Neue Ergebnisse

Jeder Fünfte für die AfD: Rechte Partei in nächster Umfrage vorn

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Die AfD-Spitze um die Bundeschefs Alice Weidel (r) und Tino Chrupalla (l) blickt auf das nächste gute Umfrageergebnis. Die Rechten stehen bei 20 Prozent.

Die AfD hält ihren Rekordwert in Umfragen bei 20 Prozent. Gleichzeitig ist die Bevölkerung unzufrieden mit Kanzler Olaf Scholz und CDU-Chef Friedrich Merz.

Berlin – Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde jeder Fünfte sein Kreuz bei der AfD machen. Die Rechtspopulisten kommen laut aktuellem RTL/ntv-Trendbarometer auf 20 Prozent. Die Forsa-Erhebung ist der höchste je vom Meinungsforschungsinstitut gemessene Wert, bei anderen Instituten hatte die AfD zuletzt ebenso 20 Prozent erreicht, etwa im ZDF-Politikbarometer. Damit ist die Partei, die teils vom Verfassungsschutz beobachtet wird, zweitstärkste Kraft.

SPD bleibt hinter AfD – Union verliert leicht

Umfragesieger bleibt die Union. Die CDU/CSU verliert im Vergleich zur letzten Erhebung jedoch einen Prozentpunkt und steht nun bei 24 Prozent. Die Kanzlerpartei SPD liegt hinter der AfD auf Rang drei mit unverändert 18 Prozent; drei Prozentpunkte vor dem grünen Koalitionspartner (15 Prozent, +1). Die FDP kommt als dritter Ampelpartner auf unveränderte sieben Prozent. Die Linke gewinnt zwar einen Prozentpunkt hinzu, würde mit vier Prozent aber aktuell die Fünf-Prozent-Hürde verpassen. Die sonstigen Parteien erreichen laut Forsa-Erhebung zehn Prozent.

Wenig Vertrauen in Scholz – Unzufriedenheit mit Merz

Die schlechten Umfragewerte der Ampelparteien spiegeln sich auch in der Zufriedenheit mit der Regierung wider. Etwas mehr als zwei Drittel der Befragten (68 %) haben zu Bundeskanzler Olaf Scholz weniger großes oder kein Vertrauen. Dem stehen 29 Prozent der Befragten gegenüber, die großes bis sehr großes Vertrauen in den SPD-Politiker setzen. Das größte Vertrauen genießt Scholz aus seiner Partei. 68 Prozent der SPD-Anhänger geben an, „(sehr) großes Vertrauen“ zu ihm zu haben. Das geringste Vertrauen haben außer den AfD-Anhängern (99 %) die Anhänger des Koalitionspartners FDP (89 %). Auch in der CDU/CSU besteht „weniger großes/kaum Vertrauen“ zum Bundeskanzler (80 %).

Aber nicht nur Scholz, sondern auch Oppositionsführer Friedrich Merz kommt in der Umfrage schlecht weg. 65 Prozent der Befragten sind mit Merz‘ Arbeit im Bundestag weniger oder gar nicht zufrieden. Rund ein Viertel (26 %) gibt an, mit ihm an der Spitze der CDU „(sehr) zufrieden“ zu sein. Bei den Unionsanhängern ist weniger als die Hälfte (46 %) mit Merz‘ Arbeit zufrieden, eine knappe Mehrheit (51 %) nicht zufrieden. 65 Prozent aller Befragten sowie 69 Prozent der CDU-Anhänger sehen in ihm jedoch nicht den Grund, dass die Partei im Augenblick kaum von der Schwäche der Bundesregierung profitiert – und stattdessen die AfD zulegt. (as)

Hinweis zur Umfrage: Die Daten zu den Parteipräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 11. bis 17. Juli 2023 erhoben. Datenbasis: 2.502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zu Friedrich Merz und Olaf Scholz wurden jeweils vom 14. bis 17. Juli 2023 erhoben. Datenbasis: 1.009 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

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