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Jens Kiffmeier
Paula Völkner
Nils Thomas Hinsberger
Bedrettin Bölükbasi
Daniel Dillmann- Tadhg Nagel
Beim Trump-Treffen mit Selenskyj in Washington kommt es zum Eklat. Die Fronten sind verhärtet. Der britischer Premier verspricht Selenskyj Hilfe. Der News-Ticker.
Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker.
Update vom 2. März, 07.24 Uhr: Einen Tag nach dem Eklat im Weißen Haus hat Großbritannien der Ukraine einen Kredit über 2,74 Milliarden Euro zur Stärkung seiner Verteidigung gewährt. Die beiden Finanzminister Rachel Reeves und Serhii Marschenko unterzeichneten die Vereinbarung am Samstag in einer Online-Zeremonie. Der Kredit sei ein Zeichen der „unerschütterlichen Unterstützung für das ukrainische Volk“, hieß es. Zuvor hatte der britische Premierminister Keir Starmer den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj betont herzlich in London empfangen.
Selenskyj kündigte im Onlinedienst X an, mit dem Geld weitere Waffen in der Ukraine zu produzieren. Spannend: Gegenüber den Briten tat er gleich mehrfach, was die USA ihm am Tag zuvor vorwarfen, nie zu tun: Sich bedanken. „Ich bin dem Volk und der Regierung des Vereinigten Königreichs für ihre große Unterstützung von Anfang an in diesem Krieg dankbar“, schrieb er im Kurznachrichtendienst. Ein heimlicher Konter in Richtung der US-Spitzen? Beim Treffen in Washington hatte Trumps Vize J.D. Vance Selenskyj noch vorgeworfen, er sei respektlos und provokant gefragt, ob er sich einmal für die Hilfe der USA im Ukraine-Krieg bedankt habe.
Als Selenskyj am Samstag in der Downing Street 10 ankam, wurde er von zahlreichen Umstehenden bejubelt. Starmer umarmte ihn zur Begrüßung und sagte: „Sie sind sehr, sehr willkommen hier in Downing Street“. Er fügte hinzu: „Und wie Sie draußen auf der Straße gehört haben, haben Sie die volle Unterstützung des gesamten Vereinigten Königreichs, und wir stehen an Ihrer Seite, der Seite der Ukraine, so lange es auch dauern mag.“
Starmer betonte, beide wollten „einen dauerhaften Frieden für die Ukraine erreichen, der auf Souveränität und Sicherheit für die Ukraine beruht - so wichtig für Europa und so wichtig für das Vereinigte Königreich“. Selenskyj antwortete, er habe die hunderten Anhänger gesehen, die sich vor der Downing Street versammelt hatten. „Ich möchte Ihnen, den Bürgern des Vereinigten Königreichs, für die große Unterstützung seit Beginn des Krieges danken.“
Update, 22.54 Uhr: Nach dem Vorfall im Weißen Haus beraten europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Führungsspitzen von EU und Nato am Sonntag, dem 2. März, in London über die Situation in der Ukraine und den US-Vorschlag für Friedensgespräche. Auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau plant, an diesen Gesprächen teilzunehmen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. In Großbritannien wird Trudeau unter anderem auf Bundeskanzler Olaf Scholz, den britischen Premierminister Keir Starmer, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie die Spitzen von EU und Nato treffen.
Das Gipfeltreffen war bereits seit einiger Zeit vorgesehen, gewinnt jedoch durch den Vorfall zwischen US-Präsident Donald Trump und Selenskyj am Freitag im Weißen Haus an zusätzlicher Bedeutung. Kanada, ein Nato-Mitglied, gehört zu den westlichen Unterstützern der Ukraine, die von Russland angegriffen wird. Nach dem Vorfall im Weißen Haus bekräftigte Trudeau erneut Kanadas fortwährende Unterstützung für die Ukraine.
Update, 21.06 Uhr: Nach dem Streit mit Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus fordert US-Präsident Donald Trump weiterhin eine öffentliche Entschuldigung. Laut dem US-Nachrichtensender Bloomberg erklärte Trump, dass die Beziehungen erst dann normalisiert werden könnten, wenn der ukrainische Präsident sich entschuldigt habe. Bereits am Freitag hatte er eine ähnliche Forderung erhoben.
Obwohl Selenskyj nach dem Konflikt im Oval Office versöhnliche Töne anschlug und mehrfach seine Dankbarkeit für die Unterstützung der USA im Ukraine-Krieg äußerte, hat er bislang eine offizielle Entschuldigung abgelehnt. Im Gegensatz zum Treffen im Weißen Haus verlief das Gespräch zwischen Starmer und Selenskyj harmonisch.
Nach Eklat im Weißen Haus: Starmer stellt sich demontrativ an die Seite der Ukraine
Update, 20.49 Uhr: Bei einem kurzen Treffen in London versicherte der britische Premierminister Keir Starmer der Ukraine seine fortwährende Unterstützung. Trotz des Vorfalls mit Donald Trump im Weißen Haus betonte der Brite, dass Großbritannien weiterhin an der Seite der Ukraine stehen werde. Wie die BBC berichtete, sprach Starmer von einer „unerschütterlichen Entschlossenheit“, um einen dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen. Selenskyj dankte Starmer laut Bericht für seine Unterstützung und sagte: „Wir sind froh, solche Partner und solche Freunde zu haben.“ Zum Abschied winkten sich die beiden Staatschefs demonstrativ zu.
Update, 17.12 Uhr: Klare Ansage der Nato: Nach dem Eklat im Weißen Haus hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, seine Beziehung zu US-Präsident Donald Trump zu kitten. „Was ich Präsident Selenskyj gesagt habe, war: ‚Lieber Wolodymyr, ich glaube, Du musst einen Weg finden, Deine Beziehung zu Donald Trump und der US-Regierung wiederherzustellen‘“, sagte Rutte am Samstag dem britischen Sender BBC. Die Ukraine, die USA und Europa müssten zusammenhalten, damit in der Ukraine ein dauerhafter Frieden Einzug halten könne, fügte der Nato-Generalsekretär. Selenskyj und US-Präsident Trump waren am Freitag in Washington heftig aneinandergeraten.
Nach Eklat im Weißen Haus: Orban fordert EU zu Verhandlungen mit Putin auf
Update, 16.45 Uhr: Der Vorfall im Weißen Haus hat auch in Europa die Diskussion über den Ukraine-Konflikt angeheizt. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban forderte nun direkte Verhandlungen mit Russland, um einen Waffenstillstand zu erreichen. In einem Schreiben an EU-Ratspräsident António Costa, das von der Nachrichtenagentur dpa zitiert wurde, betonte er, die EU solle dem Beispiel der USA folgen.
Er wies darauf hin, dass es „strategische Unterschiede in unserem Ansatz gegenüber der Ukraine, die nicht durch Entwürfe oder Kommunikation überbrückt werden können“, gebe. Orban, der als einer der wenigen Unterstützer Putins gilt, warnte, dass er beim bevorstehenden Ukraine-Gipfel am kommenden Donnerstag den Positionen der EU nicht zustimmen könne. Unterdessen forderte Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni einen Krisengipfel zwischen der EU und den USA.
Nach Eklat im Oval Office: Starmer versucht bei Treffen mit Selenskyj die Wogen zu glätten
Update, 13.32 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird nach seinem Treffen mit Donald Trump in Washington schon heute in London erwartet. Am Nachmittag soll Selenskyj mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in dessen Amtssitz in der Downing Street zusammenkommen, so das Büro von Starmer laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits für Sonntag hatte Starmer ein größeres Treffen mit mehreren führenden europäischen Politikern in London angekündigt, an dem auch Selenskyj teilnehmen werde.
Auch Starmer hatte Trump in Washington getroffen und dabei hinsichtlich notwendiger Sicherheitsgarantien für die Ukraine eine andere Ansicht als der US-Präsident. Bei dem Treffen am Sonntag wird der britische Premier Bundeskanzler Olaf Scholz und anderen europäischen Politikern über die Gespräche mit Trump berichten. Bei einem Treffen am Sonntag gehe es dann auch um die weitere Abstimmung der Partner und Verbündeten bei der Unterstützung der Ukraine, mögliche Friedensverhandlungen und Fragen der Sicherheit in Europa, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin.
Nach Eklat im Weißen Haus: Putins Außenministerin beleidigt Selenskyj als „Drecksack“
Update, 10.21 Uhr: Während westliche Verbündete sich hinter Wolodymyr Selenskyj stellen und der Ukraine ihre Unterstützung zusichern, freut sich Moskau über den Eklat im Weißen Haus. Aus dem Kreml war infolge des öffentlichen Angriffs von Donald Trump und JD Vance gegen Selenskyj Genugtuung zu vernehmen.
Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, äußerte sich auf Telegram. Sie erklärte, Trump habe sich gegenüber dem „Drecksack Selenskyj“ zurückgehalten, da er Selenskyj nicht körperlich angegriffen habe. Kirill Dmitrijew, der als russischer Unterhändler bei den Gesprächen zwischen den USA und Russland Mitte Februar fungierte, beschrieb die Konfrontation der beiden Staatsoberhäupter laut Bericht der Nachrichtenagentur AFP als „historisch“.
Update vom 1. März, 00.20 Uhr: In einem Interview mit dem Sender Fox News weigerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gegen eine direkte Entschuldigung nach dem Eklat mit US-Präsident Donald Trump. Auf eine Frage sagte er, er respektiere Trump und das amerikanische Volk, allerdings müsse man „offen und ehrlich“ sein. „Ich bin mir nicht sicher, dass wir etwas Falsches gemacht haben“, sagte Selenskyj. Er betonte, er sei immer dankbar für die Unterstützung von Trump und Kongress gewesen. Mit Blick darauf, ob der Schlagabtausch womöglich geplant war, sagte er zuerst „Ich weiß es nicht“, auf erneute Nachfrage schließlich: „Ich denke nicht, ich denke, es war einfach nur eine harte Situation.“ Der Schlagabtausch sei „nicht gut“ gewesen.
Update, 23.50 Uhr: Der amerikanische Präsident Donald Trump betonte gegenüber Reportern vor dem Weißen Haus, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wolle zurück ins Weiße Haus. Allerdings, sagte Trump, könne er dies noch nicht zulassen. Für eine Wiederaufnahme der Gespräche müsse er sagen, dass er Frieden wolle, statt sich über Kreml-Chef Wladimir Putin zu beschweren.
Update, 21.15 Uhr: In einem Statement hat das Weiße Haus mitgeteilt, dass US-Präsident Donald Trump und sein Vize JD Vance sich „stets für die Interessen des amerikanischen Volkes und derjenigen einsetzen, die die Stellung der Vereinigten Staaten in der Welt respektieren“. Sie würden nicht zulassen, dass „das amerikanische Volk ausgenutzt wird“.
Update, 20.36 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat trotz der teilweise intensiven Diskussionen mit dem US-Präsidenten Donald Trump seinen Dank ausgesprochen. Auf X schrieb Selenskyj: „Danke Amerika, danke für deinen Support, danke für diesen Besuch“.
Er bedankte sich zudem bei „dem POTUS (Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Anm. d. R.), dem Kongress und der amerikanischen Bevölkerung. Die Ukraine braucht einen gerechten und anhaltenden Frieden und wir arbeiten genau dafür.“
Update, 20.25 Uhr: Lars Klingbeil, SPD-Vorsitzender und SPD-Fraktionsvorsitzender, hat mit Blick auf das gescheiterte Treffen zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj eine stärkere EU gefordert. „Das Verhalten der US-Regierung zeigt einmal mehr, dass Europa seine Zukunft stärker in eigene Hände nehmen muss“, schrieb er auf X. „Wir müssen gemeinsam auf allen Ebenen stärker werden. Deutschland muss und wird vorangehen. Auch, um der Ukraine zu helfen.“
Update, 19.59 Uhr: Der Kreml scheint den Konflikt zwischen Trump und Selenskyj als Erfolg zu betrachten. Dmitri Medwedew, ein enger Vertrauter Putins, äußerte sich auf Telegram: „Eine brutale Standpauke im Oval Office. Trump sagte dem Kokain-Clown zum ersten Mal die Wahrheit ins Gesicht: Das Kiewer Regime spielt mit dem Dritten Weltkrieg.“
Medwedew hetzte weiter: „Und das undankbare Schwein bekam von den Besitzern des Schweinestalls eine kräftige Ohrfeige. Das ist nützlich. Aber das ist nicht genug – wir müssen die Militärhilfe für die Nazi-Maschinerie beenden.“
Update, 19.47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde von US-Präsident Donald Trump aus dem Weißen Haus geschickt, berichtete die Washington Post. Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten über ein Rohstoffabkommen sind damit gescheitert. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses erklärte gegenüber Reportern von RCP, dass „nichts unterschrieben wird“.
Update, 19.42 Uhr: Donald Trump hat wohl eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgesagt. Das teilte der CBS-Journalist Scott McFarlane auf X mit. Zuvor hat der US-Präsident in einem Statement angekündigt, dass Selenskyj zurückkommen könne, wenn dieser an einem Frieden im Ukraine-Krieg interessiert sei.
Update, 19.37 Uhr: Das Treffen im Weißen Haus zwischen Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist offenbar gescheitert. In einer Erklärung auf Truth Social äußerte der US-Präsident: „Wir hatten heute ein sehr bedeutsames Treffen im Weißen Haus. Wir haben viel gelernt, was ohne Gespräche unter solchem Druck und Feuer nie verstanden werden könnte.“
Er erklärte: „Es ist erstaunlich, was durch Emotionen zum Vorschein kommt, und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Präsident Selenskyj nicht bereit für Frieden ist, wenn Amerika beteiligt ist, weil er glaubt, dass unsere Beteiligung ihm einen großen Vorteil bei den Verhandlungen verschafft.“ Trump betonte weiter: „Ich will keinen Vorteil, ich will FRIEDEN. Er hat die Vereinigten Staaten von Amerika in ihrem geschätzten Oval Office respektlos behandelt. Er kann zurückkommen, wenn er bereit für Frieden ist.“
Update, 19.19 Uhr: Laut dem US-Präsidenten Donald Trump wolle der russische Präsident Wladimir Putin einen „Deal“ im Ukraine-Krieg machen. An den ukrainischen Präsidenten gerichtet sagte Trump: „Ich glaube, du wärst kein starker Mann ohne die Vereinigten Staaten“. Während eines Treffens im Weißen Haus fügte er hinzu: „Entweder machst du einen Deal, oder wir sind raus. Und wenn wir raus sind, kämpfst du es aus. Ich glaube nicht, dass das schön wird“.
Update, 19.10 Uhr: Auf die Frage, was passieren würde, wenn Russland sich nicht an einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg halten würde, antwortete Trump: „Was, wenn jetzt eine Bombe auf deinen Kopf fällt?“ Russland habe ein solches Abkommen unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden gebrochen, weil Wladimir Putin diesen nicht respektiert habe. „Aber sie respektieren mich“, so Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus.
„Sie spielen mit dem Dritten Weltkrieg“ – Trump feuert heftig gegen Selenskyj
Update, 19.03 Uhr: „In diesem Moment zocken Sie mit Millionen von Leben“, geht Trump Selenskyj bei einem Treffen im Oval Office an. „Sie spielen mit dem Dritten Weltkrieg“, so der US-Präsident weiter.
Update, 18.51 Uhr: Bei dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus wurde es schnell hitzig. US-Präsident Donald Trump warf Selenskyj vor, ohne die Militärhilfen der USA den Krieg längst verloren zu haben. Als Selenskyj anmerkte, dass auch der russische Präsident Wladimir Putin dieser Vorhersage bemühte, merkte Trump an: „Es wird sehr schwer, so Geschäfte zu machen“.
Trump und sein Vize JD Vance warfen Selenskyj zudem vor, nicht dankbar für die Hilfen aus den USA zu sein. „Sie müssen dankbar sein“, so Trump. Der ukrainische Präsident würde sich allerdings gegen eine Feuerpause im Ukraine-Krieg wehren, so der US-Präsident. „Wenn ihr jetzt eine Waffenruhe bekommen könnt, rate ich euch, es zu anzunehmen, damit die Kugeln aufhören zu fliegen.“
Update, 18.40 Uhr: Der US-Vizepräsident JD Vance äußerte offenbar Kritik am Verhalten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj während dessen Besuchs im Oval Office. Shelby Talcott, Korrespondentin der Nachrichtenseite Semafor, berichtete darüber in einem Beitrag auf X. Vance soll gesagt haben, es sei „respektlos, dass Selenskyj ins Oval Office kommt und vor den amerikanischen Medien prozessiert“.
Vance richtete sich weiter an Selenskyj und fragte: „Haben sie einmal danke gesagt? Sie sind nach Pennsylvania gereist, um für die Opposition zu werben.“
Trump bekennt sich bei Treffen mit Selenskyj zur Nato
Update, 18.20 Uhr: Donald Trump hat sich bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Nato bekannt. „Wir fühlen uns der Nato verpflichtet“, so Trump im Weißen Haus. Jedoch müsse die EU ihre Ausgaben für die Verteidigung deutlich steigern. Die Finanzierungen der EU für deren Militär müsse „mindestens gleich“ mit denen der USA sein. „Warum investieren die USA so viel mehr, wir haben einen Ozean zwischen uns?“, so Trump weiter.
Update, 18.10 Uhr: Donald Trump hat bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt, seine Wahl zum US-Präsidenten habe womöglich einen Dritten Weltkrieg verhindert. „Ich hoffe, man erinnert sich an mich als einen Friedensbringer“, so Trump im Weißen Haus. „Wissen Sie, das (der Ukraine-Krieg, Anm. d. R.) könnte zu einem Dritten Weltkrieg führen.“
„Fairer Deal“ – Trump spricht mit Selenskyj über Rohstoffabkommen in der Ukraine
Update, 18.06 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington als „Ehre“ bezeichnet. Das geplante Rohstoffabkommen mit der Ukraine nannte Trump in einer Ansprache im Weißen Haus gegenüber Reportern einen „fairen Deal“. Er schätze die anstehende Zusammenarbeit zur Förderung seltener Erden in der Ukraine. Das Abkommen soll nach einem gemeinsamen Mittagessen unterzeichnet werden.
Trump ging auch darauf ein, dass im Zuge der Vereinbarung ein Friedensabkommen mit Russland umgesetzt werden könne. Dazu habe er auch Gespräche mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin geführt. An Selenskyj gerichtet sagte Trump weiter, dass er Respekt vor der Leistung der Ukrainer habe. Doch nun wolle man „es zu Ende bringen“.
Selenskyj trifft im Weißen Haus ein – Trump empfängt ukrainischen Präsidenten persönlich
Update, 17.23 Uhr: Wolodymyr Selenskyj ist im Weißen Haus in Washington eingetroffen. Donald Trump, der Präsident der USA, hat den ukrainischen Präsidenten persönlich empfangen. Während des Besuchs sollen beide vermutlich über ein Abkommen zur Förderung von Bodenschätzen in der Ukraine sprechen.
Erstmeldung vom 27. Februar: Washington, D.C. – Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump treffen sich erstmals, seit Trump erneut das Amt des US-Präsidenten übernommen hat. Die Themenliste ist lang: Der Ukraine-Krieg dauert bereits drei Jahre an und weder ein konkretes Friedensabkommen noch ein Waffenstillstand sind derzeit auf dem Tisch.
Selenskyj trifft Trump in Washington: Zukunft der US-Hilfe im Ukraine-Krieg bleibt weiter ungewiss
Die Ukraine kann seit dem Angriff der russischen Truppen unter Präsident Wladimir Putin weiterhin Widerstand leisten, was vor allem der westlichen Militärhilfe zu verdanken ist, die Selenskyj und sein Land seit 2022 erhalten haben. Finanzielle Unterstützung, Munition und moderne Waffensysteme ermöglichen es den ukrainischen Soldaten, sich gegen den zahlenmäßig überlegenen Gegner zu verteidigen und der russischen Armee erhebliche Verluste zuzufügen.
Donald Trump hatte jedoch bereits im Wahlkampf vor der US-Wahl die Hilfen für die Ukraine infrage gestellt. Nach seinem Wahlsieg und dem Amtsantritt im Weißen Haus sagte er das Ende der US-Unterstützung voraus. Stattdessen wolle er ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine anstreben, erklärte der neue US-Präsident.
Ein erstes Treffen von Delegationen aus den USA und Russland in Riad, Saudi-Arabien, sollte mögliche Verhandlungen vorbereiten. Vertreter der Ukraine und der Europäischen Union waren zu diesem Treffen nicht eingeladen.
Selenskyj in Washington: Alle infos zum Besuch bei Trump
Selenskyj warb lange um mehr US-Hilfe: Kann die Ukraine weiterhin auf Washington zählen?
Selenskyj kann dennoch auf US-Unterstützung im Ukraine-Krieg hoffen, was vor allem an den wertvollen Rohstoffen der Ukraine liegt. Insbesondere die Seltenen Erden im Boden des Landes haben Trumps Interesse geweckt. Selenskyj bot den USA in einem Friedensplan exklusive Schürfrechte im Austausch gegen Sicherheitsgarantien an.
Von amerikanischer und ukrainischer Seite heißt es jetzt, man habe einen Entwurf ausgearbeitet. Offenbar soll die Unterzeichnung während des US-Besuchs von Selenskyj erfolgen. Besonders die US-Seite weist darauf hin. Kurz vor dem Treffen mit Selenskyj bestätigte der US-Präsident, dass bereits eine Einigung erzielt und ein Rohstoffabkommen ausgearbeitet worden sei. Es fehle nur noch Selenskyjs Unterschrift, die er am Freitag leisten solle.
Selenskyj widersprach dieser zu optimistischen Darstellung von Trump. Zwar gebe es einen Rahmen für ein mögliches Abkommen zwischen den USA und der Ukraine über Rohstoffe und Unterstützung, doch viele Details müssten noch geklärt werden, bevor der Deal abgeschlossen werden könne. Das Treffen zwischen Trump und Selenskyj in Washington am Freitag dürfte dafür die beste Gelegenheit bieten.
Rubriklistenbild: © Kin Cheung / dpa





