Bereits zweites Tier mit Problemen

Bisse und Angriffe gegen Sicherheitspersonal: US-Präsident Bidens Hund wohl zu aggressiv

  • schließen

US-Präsident Bidens Schäferhund soll im Weißen Haus immer wieder Mitarbeiter angreifen. Ein Opfer sei sogar ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Washington – US-Präsident Joe Biden soll seinen Deutschen Schäferhund Commander im Weißen Haus offenbar nicht unter Kontrolle haben. Sein tierischer Begleiter habe in den letzten Jahren mehrmals Mitarbeiter des Secret Service angegriffen und verletzt, wie nun öffentlich wurde. Damit ist es bereits das zweite Tier des Präsidenten, das aggressiv gegenüber dem Personal des Weißen Hauses wird.

Aus am Dienstag (25. Juli) veröffentlichten Nachrichten des US-Heimatschutzministeriums geht laut der Zeitung Welt hervor, dass Commander alleine in den Monaten zwischen Oktober 2022 und Januar 2023 mindestens zehnmal Beamte des Secret Service gebissen oder anderweitig angegriffen habe. Die Behörde agiert vor allem als Schutzorgan des US-Präsidenten. Den Unterlagen zufolge musste ein Mitglied des Secret Service sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Joe Biden und sein Schäferhund Commander. (Archivfoto)

Mehrere Vorfälle im Weißen Haus: Bidens Hund soll Sicherheitspersonal beißen

Bei einem der Vorfälle hat der Hund während eines Spaziergangs mit der First Lady Jill Biden wohl einen Agenten attackiert. „Die First Lady konnte Commander nicht wieder unter Kontrolle bringen und er kreiste weiterhin um mich herum“, heißt es in der Nachricht des Beamten aus den USA.

Bereits im Folgemonat habe Commander anschließend erneut einen Agenten angegriffen, als der US-Präsident mit ihm persönlich im Kennedy-Garten unterwegs war und ihn von der Leine ließ. Der Schäferhund soll den Mitarbeiter einmal am linken Unterarm und einmal am Daumen gebissen haben. Den Berichten zufolge schien Biden „besorgt“ um den Spezialagenten zu sein, der seine Schicht jedoch fortsetzte.

Bidens Hund „Commander“ schaut vom Balkon aus seinem Herrchen während einer Rede zu.

Nach Angriffen und Beißattacken: Konsequenzen für Joe Bidens Schäferhund

Es sei „nur eine Frage der Zeit“, bis ein Mitarbeiter „angegriffen oder gebissen“ werde, heißt es weiter. Das Problem: Die Agenten des Secret Service sind für den Schutz der Biden-Familie verantwortlich und folgen ihr deshalb ständig. Gleichzeitig gilt der deutsche Schäferhund als eine Rasse mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt - und sieht die Agenten daher als mögliche Feinde für die Familie.

Laut der Verhaltensforscherin und Hundetrainerin Marie Nitzschner kann dieser Instinkt aber eigentlich gut abtrainiert werden. „Die Hunde zeigen den Trieb etwa ab einem Alter von einem dreiviertel Jahr erstmals. Wer da klare Regeln aufstellt, hat meistens kein Problem“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Rasse sei bei richtiger Handhabung somit auch für Familien geeignet.

Joe Biden und seine Frau Jill haben „Commander“ als kleinen Welpen geschenkt bekommen. (Archivfoto)

Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre teilte währenddessen bei ihrem täglichen Briefing mit, das Weiße Haus könne ein sehr stressiger Ort sein. „Sie können sich also vorstellen, wie es für ein Familienhaustier ist.“ Auf das aggressive Verhalten sollen nun Konsequenzen folgen. Unter anderem würden zusätzliche Protokolle erarbeitet, wann Commander an der Leine sein muss und Bereiche ausgewählt, in denen er sich frei austoben darf.

US-Präsident Bidens Hund zu aggressiv: Nicht das erste Haustier mit Problemen

Das Tier ist bereits der zweite Hund in der Familie Biden, der im Weißen Haus Probleme bereitet. Vor Commanders Einzug im Dezember 2021 hatte der US-Präsident bereits einen anderen Deutschen Schäferhund namens Major gehabt, der nach einer Beißattacke aus Sicherheitsgründen ein Training unterlaufen musste und zu Familienfreunden der Bidens gebracht wurde.

Dass es mit tierischen Mitbewohnern auch deutlich friedvoller im Weißen Haus zugehen kann, zeigen Beispiele aus vergangenen Präsidentschaften. So galten die Portugiesischen Wasserhunde von Ex-Präsident Barack Obama, Bo und Sunny, als stets ausgesprochen freundlich und interagierten mit Besuchern oder der Presse im Weißen Haus. (nz/dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Adam Schultz/White House/IMAGO

Kommentare