Wegen des russischen Angriffskriegs gibt es nach UN-Angaben mehr als 7,7 Millionen Binnenvertriebene in der Ukraine.
New York in den USA - Die meisten von ihnen seien aus der Ostukraine in andere Landesteile geflohen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag mit. Insgesamt 2,85 Millionen Binnenvertriebene suchten demnach im Westen der Ukraine Zuflucht.
Zudem flohen seit dem Beginn der Invasion am 24. Februar mehr als fünf Millionen Menschen außer Landes. Die Zahl der Flüchtlinge stieg zuletzt deutlich langsamer, als in den ersten Kriegswochen, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen 24 Stunden verließen demnach knapp 51.000 Menschen die Ukraine.
Die Gesamtzahl der seit Ende Februar geflohenen Ukrainer gibt das UNHCR mit 5.085.360 an. Nach Angaben der IOM, die ebenfalls zur UN gehört, sind zudem mehr als 218.000 Menschen anderer Staatsangehörigkeit in die Nachbarländer der Ukraine geflohen. Dabei handle es sich in erster Linie um Studenten und ausländische Arbeiter.
Im April sind laut UNHCR bislang knapp über eine Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Im März waren es demnach rund 3,4 Millionen. Bei 90 Prozent der ins Ausland Flüchtenden handelt es sich um Frauen und Kinder, da Männer zwischen 18 und 60 Jahren die Ukraine derzeit nicht verlassen dürfen.
Knapp zwei Drittel der Menschen sind nach UN-Angaben nach Polen geflüchtet. Manche reisen von dort in andere Staaten weiter. Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes vom Donnerstag haben zudem seit Ende Februar 779.000 Menschen die Grenze zur Ukraine überschritten.
Vor dem russischen Einmarsch lebten in der Ukraine 37 Millionen Menschen in den von der Regierung kontrollierten Gebieten - die von Russland annektierte Halbinsel Krim und die prorussischen Separatistengebiete in der Ostukraine nicht mitgerechnet. pe/bfi