Sonntagsfrage

Neue Umfrage: Zwei Ampel-Parteien schwächeln – Union legt zu

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Würde am Sonntag gewählt, sähe die Bundesregierung wohl anders aus, jedenfalls laut aktueller Forsa-Umfrage. Schlechte Aussichten für manche Ampel-Parteien.

Berlin – Wie wäre der Deutsche Bundestag besetzt, würde am Sonntag gewählt? Dieser Frage gehen Meinungsforschungsinstitute wie Forsa, Insa oder dimap regelmäßig nach. Am Dienstag (19. März) veröffentlichte das Institut Forsa seine Ergebnisse zur sogenannten „Sonntagsfrage“, die Forsa Wählerinnen und Wählern für ntv und RTL stellt. Neben den Zustimmungswerten für die Ampel-Parteien haben sich auch die Anzahl der Stimmen für die Union seit der letzten Umfrage vor einer Woche verändert.

Froh um ihren jetzigen Platz im Bundestag müsste die FDP bei einem Blick auf die Ergebnisse sein. Würde der Bundestag in dieser Woche gewählt, würde die FDP, laut Ergebnissen der Forsa-Umfrage, nicht mehr im Bundestag sitzen, berichtete ntv. Mit vier Prozent der Stimmen würde die Partei genau wie die Freien Wähler und die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Das Bündnis Sahra Wagenknecht würde den Umfrageergebnissen zufolge mit fünf Prozent knapp den Einzug in den Bundestag schaffen.

Die Köpfe der Ampel-Koalition: Christian Lindner (links), Robert Habeck (Mitte) und Olaf Scholz im Bundestag. (Archivfoto)

Ebenso wie die FDP haben auch die Grünen in der Umfrage einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche verloren, berichtete ntv. Die Partei liege demnach bei 13 Prozent. Um einen Prozentpunkt verbessern konnten sich laut Forsa-Ergebnissen sowohl SPD als auch Union. Die Union liege damit bei 31 Prozent der Stimmen und hat in der Umfrage demnach mehr Stimmen erhalten, als SPD und Grüne zusammen. Die SPD liegt dabei bei 16 Prozent.

Die AfD liegt in der Umfrage immer noch vor den Ampelparteien. Zuletzt hat die Zustimmung für die Partei jedoch abgenommen. Noch im Dezember 2023 lag die Partei in Umfragewerten bei 23 Prozent.

ParteiUmfrage-Ergebnis (in Prozent)
CDU/CSU31
AfD17
SPD16
Grüne13
BSW5
FDP4
Linke3
FW3
Sonstige8

Durchschnitt der Umfrageergebnisse: Union führt, gefolgt von AfD

Die Umfragen der verschiedenen Meinungsforschungsinstitute unterscheiden sich meist nicht gravierend, vereinzelt jedoch um ein paar Prozentpunkte. So steht beispielsweise die Union in der Sonntagsfrage von Insa 1,5 Prozentpunkte schlechter da, als in der von Forsa. Bei der Zustimmung für die AfD ist es umgekehrt. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berechnet daher regelmäßig den Durchschnitt aus vergangenen zehn Umfragen.

Wie auch bei Forsa stelle die Union gefolgt von der AfD demzufolge die stärkste Kraft dar. Die FDP würde auch im Durchschnitt der Umfragewerte mit 4,9 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen, wenn auch knapper als in den Forsa-Ergebnissen.

Umfrageergebnisse Landtagswahlen im Osten: AfD führt in allen drei Bundesländern

Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen zeichne sich den Berechnungen des Redaktionsnetzwerks zufolge ein anderes Bild ab. 2024 wird in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gewählt. In allen drei Bundesländern liegt die AfD jeweils gefolgt von der Union den Umfragen zufolge vorne. (pav)

Hinweis: Die Daten wurden vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 12. bis 18.03.2024 erhoben. Datenbasis waren 2500 Befragte. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Rubriklistenbild: © Political-Moments/Imago

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