US-Armee „sehr besorgt“: Trumps Minister Hegseth ruft alle Top-Militärs zu mysteriösem Treffen
VonRichard Strobl
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Donald Trumps Verteidigungsminister zwingt Hunderte, weltweit stationierte hohe US-Militärs zu einem Treffen. Es herrscht Verwirrung und Besorgnis.
Washington – Von „Verwirrung und Besorgnis“ im US-Militär schreibt aktuell die Washington Post. Hintergrund ist ein kurzfristig anberaumter Termin von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er hat Hunderte Generäle und Admirale angewiesen, nächste Woche in den USA zu erscheinen.
Dem Bericht der US-Zeitung nach hat der Minister von Donald Trump das Treffen auf einem Stützpunkt des Marine Corps in Virginia kurzfristig und ohne Angabe von Gründen oder Inhalten anberaumt. Verschickt wurde die Anweisung zu erscheinen demnach an „praktisch alle obersten Militärkommandeure weltweit“. Es handelt sich demnach um eine höchst ungewöhnliche Aktion.
Trump-Minister Hegseth ruft fast alle hohen US-Militärs zu mysteriösem Treffen
Ein Pentagonsprecher bestätigte am Donnerstag, dass Hegseth in der kommenden Woche „vor seinen hochrangigen Militärs sprechen“ werde. Doch auch hier gab es keine Details zu Inhalten.
Dem Bericht nach gibt es aktuell knapp 800 Generäle und Admiräle in der US-Armee. Sie sind verteilt über die USA und dutzende andere Länder und Zeitzonen. Nach Insiderangaben gilt Hegseths Befehl, zu dem Termin zu erscheinen, für alle hochrangigen Offiziere mit dem Rang eines Brigadegenerals oder höher oder einem gleichwertigen Rang in der Marine, die in Kommandopositionen dienen, sowie für die obersten Unteroffiziere. Diesen Offizieren unterstehen im Normalfall Hunderte oder sogar Tausende einfache Soldaten.
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Somit müssen auch hochrangige Kommandeure aus Konfliktgebieten, aus Europa, dem Nahen Osten und der Asien-Pazifik-Region erscheinen.
Dem Bericht nach handelt es sich bei dem mysteriösen Treffen um ein Novum. Kein Verteidigungsminister habe jemals ein solches Treffen anberaumt, hieß es. Mehrere Insider sprachen sogar von Sicherheitsbedenken, da so viele hochrangige Militärs an einem Ort zusammenkämen. Die Washington Post hat einige anonyme Reaktionen aus dem US-Militär zu Hegseths Befehl veröffentlicht:
„Die Leute sind sehr besorgt. Sie haben keine Ahnung, was das bedeutet“
„Man ruft keine GOFOs, die ihre Leute und die globale Streitmacht in ein Auditorium außerhalb von Washington D.C. führen, und sagt ihnen nicht, warum/was das Thema oder die Tagesordnung ist“
„Ziehen wir jetzt jeden General und Flaggoffizier aus dem Pazifik ab? Das ist alles seltsam“
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Das US-Blatt vermutet, dass die Anweisung vor dem Hintergrund massiver Veränderungen im US-Militär erfolgt ist. Diese hatte Hegseth zuvor im Alleingang angeordnet. So soll etwa die Zahl der Generäle um 20 Prozent gesenkt werden. Es gab bereits hochrangige Entlassungen. Zudem war das Verteidigungsministerium in Kriegsministerium umbenannt worden.
Daneben wird auch eine neue nationale Verteidigungsstrategie vorbereitet. Darin soll die Verteidigung der USA selbst oberste Priorität bekommen. Einige zu dem Treffen eingeladene Personen rechnen dem Bericht nach damit, dass dies ein Inhalt von Hegseths Ansprache sein werde. (rjs)