Ukraine-Konflikt

Unesco kauft Helme und kugelsichere Westen für Journalisten

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Das Unesco-Logo am Hauptsitz in Paris

125 Helme und kugelsichere Westen mit dem Aufdruck «Presse» stellt die Unesco stellt für Journalisten in der Ukraine bereit.

Paris - Außerdem sollen Lehrgänge zur Arbeit in Krisenregionen organisiert werden, teilte die Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Paris am Donnerstag mit. «Jeden Tag riskieren Journalisten und Medienschaffende in der Ukraine ihr Leben, um die Menschen vor Ort und die ganze Welt über die Realität dieses Krieges zu informieren», sagte Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay. «Wir sind entschlossen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um sie zu unterstützen und zu schützen.»

Die Unesco sicherte außerdem finanzielle Unterstützung für eine Hotline zu, die der ukrainische Journalistenbund rund um die Uhr betreibt, um Journalisten an den Kriegsschauplätzen mit Rat und Hilfe für eine mögliche Evakuierung beiseite zu stehen. Außerdem unterstützt die Unesco den Umzug zweier ukrainischer Journalistenverbände in Räumlichkeiten in Polen.

UN dokumentieren Tod von 780 Zivilisten in der Ukraine

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat seit dem Einmarsch russischer Truppen den Tod von 780 Zivilisten in der Ukraine dokumentiert.. Unter ihnen waren 58 Kinder und Jugendliche, wie das Büro am Donnerstag in Genf mitteilte. Am Vortag waren es noch insgesamt 726 Tote. Dem Büro lagen zudem verifizierte Informationen über 1252 Verletzte vor. Am Vortag waren es 1174. Russland hatte am 24. Februar seinen Angriff auf die Ukraine begonnen. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, betont stets, dass die tatsächlichen Zahlen mit Sicherheit deutlich höher liegen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bräuchten oft Tage, um Opferzahlen zu überprüfen. Das Hochkommissariat gibt nur Todes- und Verletztenzahlen bekannt, die es selbst unabhängig überprüft hat.

«Die meisten Opfer unter der Zivilbevölkerung wurden durch den Einsatz von Explosivwaffen mit großer Reichweite verursacht, darunter durch den Beschuss mit schwerer Artillerie und mit Raketenwerfern sowie durch Raketen- und Luftangriffe», teilte Bachelets Büro mit. (dpa)

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