TRAMP-Projekt

Putins Super-Drohne: Erstes Video überzeugt so gar nicht

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Russland hat Nachholbedarf in der Drohnen-Produktion. Eine neue Drohne soll den Anfang machen. Erste Videos überzeugen bisher nicht.

Moskau - Sie sind aus dem modernen Kriegsgeschehen nicht mehr wegzudenken: Unbemannte Drohnen. Im Ukraine-Krieg griff Russland in der Vergangenheit vermehrt auf Systeme aus dem Iran zurück. Jetzt will Wladimir Putin für seine Armee Drohnen aus eigener Produktion bereitstellen.

„Ich bin sicher, dass wir in naher Zukunft eine ganze Familie von Drohnen (aus russischer Produktion - Anmrk. d. Red.) haben werden“, kündigte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, am Donnerstag (23. März) gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass an.

Drohnen in Russland: Moskau will auch unter Wasser unbemannt angreifen können

Zuvor hatte Russland bekannt gegeben, „ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Wärmebild-Aufklärungssystem mit großer Reichweite entwickelt“ zu haben, dessen Herzstück eine Drohne darstellt. Doch nicht nur am Himmel will sich Russland einen Vorteil durch unbemannte Systeme verschaffen.

  • Tramp-Drohne auf einen Blick:
  • Reichweite: 600 Kilometer
  • Geschwindigkeit: 195 km/h
  • Transportmöglichkeit: 250 Kilogramm
  • Volumen des Laderaumes: 2650 Liter
  • Quelle: Ria Novosti

Bereits im Januar hatte Tass davon berichtet, dass die russische Föderation die Produktion von nuklear gestützten Unterwasserdrohnen vom Typ Poseidon gestartet habe. Ein zuletzt veröffentlichtes Video zeigt erstmalig eine neu entwickelte Transportdrohne. Veröffentlicht wurden die Aufnahmen von der russischen Agentur Ria Novosti.

Video zeigt neue Drohne: Flugobjekt unterscheidet sich von herkömmlichen Drohnen

Das Video zeigt die Drohne, welche eher einer kleinen Propellermaschine ähnelt, wie sie über eine verschneite Landebahn rollt. Den Angaben von Ria Novosti zufolge, soll die Drohne imstande sein 250 kg Fracht in ihrem 2650 Liter großen Laderaum zu transportieren.

Aus dem Flugobjekt sollen auch Fallschirmsprünge möglich sein. Die ersten Flüge soll die Drohne im April absolvieren, wie Ria Novosti schreibt. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 195 km/h soll sie bis zu 600 Kilometer weit fliegen können. Ihre Flughöhe beträgt den Angaben zufolge lediglich drei Kilometer.

Russland setzt auf Drohnen: Erste Test der Tramp-Drohne laufen bereits

An Bord der Drohne befinden sich Radar-, optische, kartografische und andere Überwachungsgeräte. Derzeit sollen bereits erste Tests mit der Drohne erfolgen, bisher allerdings nur auf dem Rollfeld, wie die Nachrichtenagentur mitteilt. „Bisher (werden) eine Reihe von Läufen durchführen, ohne die Spur zu verlassen, um die berechneten Parameter zu verfeinern“, zitiert Ria Novosti eine Quelle aus der Verteidigungsindustrie.

Putins neue Drohne: Sie erinnert eher an ein Flugzeug.

Ein modularer Aufbau soll Reparaturen des Flugobjektes schnell ermöglichen. Ein Hauptfokus soll bei der Drohne, die zivil oder militärisch genutzt werden kann, darauf liegen, Aufgaben mit minimalen Kosten durchzuführen, wie Ria Novosti schreibt. (Lucas Maier)

Zur Abschreckung hat Polen seine HIMARS-Raketen direkt an der Grenze zu Russland aufgefahren.

Rubriklistenbild: © Screenshot Ria Novosti

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