mehrheit.  © Sergii Kharchenko/Imago
Russische Separatisten in der Ost-Ukraine
Selenskyj wollte nach seinem Wahlsieg die zahlreichen innenpolitischen Probleme der Ukraine angehen: vor allem die Bekämpfung der Korruption und die Entmachtung der Oligarchen. Doch den neuen, russland-kritischen Präsidenten der Ukraine holten die außenpolitischen Konflikte mit dem Nachbarn ein. © Alexander Ryumin/Imago
Ukraine Militär
Im Herbst 2021 begann Russland, seine Truppen in den von Separatisten kontrollierte Regionen in der Ost-Ukraine zu verstärken. Auch an der Grenze im Norden zog Putin immer mehr Militär zusammen. Selenskyj warnte im November 2021 vor einem Staatsstreich, den Moskau in der Ukraine plane. Auch die Nato schätzte die Lage an der Grenze als höchst kritisch ein. In der Ukraine wurden die Militärübungen forciert. © Sergei Supinsky/AFP
Putin
Noch drei Tage bis zum Krieg: Am 21. Februar 2022 unterzeichnet der russische Präsident Wladimir Putin verschiedene Dekrete zur Anerkennung der Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. © Alexey Nikolsky/AFP
Explosion in Kiew nach Beginn des Ukraine-Kriegs mit Russland
Am 24. Februar 2022 wurde der Ukraine-Konflikt endgültig zum Krieg. Russische Truppen überfielen das Land entlang der gesamten Grenze. Putins Plan sah eine kurze „militärische Spezialoperation“, wie die Invasion in Russland genannt wurde, vor. Die ukrainischen Streitkräfte sollten mit einem Blitzkrieg in die Knie gezwungen werden. Moskau konzentrierte die Attacken auf Kiew. Innerhalb weniger Tage sollte die Hauptstadt eingenommen und die Regierung Selenskyjs gestürzt werden. Doch der Plan scheiterte und nach Wochen intensiver Kämpfe und hoher Verluste in den eigenen Reihen musste sich die russische Armee aus dem Norden des Landes zurückziehen. Putin konzentrierte die eigene Streitmacht nun auf den Osten der Ukraine. © Ukrainian President‘s Office/Imago
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Fernsehansprache aus Kiew
Seit Februar 2022 tobt nun der Ukraine-Krieg. Gesicht des Widerstands gegen Russland wurde Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich zu Beginn des Konflikts weigerte, das Angebot der USA anzunehmen und das Land zu verlassen. „Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“, sagte Selenskyj. Die sollte er bekommen. Zahlreiche westliche Staaten lieferten Ausrüstung, Waffen und Kriegsgerät in die Ukraine. Hunderttausende Soldaten aus beiden Ländern sollen bereits gefallen sein, ebenso mehr als 10.000 Zivilpersonen. Ein Ende des Kriegs ist nach wie vor nicht in Sicht. © Ukraine Presidency/afp

Mrotschko berichtete von weiteren russischen Drohnenangriffen in Cherson im Tagesverlauf. Unter anderem sei ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden. Dabei habe ein 74-Jähriger, der sich gerade auf einem Balkon aufhielt, schwere Verletzungen erlitten. Bei einem Angriff einer Drohne auf einen Krankenwagen sei das Fahrzeug beschädigt worden, die Insassen blieben unverletzt.

Mehr als 20 Tote durch russische Bomben und Raketen

Update vom 2. Februar, 18.52 Uhr: Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind durch neue Bomben- und Raketenangriffe mehr als 20 Menschen getötet worden. Nach dem Einschlag einer Rakete in einem Wohnhaus in Poltawa in der Zentralukraine stieg die Zahl der Toten auf mindestens 14. Unter den Toten seien zwei Kinder, teilte der Zivilschutz mit. Dort sei auch eine ganze Familie ausgelöscht worden, sagte der Chef der Präsidialverwaltung in Kiew, Andrij Jermak. 

Auch in anderen Teilen des Landes starben Menschen bei russischen Luftschlägen, darunter zwei in Sumy im Nordosten und einer in Charkiw im Osten. Es gab zudem viele Verletzte.

Update vom 2. Februar, 12.48 Uhr: Der ukrainische Generalmajor Mychajlo Drapatyj hat eine wachsende Gewalt gegen Militärangehörige in dem Land beklagt. Deren Tötung „im rückwärtigen Bereich ist eine rote Linie, die nicht überschritten werden darf“, teilte er auf Facebook mit. „Wir haben nicht das Recht, stillschweigend der wachsenden Welle der Missachtung gegenüber den Verteidigern der Ukraine zuzusehen.“ Er reagierte damit auf den gewaltsamen Tod von zwei Militärangehörigen allein gestern und forderte die Behörden zu einer harten Reaktion und zur Bestrafung der Täter auf.

Update vom 2. Februar, 11.01 Uhr: Hinter der Ukraine liegt eine weitere Woche mit Tod und Zerstörung. Dieses Mal gab es laut Wolodymyr Selenskyj mehr als 1400 russischen Luftschläge. Russland habe die Ukraine mit allein rund 50 Raketen, fast 660 Drohnen und mehr als 760 Gleitbomben angegriffen, teilte der ukrainische Präsident laut einer Videomitteilung auf Telegram mit. „Wir brauchen mehr Flugabwehrsysteme“, hieß es am Ende des Videos.

EU-Sanktionen gegen Putin wegen Ukraine-Krieg – Orban-Regierung skeptisch

Update vom 2. Februar, 10.18 Uhr: Ungarn will weiteren EU-Sanktionen gegen Russland nur nach Verständigung mit US-Präsident Donald Trump zustimmen. „Wir sollten sehr vorsichtig sein bei der Verabschiedung“, sagte der ungarische Europaminister Janos Boka der Welt am Sonntag. Vor einem Beschluss sollten sich die EU-Länder mit der neuen US-Administration „absprechen“. Boka stellte auch die Sanktionen gegen Russland generell infrage. Aus seiner Sicht ist die Zeit „reif für eine grundsätzliche Debatte“ darüber.

Ukraine News: Russland meldet einen Toten nach Drohnenangriff auf seinem Gebiet

Update vom 2. Februar, 9.22 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff soll in der Nacht ein Mann auf russischen Territorium getötet worden sein. Der Vorfall ereignete sich im Ort Malinowka, schrieb laut Reuters der Gouverneur von Belgorod auf Telegram. Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge zerstörten die Streitkräfte fünf ukrainische Drohnen über Russland. Die ukrainische Luftwaffe wiederum teilte mit, in der Nacht 40 von 55 russischen Drohnen abgeschossen zu haben.

Update vom 2. Februar, 7.12 Uhr: Neue Details zur Notunterkunft in Kursk: 84 Zivilisten konnten lebend aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Sudscha geborgen werden, erklärte der ukrainische Generalstab bei Telegram. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland vor, seine eigenen Zivilisten zu töten.

Ukraine-Krieg: Gleitbombe soll Notunterkunft in Kursk getroffen haben – „95 Menschen unter den Trümmern“

Update vom 1. Februar, 21.45 Uhr: In der von den ukrainischen Truppen kontrollierten Stadt Sudscha in der russischen Region Kursk wurden bei einem Schlag gegen ein Gebäude offenbar Dutzende Menschen verschüttet. „95 Menschen sind unter den Trümmern“, teilte der Sprecher der ukrainischen Militärkommandantur, Olexij Dmytraschkowskyj, in einem Video bei Facebook mit. Es handele sich um viele ältere Menschen.

Bei dem getroffenen Gebäude soll es sich um ein als Notunterkunft genutztes Internat handeln. Demnach soll eine russische Gleitbombe auf das Gebäude gefallen sein. Es gebe Stönen und Schreie unter den Trümmern, sagte Dmytraschkowskyj. Die ukrainischen Kräfte hätten mit den Such- und Rettungsarbeiten begonnen. Die Meldung lässt sich jedoch nicht unabhängig überprüfen. Eine offizielle Stellungnahme von russischer Seite gab es zunächst nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte auf der Plattform X ein Video, in dem ein stark beschädigtes Gebäude und Menschen in Notlagen zu sehen sind. Die russische Armee nehme auch auf eigene Zivilisten keine Rücksicht, sagte er.„Das ist ein Staat, der jeden Anstand verloren hat“, sagte Selenskyj.

Selenskyj will Sanktionsverstöße als Kriegsbeteiligung werten lassen

Update vom 1. Februar, 20.17 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Umgehung von Sanktionen als eine Ursache für den anhaltenden Terror Russlands beschrieben. „All diese Iskander, Kalibrs und anderen Tötungsmaschinen bestehen aus Hunderten, ja Tausenden von Bauteilen aus anderen Ländern. Ohne diese wichtigen Komponenten wäre Russland nicht in der Lage, das Leben anderer Menschen zu zerstören“, schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X.

Selenskyj forderte, dass es bei den Sanktionen gegen Russland „keine Schlupflöcher für die Belieferung Russlands mit wichtigen Komponenten für seine Verteidigungsindustrie“ geben dürfe. „Verstöße gegen Sanktionen müssen als Komplizenschaft im Krieg behandelt werden - wer Russland hilft, Leben zu zerstören, muss zur Rechenschaft gezogen werden.“

US-Beauftragter fordert Kiew zu Wahlen mitten im Ukraine-Krieg auf

Update vom 1. Februar, 19.25 Uhr: Die USA drängen die Ukraine, trotz des anhaltenden Ukraine-Kriegs Wahlen abzuhalten. Trumps Sondergesandter für die Ukraine und Russland, Keith Kellogg, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die meisten demokratischen Länder auch während eines Krieges Präsidentschafts- und Parlamentswahlen durchführen würden.

Update vom 1. Februar, 18.00 Uhr: Die Zahl der Toten nach einem russischen Angriff auf ein Wohngebäude in der ukrainischen Stadt Poltawa wurden vom staatlichen Notdienst nach oben korrigiert. Demnach seien bei dem Luftangriff nach aktuellem Kenntnisstand acht Personen getötet, berichtete Ukrainska Pravda. Unter den Getöteten soll sich auch ein Kind befinden.

Ukraine wehrt über 100 Drohnen aus Russland ab – Putins „Energieterror“ im Ukraine-Krieg

Update vom 1. Februar, 16.21 Uhr: Aufgrund des russischen Luftangriffes auf die Ukraine kam es laut der ukrainischen Netzbetreiber in sieben Oblasten zu Notstromschaltungen. Das sei als Vorsichtsmaßnahme zur Verhinderung eines Zusammenbruches des Stromnetzes entschieden worden. „Der Feind setzt seinen Energieterror fort“, zitiert der Kyiv Independent den ukrainischen Energieminister Herman Halushenko.

Update vom 1. Februar, 15.25 Uhr: Russland soll bei einem massiven Luftangriff auf die Ukraine insgesamt 165 Drohnen und Raketen eingesetzt haben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe. 117 Drohnen und eine ungenannte Zahl an Raketen seien durch die Luftverteidigung abgefangen worden.

Russland nimmt weiteres Dorf in Donezk ein

Update vom 1. Februar, 14.52 Uhr: Laut ZDF heute haben russische Truppen die Ortschaft Krymske in der ukrainischen Region Donezk eingenommen. Wie staatliche russische Nachrichtenagenturen berichtet haben sollen, habe Russland die ukrainische Gas- und Energieinfrastruktur angegriffen.

Update vom 1. Februar, 13.32 Uhr: In Kiew hat der ukrainische Geheimdienst (SBU) eigenen Angaben zufolge eine russische Agentin festgenommen. Diese habe geplant, einen Sprengstoffanschlag in der Nähe eines SBU-Gebäudes in der ukrainischen Hauptstadt durchzuführen. „Den Ermittlungen zufolge kontaktierte die Verdächtige im Dezember 2024 über eine Gruppe in einem Messenger einen Vertreter des russischen Geheimdienstes. Sie erklärte sich bereit, mit dem Feind zusammenzuarbeiten. Ihre Aufgabe war es, einen Terroranschlag zu verüben, der zu Opfern unter den SBU-Mitarbeitern führen sollte“, zitierte Ukrainska Pravda aus einem Bericht des SBU. Bei der Frau seien sieben Kilogramm TNT und ein Zünder sichergestellt worden.

Tote und Verletzte bei russischem Luftangriff auf die Ukraine

Update vom 1. Februar, 12.41 Uhr: Die Zahl der bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine getöteten Zivilisten hat sich mittlerweile auf neun erhöht. Laut den regionalen Behörden wurden zudem mindestens 36 Menschen verletzt, wie der Kyiv Independent berichtete. „Jeder derartige Terroranschlag beweist, dass wir mehr Unterstützung bei der Verteidigung gegen den russischen Terror benötigen. Jedes Luftabwehrsystem, jede Anti-Rakete ist ein Lebensretter“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als Reaktion auf die Angriffe auf Telegram.

Update vom 1. Februar, 11.00 Uhr: Russland hat die Ukraine erneut mit Raketen, Drohnen und Gleitbomben angegriffen. Mindestens sechs Zivilisten sind dabei gestorben. In Poltawa meldeten die Behörden drei Tote und zehn Verletzte, unter ihnen Kinder, nach dem Einschlag einer Rakete in einem Wohnhaus. In Sumy seien zwei Menschen getötet worden, teilten die Behörden mit. Auch in Charkiw sei ein Mensch gestorben – bei einem Drohnenangriff, teilte die Stadt mit. Schwere Schäden gab es auch in Saporischschja und Odessa. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „weiteren terroristischen Verbrechen“. 

Ukraine-Krieg: Drei Tote durch russische Luftangriffe in Poltawa

Update vom 1. Februar, 10.15 Uhr: Nach ukrainischen Angaben sind bei russischen Luftangriffen drei Menschen gestorben. Eine Rakete sei in einem Wohnhaus in der Stadt Poltawa eingeschlagen und habe mindestens zwei Menschen getötet und sieben verletzt, teilte das ukrainische Innenministerium mit. Eine Person ist nach Angaben des dortigen Bürgermeisters in der Stadt Charkiw bei einem Angriff gestorben.

Update vom 1. Februar, 8.40 Uhr: Die Zahl der getöteten und verletzten russischen Soldaten steigt weiter. In den vergangenen 24 Stunden soll Russland laut der ukrainischen Armeeführung 1430 Soldaten verloren haben. Insgesamt sollen seit Kriegsbeginn 839.040 russische Soldaten getötet oder verwundet worden sein. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Weitere Verluste im Überblick:

  • Drohnen: 23.694
  • Artilleriesysteme: 22.493
  • Panzer: 9902
  • Flugzeuge: 369
  • Kriegsschiffe und Boote: 28

Russischer Raketenangriff beschädigt historisches Zentrum von Odessa schwer.

Update vom 1. Februar, 6.00 Uhr: Bei einem russischen Raketenschlag sind in der südukrainischen Hafenstadt Odessa mindestens drei Menschen verletzt worden. Zwei Frauen und ein Junge seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte Gebietsgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Die Schwarzmeer-Stadt ist immer wieder Ziel russischer Luftschläge im Ukraine-Krieg.

Update vom 31. Januar, 20.58 Uhr: Russland hat seine Vorwürfe gegen ukrainische Soldaten wegen der angeblichen Tötung von Zivilisten in der westrussischen Region Kursk verschärft. Das russische Ermittlungskomitee teilte am Freitag mit, es ermittle inzwischen wegen der Tötung von „22 Bewohnern“ des Dorfes Russkoje Poretschnoje zwischen September und November 2024. Die Opfer seien in mehreren Kellern gefunden worden, unter ihnen seien acht Frauen, die vor ihrer Ermordung vergewaltigt worden seien. Kiew wies die Vorwürfe unterdessen zurück. Derweil ermittelt die ukrainische Staatsanwaltschaft selbst gegen Russland für Kriegsverbrechen.

Neue Drohne soll Kiew im Ukraine-Krieg einen Vorteil verschaffen

Update vom 31. Januar, 19.55 Uhr: Im Ukraine-Krieg will Kiew eine neue Drohne mit einer Reichweite von bis zu 2000 Kilometern einsetzten, wie der Kyiv Independent berichtet. Viel ist über die Drohne jedoch noch nicht bekannt, das ukrainische Militär hält sich mit Angaben zu der neuen Waffe bedeckt. In einem Statement des ukrainischen Militärs heißt es: „Die russische Propaganda behauptet ständig, solche Flugzeuge ‚abgeschossen‘ zu haben, doch Explosionen in militärisch-industriellen Komplexen, Raffinerien und Munitionsdepots lassen das Gegenteil vermuten.“

Update vom 31. Januar, 18.19 Uhr: Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte die ukrainische Militärführung, dass man seit drei Wochen keine Aktivität der nordkoreanischen Armee in Kursk verzeichnet habe. „In den vergangenen drei Wochen haben wir keine Aktivitäten oder bewaffneten Zusammenstöße mit den Nordkoreanern gesehen oder festgestellt.“ Weiter sagte der Sprecher der ukrainischen Spezialeinheiten: „Daher … glauben wir, dass sie sich aufgrund der schweren Verluste … zurückgezogen haben.“

Antrag der FDP zu Militärhilfen für die Ukraine wird im Bundestag beschlossen

Update vom 31. Januar, 17.00 Uhr: Der Bundestag hat im Streit um zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine in Höhe von drei Milliarden Euro einen Antrag der FDP gebilligt. Der Antrag soll schnell Klarheit über die Finanzierung der Militärhilfen schaffen. Neben der FDP stimmte auch die Union am Freitag zu. Die Regierungsfraktionen SPD und Grüne enthielten sich nach Absprache, sodass der Antrag gegen die Stimmen von AfD, BSW und Linke angenommen wurde.

Die Bundesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, dem Haushaltsausschuss „umgehend“ eine Vorlage für eine „überplanmäßige Ausgabe“ von bis zu drei Milliarden Euro für weitere Hilfsmaßnahmen für die Ukraine vorzulegen. Eine „parlamentarische Befassung und demokratische Abstimmung in dieser wesentlichen Frage“ dürfe nicht länger verzögert werden.

Update vom 31. Januar, 15.25 Uhr: Laut ukrainischen Angaben haben die russischen Streitkräfte den Stützpunkt des ukrainischen Roten Kreuzes in Slawjansk beschossen. Bei dem Angriff soll niemand verletzt worden sein, allerdings wurde das Gebäude schwer beschädigt, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet.

Update vom 31. Januar, 14.25 Uhr: Finnland will die Ukraine mit einem Militärpaket in Höhe von 198 Millionen Euro unterstützen. „Dieses Paket im Wert von fast 200 Millionen Euro wurde in enger Zusammenarbeit mit der Ukraine zusammengestellt. Wir leisten genau die Art von Unterstützung, die der Ukraine helfen wird, sich in einer akuten Situation an der Front zu verteidigen“, zitiert Kyiv Independent den finnischen Verteidigungsminister Antti Hakkanen aus einer Pressemitteilung. „Es liegt an uns Europäern, wie sich Europas Sicherheit weiterentwickelt. Die Sicherung der Unabhängigkeit und Verteidigungsfähigkeit der Ukraine ist im Moment das Wichtigste.“

Ukraine zerstört russischen Kommandoposten in Kursk

Update vom 31. Januar, 13.40 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge einen russischen Kommandoposten in der Region Kursk angegriffen. „Durch einen hochpräzisen und koordinierten Angriff wurde der feindliche Kontrollpunkt zerstört“, schrieb der Generalstab der Ukraine in einem Telegram-Beitrag. „Diese Operation ist Teil einer systematischen Anstrengung, feindliche Kommandoposten zu zerstören und ihnen die Fähigkeit zu nehmen, Kampfhandlungen und Logistik wirksam zu koordinieren.“

Update vom 31. Januar, 13.03 Uhr: Ein verdächtiges Schiff mit russischer Besatzung ist in der Ostsee festgesetzt worden. Die „Silver Dania“ steht im Verdacht, an der Beschädigung eines Unterseekabels zwischen Lettland und Schweden beteiligt gewesen zu sein, teilte die Polizei im nordnorwegischen Tromsö mit. Die Polizei durchsuche das Schiff aktuell. Der Frachter soll in Norwegen registriert sein, aber zwischen den russischen Städten St. Petersburg und Murmansk verkehren.

Nordkorea-Truppen in Russland verschwunden

Update vom 31. Januar, 12.57 Uhr: Bereits seit drei Wochen sollen keine nordkoreanischen Truppen mehr in der russischen Region Kursk gesichtet worden sein. Das teilte Oberst Alexander Kindratenko, ein Sprecher der ukrainischen Spezialeinsatzkräfte, laut Ukrainska Pravda mit. „Die Spezialeinsatzkräfte sprechen ausschließlich für die Gebiete, in denen unsere Einheiten eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang berichten wir, dass seit etwa drei Wochen keine nordkoreanischen Truppen mehr anwesend waren. Wahrscheinlich waren sie aufgrund schwerer Verluste zum Rückzug gezwungen“, so Kindratenko.

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Nach einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Wolgograd ist laut Behörden eine Raffinerie in Brand geraten. Das Feuer wurde schnell gelöscht, wie Gouverneur Andrej Botscharow mitteilte. Ein Arbeiter in der Raffinerie habe Verletzungen erlitten.

Auch in anderen Landesteilen Russlands kam es zu Schäden durch ukrainische Drohnen. Über sieben Regionen seien insgesamt 49 der unbemannten Fluggeräte abgewehrt worden. Den genauen Zeitraum der Angriffe nannte das Verteidigungsministerium in Moskau unter Präsident Wladimir Putin dabei nicht. Betroffen waren laut der Behörde neben Wolgorad, die grenznahen Gebiete Woronesch, Kursk, Belgorod, Rostow und Krasnodar, aber auch das nördlich von Moskau gelegene Jaroslawl.

Während die Kämpfe zwischen Russland und der Ukraine weiter anhalten, bemüht sich die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump um eine Lösung des Konflikts. US-Außenminister Marco Rubio nannte den Ukraine-Krieg im Podcast „The Megyn Kelly Show“ für alle Seiten unhaltbar. Er forderte die Kriegsparteien zu Verhandlungen auf, mahnte aber auch an, dass „beide Seiten etwas aufgeben“ müssten. Im Falle der Ukraine könnte das eine Aufgabe der von Russland besetzten Gebiete bedeuten. Putin lehnte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zuletzt ab.

„Zumindest haben wir einen Präsidenten, der erkennt, dass unser Ziel darin besteht, diesen Konflikt zu beenden, und zwar auf eine Art und Weise, die von Dauer ist, denn er ist unhaltbar, für alle Seiten“, so Rubio im Gespräch mit Moderatorin Megyn Kelly. Er vermute, dass nun auch Demokraten in den USA einsehen würden, „dass das, was wir finanziert haben, ein Patt ist, ein langwieriger Konflikt“. Russland drohe dir Ukraine mit dem bisherigen Vorgehen schrittweise zu zerstören.

Unsere aktuellen Karten zum Frontverlauf im Ukraine-Krieg zeigen die neuesten Entwicklungen im Krieg Russlands gegen die Ukraine. (nhi mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO / SNA

Kommentare