Aus Heimat vertrieben

Unicef: Seit Beginn der Machtkämpfe mussten etwa 386 000 Kinder fliehen

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Seit im Sudan die Gewalt ausgebrochen ist, mussten etwa 386 000 Kinder ihre Heimat verlassen

Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind seit Ausbruch der Gewalt im Sudan rund 368 000 Kinder vertrieben worden. Etwa 82 000 mussten in die umliegenden Nachbarländer fliehen.

Khartum/New York - In einer Mitteilung am Freitag forderte die Organisation die internationale Gemeinschaft auf, mehr Hilfe für Kinder aus dem Sudan zur Verfügung zu stellen. «Der brutale Konflikt im Sudan hat katastrophale Auswirkungen für Kinder», sagte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell. Tausende hätten schwere traumatische Ereignisse erlebt. Ihre Lage sei nach wie vor prekär.

In dem nordostafrikanischen Land war am 15. April ein lange schwelender Machtkampf gewaltsam eskaliert. Die Armee unter dem Kommando von De-facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan kämpft gegen die paramilitärischen Einheiten seines Vizes Mohammed Hamdan Daglo. Die beiden Generäle hatten sich 2021 gemeinsam an die Macht geputscht. Vereinbarte Waffenruhen wurden mehrfach gebrochen. UN-Angaben zufolge starben in dem Konflikt bislang mindestens 604 Menschen, 5100 wurden verletzt. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen. (dpa)

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