Ukraine-Konflikt

Ukraine: OSZE fordert, Angriffe auf Gotteshäuser einzustellen

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Blick auf eine noch intakte orthodoxe Kirche in Byschiw, einem Vorort von Kiew, inmitten von Trümmern

Vertreter des Europarats und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben Russland aufgerufen, Angriffe auf religiöse Stätten und Gotteshäuser in der Ukraine einzustellen.

Wien/Kiew -  «Wir sind entsetzt über die Zerstörung religiöser Stätten und Gotteshäuser: Kirchen, Synagogen und Moscheen», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Vertretern der OSZE und des Europarats. Diese seien für die vielfältigen Religionsgemeinschaften in der Ukraine lebenswichtig, «mehr denn je in Krisenzeiten». Man fordere Russland daher auf, derartige Zerstörungen einzustellen, die zusammen mit der «wahllosen Tötung von Zehntausenden Zivilisten» Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellten. Ende März hatte es aus Kiew geheißen, fast 60 Kirchen und Gotteshäuser anderer Religionen seien in der Ukraine durch den russischen Angriffskrieg zerstört oder beschädigt worden. Die weitaus meisten getroffenen Objekte seien orthodoxe Kirchen.

Viele russische Sprengfallen sind in der Ukraine verteilt

Russische Truppen sollen ukrainischen Angaben zufolge große Mengen an nicht explodierten Sprengvorrichtungen im Norden des Landes hinterlassen haben. Zehntausende nicht detonierter Granaten oder Minen seien in dem Gebiet, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videobotschaft in der Nacht zu Donnerstag. Die Minenräumung dauere an, Bewohnerinnen und Bewohner, die dorthin zurückkehrten, müssten äußerst vorsichtig und aufmerksam sein. Die militärische Lage, sagte Selenskyj weiter, unterscheide sich aktuell nicht wesentlich von der der vergangenen Tage. Russische Truppen verstärkten ihre Aktivitäten im Osten und im Süden. Sie versuchten, ihre Verluste auszugleichen, Bomben- und Artillerieangriffe gingen weiter. Sie wollten zudem Einwohner der Gebiete im Süden des Landes, die von russischen Truppen gehalten werden, für ihre Kräfte zu rekrutieren. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden. (dpa)

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