Im US-Bundesstaat New York werden Stimmenauszählungen angefochten. Der Fall könnte die Regeln für künftige Wahlen nachhaltig verändern.
New York – Ein Gericht in New York hat entschieden, dass eine Klage zur Überprüfung der Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl 2024 Anfang nächsten Jahres verhandelt wird. Im Fokus stehen dabei auffällige Unstimmigkeiten bei der Stimmenauszählung im Bezirk Rockland County (Bundesstaat New York), die Zweifel an der Korrektheit der Ergebnisse aufkommen lassen – jedoch, so betonen Experten, ohne dass damit ein Sturz von Präsident Donald Trump zu erwarten ist.
Trump-Niederlage? Gericht will US-Wahl unter die Lupe nehmen Die Klage wurde von SMART Legislation, dem juristischen Arm der überparteilichen Wahlbeobachtungsorganisation SMART Elections, eingereicht. Im Zentrum der Vorwürfe, berichtet unter anderem die Newsweek , stehen Diskrepanzen bei den Stimmen für die US-Senatskandidatin Diane Sare sowie statistisch auffällige Resultate bei den Präsidentschafts- und Senatswahlen.
Richterin Rachel Tanguay vom New York Supreme Court stufte die Vorwürfe als so schwerwiegend ein, dass sie die vollständige Beweisaufnahme („Discovery“) anordnete. Diese Phase muss innerhalb von 210 Tagen abgeschlossen sein, wie aus einer gerichtlichen Verfügung vom 12. Juni 2025 hervorgeht. Spätestens acht Monate nach Abschluss der Discovery soll die Verhandlungsbereitschaft festgestellt werden.
Party mit pompöser Militärparade: Trump feiert Geburtstag in Washington DC US-Präsident Donald Trump (M) grüßt die vorbeiziehenden Truppen während einer Militärparade, anlässlich des 250-jährigen Bestehens des US-Heeres, das mit dem 79. Geburtstag von US-Präsident Trump zusammenfällt. © Doug Mills/Pool The New York Times/AP/dpa Die Hauptbühne der Militärparade. US-Präsident Donald Trump hielt natürlich auch eine Lobesrede auf das US-Militär anlässlich des 250. Jubiläums der Armee. © IMAGO/Kenny Holston - Pool via CNP Donald Trump zwischen Verteidigungsminister Pete Hegseth und First Lady Melania Trump bei der Militärparade in Washington. © IMAGO/Kent Nishimura Was bei der Militärparade Donald Trumps auffällt: Viele Soldaten und Soldatinnen trugen ihre reguläre Kampfuniform mit den typischen grün-braunen Tarnfarben und keine zeremonielle Uniform, was man sonst vielleicht bei einer Militärparade vermuten würde. © IMAGO/Kent Nishimura - Pool via CNP Militärparade in Washington Zuschauer Donald Trumps Militärparade in Washington geht los. Links und rechts hinter der Absperrung versammelten sich die Schaulustigen, um dem Spektakel beizuwohnen. Viele Zuschauende waren augenscheinlich jedoch nicht gekommen. © Jacquelyn Martin/AP/dpa Das Washington Monument im Hintergrund. Auf dem Rasen davor versammeln sich einige Zuschauende, die der Militärparade Trumps beiwohnen. Hier sieht man es nochmal deutlich: viel Platz und wenig Menschen vor dem Washington Monument. Die Teilnehmerzahlen dürften sich auf wenige Zehntausende belaufen. Die US-Regierung hatte zuvor noch 250.000 Schaulustige angekündigt. Insgesamt hat das Event den amerikanischen Steuerzahler um die 45 Millionen US-Dollar gekostet. © ALEX WROBLEWSKI/AFP U.S. Army 250th anniversary / Trump birthday parade Panzer dürfen auf einer Militärparade natürlich auch nicht fehlen. © IMAGO/Allison Bailey Military parade in Washington Historische Uniformen Mit von der Partie waren ebenso historische Uniformen aus den Anfängen der US-Armee. Bei der Parade sollten alle Siege der Army gefeiert werden, die das Militär seit seiner Gründung erringen konnte. Auch hier wird deutlich: Viele Zuschauende waren nicht gekommen. Mit fortschreitender Parade dünnte die Menge zunehmend aus. © IMAGO US Army 250th Birthday Celebration Kurios: Roboter als Teil der US-Armee. Mit zum Militärequipment der mächtigsten und schlagkräftigsten Armee der Welt sind zunehmend auch Roboter und Drohnen. Auch hier zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Hinter der Absperrung sind nur einige wenige Schaulustige zu erkennen. © IMAGO/CNP / MediaPunch US Army 250th Birthday Celebration verschiedene Uniformen Von modern bis historisch: Die Geschichte der US-Armee, gut erkennbar an den verschiedenen Uniformen aus der Zeit. © IMAGO/CNP / MediaPunch Military parade in Washington Pferde Pferde gehörten genauso wie der Panzer mal zur Grundausstattung der US-Army. © IMAGO US Army's 250th birthday celebration in Washington DC Eine Band darf natürlich auch nicht fehlen. © IMAGO/ALLISON DINNER/UPI Photo Us Army In Washington, DC, ist am 14. Juni eine große Militärparade zum 250. Jahrestag der Gründung des US-Heers geplant. Zugleich feiert Donald Trump an diesem Tag aber auch seinen 79. Geburtstag. Mit der Parade hat sich der US-Präsident quasi selbst ein Geschenk gemacht. Erwartet werden Tausende Soldaten. Panzerfahrzeuge sollen über die Straßen der US-Hauptstadt rollen. Zudem soll das Spektakel auch von Militärflugzeugen begleitet werden. © Jack Gruber/Imago Sicherheitsvorkehrungen rund um Donald Trumps Geburtstag Die Sicherheitsvorkehrungen rund um Donald Trumps Geburtstag und der Militärparade laufen seit Tagen auf Hochtouren. Insgesamt sollen in der US-Hauptstadt laut den Sicherheitsbehörden fast 30 Kilometer „Treppenschutzgitter“ aufgestellt werden. Die Zäune sollen ein Aufeinandertreffen von Gegendemonstranten und Geburtstagsgästen verhindern. Zusätzlich werden etliche Drohnen im Dienst der Polizei über Washington DC fliegen. Die eigentlich für die gesamte Stadt geltende Drohnen-Flugverbotszone wurde dafür ausgesetzt. © imago Trump in Fort Bragg Der 14. Juni steht unter dem Zeichen der Proteste in Los Angeles gegen Trumps rigide Einwanderungspolitik. Bei einem Auftritt auf dem Armeestützpunkt Fort Bragg sagte Trump, er werde „nicht zulassen, dass eine amerikanische Stadt von einem ausländischen Feind überfallen und erobert wird“. Protesten während der Parade werde mit „sehr harter Gewalt“ begegnet, drohte Trump in Fort Bragg. © Andrew Craft/Imago Schweres Militärgerät wird auf Züge verladen und nach Washington, DC transportiert In den Tagen vor der großen Militärparade herrscht Hochbetrieb. Die Ausrüstung wird auf Züge verladen und nach Washington, DC, transportiert. © JIM WATSON/AFP In Washington, DC beobachten die Menschen die Vorbereitungen für die große Militärparade an Donald Trumps Geburtstag. Die Transporte für die geplante Militärparade in Washington, DC, an Trumps Geburtstag sorgen von Beginn an für enorm viel Aufmerksamkeit in den Staaten. © KEVIN DIETSCH/AFP Military Vehicles Staged for Army Parade in Washington Der Erste Weltkrieg markierte den Aufstieg der USA zur Weltmacht. Die Army musste von wenigen tausend Berufssoldaten auf ein Millionenheer anwachsen. Die Meuse-Argonne-Offensive 1918 durchbrach die deutsche Westfront und beschleunigte das Kriegsende. Etwa 115.000 amerikanische Soldaten starben, davon 50.000 in Kampfhandlungen. © Jim Lo Scalzo/Imago Geburtsstunde der US Army fiel mitten in den Unabhängigkeitskrieg Am 14. Juni 1775 hob der Kontinentalkongress zehn Kompanien für Landoperationen aus und ernannte George Washington zum Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee. Die Geburtsstunde der US Army fiel mitten in den Unabhängigkeitskrieg, in dem sich die schlecht ausgerüsteten Kolonisten gegen die professionelle britische Armee behaupten mussten. © Andrew Harnik/AFP Army's 250th Anniversary Die frühen Jahre prägten bereits charakteristische Merkmale der US Army. Das Milizsystem erlebte in Nordamerika eine Renaissance, da es individuellen Einsatz und Verantwortung betonte – Eigenschaften, die in der dünn besiedelten und bewaldeten Ostküste überlebenswichtig waren. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff „Ranger“, der sich von der Aufgabe ableitet, Indianerbewegungen zu erkunden und zu überwachen. © Andrew Harnik/AFP Military Army Parade in Washington Das 19. Jahrhundert war geprägt von der territorialen Expansion der USA. Die Army spielte eine zentrale Rolle bei der Durchsetzung der amerikanischen Indianerpolitik und der systematischen Vertreibung der Ureinwohner, die bis 1891 andauerte. © Jim Lo Scalzo/Imago Army's 250th Anniversary Gleichzeitig führte sie erfolgreiche Kriege gegen externe Feinde: Der Britisch-Amerikanische Krieg von 1812 festigte die Unabhängigkeit, der Mexikanisch-Amerikanische Krieg (1846 bis 1848) brachte gewaltige Gebietsgewinne. © Chip Somodevilla/AFP Militärparade in Washington Der Bürgerkrieg (1861 bis 1865) stellte die größte Herausforderung dar. Erstmals kämpfte die Army in einem industriellen Krieg mit Massenheeren, Eisenbahntransporten und verbesserter Artillerie. Bei der Union dienten über 2,1 Millionen Soldaten, von denen 360.000 starben. Der Krieg demonstrierte sowohl die Zerstörungskraft moderner Waffen als auch die Bedeutung industrieller Kapazitäten für den militärischen Erfolg. © Andrew Harnik/AFP Army's 250th Anniversary Die United States Army blickt auf eine 250-jährige Geschichte zurück, die eng mit der Entstehung und Entwicklung der Vereinigten Staaten verknüpft ist. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1774 zurück und basieren auf britischen Militärtraditionen, die jedoch schnell an die Gegebenheiten der Neuen Welt angepasst werden mussten. © Kayla Bartkowski/AFP Washington DC prepares for US Army‘s 250th Anniversary Im Zweiten Weltkrieg erreichte die Army of the United States ihren historischen Höchststand von über 8,3 Millionen Soldaten. Sie kämpfte auf allen Kontinenten und spielte eine entscheidende Rolle bei der Befreiung Europas. Die industrielle Macht der USA erwies sich im Zweiten Weltkrieg als kriegsentscheidender Faktor. Von den 291.000 gefallenen amerikanischen Soldaten gehörten 234.000 der Army an. © Fatih Aktas/Imago Army's 250th Anniversary in Washington Der Koreakrieg (1950 bis 1953) brachte der Army nach anfänglichen Rückschlägen wieder Anerkennung. Über zwei Millionen Soldaten dienten in Korea, 27.000 fielen im Kampf. Der Vietnamkrieg (1964 bis 1975) wurde hingegen zum Trauma. Die asymmetrische Kriegführung des Vietcong stellte die auf konventionelle Großoperationen ausgerichtete Army vor ungeahnte Probleme. Von den 58.000 amerikanischen Toten waren 38.200 Army-Soldaten. © Ken Cedeno/Imago Army's 250th Anniversary Die asymmetrische Kriegführung des Vietcong stellte die auf konventionelle Großoperationen ausgerichtete Army vor ungeahnte Probleme. Von den 58.000 amerikanischen Toten waren 38.200 Army-Soldaten. © Kayla Bartkowski/AFP Army's 250th Anniversary in Washington Der Zweite Golfkrieg 1991 rehabilitierte die Army. Mit modernster Technologie und dem System der Network Centric Warfare besiegte sie die irakischen Streitkräfte in nur vier Tagen bei minimalen eigenen Verlusten von 224 Soldaten. © Ken Cedeno/Imago Washington DC prepares for US Army‘s 250th Anniversary Nach dem Ende des Kalten Krieges durchlief die Army eine grundlegende Transformation. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 leiteten eine neue Ära ein, geprägt von Einsätzen in Afghanistan und dem Irak. Diese Konflikte stellten die Army erneut vor die Herausforderung asymmetrischer Kriegführung und Aufstandsbekämpfung. © Fatih Aktas/Imago US Army Heute gilt die US Army als bestausgerüstete und mobilste Landstreitkraft der Welt. Ihre Geschichte spiegelt die Entwicklung der USA von einer Kolonialmacht zur globalen Supermacht wider. Von den ursprünglich zehn Kompanien des Kontinentalkongresses entwickelte sie sich zur militärischen Hauptstütze amerikanischer Außenpolitik und territorialer Erschließung. © Jack Gruber/Imago Military Parade To Mark Army's 250th Anniversary Die US Army verkörpert damit nicht nur militärische Macht, sondern auch die historische Entwicklung einer Nation, die ihre Grenzen kontinuierlich erweiterte und schließlich globale Verantwortung übernahm. © Win McNamee/AFP US-Präsident Trump Das Verhältnis von Donald Trump zum Militär ist bemerkenswert. Einst Schüler einer New Yorker Militärschule, entpuppte er sich später als „Drückeberger“, wie Minnesotas Ex-Gouverneur Jesse Ventura ihn vor der US-Wahl 2024 bezeichnete. Tatsächlich hat sich Trump um den Einsatz in Vietnam gedrückt. Als Grund für die Ausmusterung musste ein Fersensporn herhalten. Allerdings konnte sich Trump später nicht mehr erinnern, welcher Fuß ihn damals geschmerzt hatte. In seiner ersten Amtszeit fiel Trump dann vor allem dadurch auf, dass er im Einsatz gefallene US-Marines als „Verlierer“ und „Trottel“ bezeichnete. © Alex Brandon/dpa US-Präsident Trump Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump eine Militärparade angestrebt, das Vorhaben damals aber wegen hoher Kosten wieder verworfen. Jetzt holt er das pünktlich zu seinem 79. Geburtstag nach. © Luis M. Alvarez/dpa Donald Trump, hier in Begleitung von First Lady Melania Trump auf einer Veranstaltung im Kennedy Center in Washington DC AFP__20250611__49ZH26B__v1__HighRes__UsPresidentDonaldTrumpAndFirstLadyMelaniaTrumpA.jpg © ALEX WROBLEWSKI Ivanka Trump, Donald Trump und Marla Maples Seinen 50. Geburtstag feierte Donald Trump noch im Trump Taj Mahal Casino Resort in Atlantic City, das zu diesem Zeitpunkt noch im Familienbesitz war. Donald Trump war damals noch mit Marla Maples (r.) verheiratet, Tochter Ivanka Trump (l.) träumte noch von einer Model-Karriere. Dass aus dem Immobilienmakler und Reality-TV-Star später einmal ein US-Präsident werden würde, dürfte damals selbst Donald Trump persönlich kaum für möglich gehalten haben. © imago Auch seinen 60. Geburtstag feierte Donald Trump im großen Stil. Auch seinen 60. Geburtstag feierte Donald Trump im großen Stil. Statt im Militär-Look wie zum 79. gab es damals eine Party im James Bond-Stil. Die fand auch nicht in der US-Hauptstadt Washington DC statt, sondern wie schon der 50. Jahrestag Trumps im Taj Mahal Hotel in Atlantic City. © imago Donald Trumps Geburtstag Statt als US-Präsident mit Hang zum Militär inszenierte Donald Trump sich zum 60. Geburtstag noch als Lebemann und Playboy, Arm in Arm mit leicht bekleideten Frauen. © imago Donald Trumps Anhängerinnen und Anhänger seinen 79. Geburtstag mit einer großen Motorboot-Parade in Florida. Im letzten Jahr seiner ersten Amtszeit feierten Donald Trumps Anhängerinnen und Anhänger seinen 74. Geburtstag mit einer großen Motorboot-Parade in Florida. © imago US-Wahl 2024 und Trumps Präsidentschaft: Statistische Auffälligkeiten werfen Fragen auf Konkret werfen die Kläger dem Bezirkswahlausschuss von Rockland County vor, weniger Stimmen für die unabhängige Senatskandidatin Diane Sare gezählt zu haben, als eidesstattlich versicherte Wähler angaben, tatsächlich für sie gestimmt zu haben. Mindestens neun Stimmen sollen es laut Klage gewesen sein, sieben Wähler unterzeichneten entsprechende Erklärungen, offiziell wurden aber nur fünf Stimmen für Sare verzeichnet.
Doch nicht nur beim Senat gibt es Unregelmäßigkeiten: Die Klageschrift weist auf zahlreiche statistische Anomalien auch bei der Präsidentschaftswahl hin. So gab es laut Klage Bezirke, in denen Hunderte von Stimmen für die demokratische Senatskandidatin Kirsten Gillibrand abgegeben wurden, aber keine einzige Stimme für Kamala Harris , die als demokratische Präsidentschaftskandidatin antrat .
Donald Trump dürfte es nicht freuen: Unregelmäßigkeiten bei der US-Wahl beschäftigen nun ein New Yorker Gericht. Die Debatte über Wahltransparenz erhält neuen Auftrieb.
© Foto links: IMAGO / UPI Photo | Foto rechts: IMAGO / Xinhua
Ungereimtheiten bei der US-Wahl? Massive Unstimmigkeiten beim „Split-Ticket-Voting“ Eine der zentralen Auffälligkeiten, so die Newsweek , ist das sogenannte „Drop-off“: In Rockland County hätten neun Prozent der Wähler, die für Gillibrand stimmten, keinen Präsidentschaftskandidaten angekreuzt, was für Kamala Harris einen Rückgang von neun Prozent bedeutet. Die Differenz zwischen dem Rückgang bei republikanischen und demokratischen Kandidaten betrage laut Klageschrift mehr als 30 Prozent.
Forscher von Yale, Harvard, MIT und Columbia hatten für 2020 dagegen festgestellt, dass das sogenannte „Split-Ticket-Voting“ (siehe Info-Box) nur bei ein bis zwei Prozent lag. Die Kläger argumentieren daher: „Split-Ticket-Voting scheint eine sehr unwahrscheinliche Erklärung für die Daten der Wahlbehörde von Rockland County zu sein.“
Was ist „Split-Ticket-Voting“?
Split-Ticket-Voting bezeichnet das Wahlverhalten, bei dem Wählerinnen und Wähler bei einer Wahl verschiedene Parteien für unterschiedliche Ämter oder Wahlgänge auf demselben Stimmzettel auswählen. Das heißt: Sie stimmen beispielsweise bei der Präsidentschaftswahl für die Kandidatin der Partei A, wählen aber bei der gleichzeitig stattfindenden Wahl zum Senat oder Repräsentantenhaus die Kandidatin der Partei B.
Beispiel: Ein Wähler stimmt für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, aber für den republikanischen Kandidaten im Senat.
So wird das sogenannte „Ticket“ (Stimmzettel) „gesplittet“ (geteilt).
Im aktuellen Kontext:
Im Rockland County fiel auf, dass ungewöhnlich viele Wähler zwar die demokratische Senatskandidatin, aber nicht die demokratische Präsidentschaftskandidatin wählten. Normalerweise kommt so ein Muster kaum vor – daher wird es in der Klage als Hinweis auf mögliche Unregelmäßigkeiten gesehen.
Experten und NGOs wie SMART Legislation fordern mehr Transparenz und Kontrolle bei US-Wahlen Lulu Friesdat, Gründerin und Direktorin von SMART Legislation, betonte gemäß der Newsweek : „Es gibt klare Beweise dafür, dass die Ergebnisse der Senatswahl nicht korrekt sind, und statistische Hinweise darauf, dass auch die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl höchst unwahrscheinlich sind. Die beste Möglichkeit, festzustellen, ob die Ergebnisse korrekt sind, besteht darin, die Papierstimmzettel in einer vollständigen, öffentlichen und transparenten Nachzählung von Präsidenten- und Senatsstimmen im Rockland County zu überprüfen.“
Auch der Statistik-Professor Max Bonamente (University of Alabama) äußerte sich gegenüber dem genannten Portal kritisch: „Diese Daten würden extreme soziologische oder politische Ursachen für ihre Erklärung erfordern und würden von weiteren Zusicherungen bezüglich ihrer Richtigkeit profitieren.“
Der Politikwissenschaftler Costas Panagopoulos (Northeastern University) forderte zwar eine gründliche Untersuchung, warnte aber vor voreiligen Schlüssen: „Statistische Unregelmäßigkeiten sollten immer untersucht werden. Die Quellen solcher Inkonsistenzen, die Fehler oder Fehlberechnungen beinhalten können, sind nicht immer böswillig. Eine Überprüfung der Wahlergebnisse kann das Vertrauen in Wahlen stärken. In diesem Fall wären die Unregelmäßigkeiten aber nicht ausreichend, um das Wahlergebnis in New York zu ändern. Fehler, falls bestätigt, sollten jedoch für die historische Aufarbeitung korrigiert werden.“
Wer ist SMART Elections? Ziele und Aktivitäten: SMART Elections – Fakten Bedeutung Überparteiliche, innovative Wahlbeobachtungsorganisation Setzt sich für sichere, transparente und überprüfbare Wahlen ein Gründerin: Lulu Friesdat, Journalistin und Wahlrechtsaktivistin Bekannt für Wahlbeobachtung, Dokumentationen und öffentliche Foren Rechtlicher Arm: SMART Legislation Klagte im Juni 2025 wegen Unregelmäßigkeiten in Rockland County Schwerpunkte: Wahlmaschinensicherheit, Transparenz, öffentliche Kontrolle Fordert handausgezählte Papierstimmzettel und offene Prüfungen Arbeit lokal und national Erreicht lokale Communities, aber auch Einfluss auf Bundesebene Zusammenarbeit mit Experten und Akademikern Untermauert Klagen und Forderungen mit wissenschaftlicher Expertise Aktuell: Kläger im Verfahren zur US-Wahl 2024 in New York Rolle als „public watchdog“, wird von Gericht ernst genommen
Trumps Erfolg bei US-Wahl 2024: Fokus auf Wahlmaschinen und mögliche Software-Probleme Im Mittelpunkt der Klage stehen neben den Unstimmigkeiten bei der Stimmenauszählung auch Zweifel an der Funktionsweise der eingesetzten Wahlmaschinen. In mindestens fünf Wahlbezirken in Ramapo im US-Staat New York hätten die Maschinen für das Präsidentenamt null Stimmen gezählt, obwohl für andere Ämter Stimmen registriert wurden – ein äußerst seltener und erklärungsbedürftiger Vorgang. Zudem wurde kurz vor der Wahl ein Software-Update durch das private Prüflabor Pro V&V durchgeführt, ohne dass die Öffentlichkeit ausreichend informiert worden sei, hält die Economic Times fest.
Besuche im Weißen Haus: Trumps legendäre Momente im Oval Office 529408025.jpg © Evan Vucci/dpa Friedrich Merz beim Besteigen der „Konrad Adenauer“, dem deutschen Pendant der Air Force One. Das Flugzeug bringt den Bundeskanzler am Mittwoch nach Washington DC. In der US-Hauptstadt wird Merz zum Antrittbesuch bei Donald Trump erwartet. Es ist das erste persönliche Treffen der beiden und das erste Mal, dass Merz zu Gast im Weißen Haus ist. © Michael Kappeler/dpa Für Friedrich Merz ist es der erste offizielle Besuch im Weißen Haus. In den USA kennt sich der neue Bundeskanzler aber aus. Von 2009 bis 2019 war er Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, ein Verein, dem etwa 800 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft angehören. Die „Atlantik-Brücke“ dient ihren Mitgliedern als Netzwerk und Austauschforum und hat zum Ziel, die transatlantische Zusammenarbeit zwischen den USA auf der einen und Deutschland sowie Europa auf der anderen Seite zu fördern. © Bernd Von Jutrczenka/dpa Kaum angekommen im Oval Office sorgte Donald Trump für den nächsten Eklat. Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um. Weil die Nachrichtenagentur AP diese Umbenennung nicht mitmachen wollte, verbannte die Trump-Administration ihre Vertreterinnen und Vertreter von den Pressekonferenzen des Weißen Hauses. © imago Statuette, die an das Attentatsversuch auf Trump im Wahlkampf erinnert. Das Oval Office hat Donald Trump längst nach seinen Vorstellungen umgestaltet. Der neue Präsident scheute dabei keine Kosten. Der Teppichboden wurde ausgetauscht, deutlich mehr Flaggen aufgestellt und zahlreiche neue Bilder aufgehängt. Daneben finden sich im Oval Office etliche Memorabilias wie eine Statuette, die an das Attentatsversuch auf Trump im Wahlkampf erinnert. © Alex Brandon/dpa Donald Trump, hier in Begleitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth Einen besonders prominenten Platz vergab Donald Trump, hier in Begleitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Präsentation eines neuen Kampfjets, an ein Bild Ronald Reagans. Der 40. Präsident der USA gilt Trump seit jeher als Vorbild. Seinen Wahlspruch, „Make America Great Again“, der zum Namen einer ganzen Bewegung geworden ist, hat sich Trump ebenfalls bei Reagan abgeschaut. © IMAGO/Pool/ABACA X Æ A-Xii, der jüngste Sohn von Elon Musk Ein außergewöhnlicher Moment im Oval Office war der Auftritt von X Æ A-Xii, der jüngste Sohn von Elon Musk. Donald Trump hatte den reichsten Mann der Welt damit beauftragt, die Regierungsausgaben der USA radikal zu kürzen. Musk stellte sich daraufhin derart auffällig ins Rampenlicht, das viele Beobachterinnen und Beobachter in dem gebürtigen Südafrikaner den eigentlichen US-Präsidenten sahen. © JIM WATSON/AFP Kid Rock und Donald Trump im Oval Office Elon Musk und Sohnemann X Æ A-Xii waren aber nicht die Einzigen, die seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ihre Momente im Oval Office hatten. Einen solchen feierte auch Kid Rock. Der in die Jahre gekommene Rockstar ist seit langem Anhänger Trumps und besuchte diesen kurz nach seiner Wahl in Washington DC. Für seine Audienz im Oval Office wählte Kid Rock ein Outfit, das an menschliche Kanonenkugeln und furchtlose Motorrad-Stuntfahrer erinnerte. © SAUL LOEB/AFP Donald Trump beim Interview im Oval Office Ebenfalls im Oval Office kam es zu einem weiteren Eklat, an dem Donald Trump maßgeblich beteiligt war. Während eines Fernsehinterviews behauptete der US-Präsident, man habe die Tätowierung „MS13“ auf den Knöcheln eines abgeschobenen Südamerikaners gefunden, was wiederum dessen Mitgliedschaft in der gleichnamigen Kriminellen-Gang beweisen würde. Mehrfach wies der Reporter Trump daraufhin, dass es sich bei seinem angeblichen Beweisfoto um eine mit Photoshop bearbeitete Aufnahme handle. Trump wiederum ließ sich davon aber nicht stören. © IMAGO/White House Wolodymyr Selenskyj mit seinem Outfit in Washington DC Während die Garderobe von Elon Musk und Kid Rock bei ihren Besuchen im Oval Office die MAGA-Welt um Donald Trump unbeeindruckt hinterließ, sorgte Wolodymyr Selenskyj mit seinem Outfit in Washington DC für einen handfesten Eklat. Der ukrainische Präsident erschien zum Antrittbesuch im schwarzen Pullover – für den ebenfalls anwesenden Brian Glenn offenbar zu viel des Guten. „Haben Sie keinen Anzug“, fragte der rechtsradikale Kommentator Selenskyj, der sich im Oval Office auch von Vizepräsident JD Vance so einiges anhören durfte. © imago das Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Weißen Haus Harmonischer lief dagegen das Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Weißen Haus. Frankreichs Präsident ließ bei dem Besuch seinen Charme spielen, was Trump offensichtlich gefiel. Selbst als Macron ihn bei der Frage, welches Land wie viel Hilfe an die Ukraine geleistet habe, korrigierte, quittierte Trump das nur mit einem Lächeln. © LUDOVIC MARIN/AFP Keir Starmer folgte bei seinem Besuch im Oval Office Keir Starmer folgte bei seinem Besuch im Oval Office dem Vorbild Emmanuel Macrons. Wie schon Frankreichs Präsident bemühte sich auch der britische Premierminister um ein harmonisches Verhältnis zu Donald Trump. Starmer brachte sogar eine schriftliche Einladung Trumps an den Hof von König Charles III. mit – wohl wissend, dass Trump schon immer ein Faible für die britischen Royals hatte. Der britische Premierminister war der sechste Regierungschef, der Trump im Oval Office einen Besuch abstattete. © Carl Court/dpa Beste Laune herrschte im Oval Office bei dem Staatsbesuch von Giorgia Meloni Beste Laune herrschte im Oval Office bei dem Staatsbesuch von Giorgia Meloni. Donald Trump nannte Italiens Regierungschefin „eine großartige Premierministerin.“ Sie mache „einen fantastischen Job in Italien“ und sei „eine der wirklichen Führungspersönlichkeiten der Welt.“ Die Post-Faschistin Meloni habe laut Trumps Laudatio im Weißen Haus seit ihrem Amtsantritt „Europa im Sturm erobert“. © imago Nato-Generalsekretär Marc Rutte in Washington DC. Was zu anderen Zeiten ein dröger Standard-Termin gewesen wäre, wird unter Donald Trump zum Treffen mit Zündstoff: Der Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington DC. Der amtierende US-Präsident gilt als Kritiker des Verteidigungsbündnisses und will, dass sein Land weniger Verantwortung für die anderen Mitglieder übernimmt. Rutte bemühte sich bei seinem Besuch, die so entstandenen Wogen zu glätten. © imago Mark Carney und Donald Trump im Weißen Haus Ähnlich gestaltete sich die Situation beim Antrittsbesuch von Mark Carney, dem neuen Premierminister Kanadas, in Washington DC. Trump hatte im Vorfeld zur Wahl in Kanada die Idee in Umlauf gebracht, die USA könnten sich den nordischen Nachbarstaat einfach einverleiben. Kanada würde so der 51. Bundesstaat werden. Doch im Oval Office stellte Carney klar: „Kanada steht nicht zum Verkauf.“ © imago Donald Trump beim Besuch von Cyril Ramaphosa Einen weiteren Eklat verursachte Donald Trump beim Besuch von Cyril Ramaphosa. Der Präsident Südafrikas sah sich im Oval Office mit Videoaufnahmen konfrontiert, die einen angeblichen Genozid an der weißen Bevölkerung seines Landes dokumentieren sollen. Ramaphosa war eigentlich nach Washington DC gereist, um mit Trump über Zollabkommen zu verhandeln. Dessen plötzlichen Themenwechsel nahm Südafrikas Präsident gelassen hin. © imago Donald Trump Trikot im weißen haus Nicht nur Staats- und Regierungschefs gehen ein und aus im Weißen Haus. Donald Trump empfängt dort auch regelmäßig Vertreter aus Kultur und Sport. Im Mai 2025 verkündete der US-Präsident aus dem Oval Office, dass der Draft der American Football Liga (NFL) im Jahr 2027 in Washington DC stattfinden werde. Dafür bekam Trump ein persönliches Trikot des städtischen Football-Teams, der Washington Commanders, überreicht. Die Nummer 47 steht dabei für sein Amt: Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der dazugehörige Football erinnert zudem an seine erste Amtszeit, als Trump der 45. US-Präsident war. © imago Eine Sportart, für die Donald Trump viel Begeisterung aufbringt, ist die Ultimate Fighting Championship (UFC) Eine Sportart, für die Donald Trump viel Begeisterung aufbringt, ist die Ultimate Fighting Championship (UFC). Deren im Ruhestand befindlicher Superstar ist der Ire Conor McGregor. Zum St. Patricks Day lud der US-Präsident den ehemaligen UFC-Weltmeister mitsamt Familie ins Weiße Haus ein. Im Oval Office gefiel es McGregor offenbar so gut, dass er im Anschluss an das Familienfoto mit Trump und Elon Musk beschloss, eine eigene politische Karriere zu beginnen und bei der nächsten Wahl in seiner Heimat Irland für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. © imago So fand Skandal-Rapper Kanye West seinen Weg ins Weiße Haus Bereits während seiner ersten Amtszeit im Oval Office lud Donald Trump jeden ein, der ihm mit seinem Besuch Schlagzeilen versprechen konnte. So fand Skandal-Rapper Kanye West seinen Weg ins Weiße Haus, um dort mit dem US-Präsidenten über Schusswaffengewalt, Sozialpolitik und Trumps Strategie zu sprechen. West trug während seines Besuchs die Trumps berühmte rote MAGA-Mütze. Sie sorge dafür, dass er sich „wie Superman“ fühle, so West. © SAUL LOEB/AFP First Lady Melania Trump ganz alleine auf dem Sofa, Im Jahr 2017 machte ein weiteres Bild aus dem Oval Office die Runde. Dort zu sehen: First Lady Melania Trump ganz alleine auf dem Sofa, umringt von Fotografen und Journalisten, die ihr aber keine Beachtung zu schenken scheinen. Das Weiße Haus verbreitete das Foto auf seinen Social-Media-Kanälen ausgerechnet als Geburtstagsgruß an die Ehefrau Donald Trumps. © BRENDAN SMIALOWSKI Bundeskanzlerin Merkel trifft US-Präsident Trump Merz-Vorgängerin Angela Merkel hatte gleich mehrere Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus. Die Ex-Kanzlerin regierte von 2017 bis 2021 zeitgleich mit Trump. Wie der US-Präsident dabei auf Merkel wirkte, beschrieb sie ausführlich in ihren Memoiren. „Je mehr Menschen im Raum waren, desto größer war sein Drang, der Sieger zu sein. Man kann mit ihm nicht plaudern, jede Begegnung ist ein Wettkampf: Du oder ich“, so die ehemalige Kanzlerin über Trumps Verhalten im Oval Office. © Evan Vucci/dpa Angela Merkel und Barack Obama Ganz anders gestaltete sich dagegen die Beziehung zwischen Angela Merkel und Barack Obama, Donald Trumps Vorgänger im Amt des US-Präsidenten. Merkel besuchte Obama mehrfach im Weißen Haus. Der US-Präsident beschrieb die damalige Bundeskanzlerin nach ihrer Amtszeit als „nett und freundlich.“ © imago Obama und Merkel im Weißen Haus Dabei stand die Beziehung der deutschen Bundeskanzlerin und des neuen US-Präsidenten zu Beginn unter einem ungünstigen Stern. Präsidentschaftskandidat Barack Obama wollte im Wahlkampf der US-Wahl 2008 vor dem Brandenburger Tor auftreten. Merkel aber verhinderte den Auftritt des Demokraten, damit nicht der Eindruck entstünde, sie würde sich gegen den Kandidaten der Republikaner, John McCain, stellen. Nach Obamas Wahlsieg soll Merkel befürchtet haben, der neue US-Präsident trage ihr die Entscheidung noch nach. „Sie war immer besorgt, dass ich deshalb noch wütend bin“, sagte Obama bei der Vorstellung von Merkels Memoiren in Washington DC. „Das bin ich aber wirklich nicht“, versicherte er der ehemaligen Kanzlerin. © imago Obama und Trump im Oval Office Ein deutlich unangenehmer Termin für Barack Obama dürfte dagegen das Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus gewesen sein. Der alte US-Präsident empfing seinen Nachfolger nach dessen Sieg bei der US-Wahl 2016 zur Übergabe der Amtsgeschäfte im Oval Office. © Michael Reynolds/dpa Merkel und Barroso bei Bush in Washington Für Friedrich Merz wird der Besuch bei Donald Trump eine Premiere sein. Noch nie war der Bundeskanzler zu Gast im Weißen Haus. Seine Vorgängerin im Amt, Angela Merkel, traf dagegen gleich vier US-Präsidenten in deren Amtssitz. Neben Barack Obama und Donald Trump luden auch Joe Biden und George W. Bush die deutsche Bundeskanzlerin nach Washington DC ein. © dpa Kanzler Scholz in den USA Vor Friedrich Merz regierte Olaf Scholz Deutschland als Bundeskanzler. In seiner weniger als vier Jahre dauernden Amtszeit besuchte Scholz gleich mehrfach das Weiße Haus. Donald Trumps Vorgänger Joe Biden empfing den deutschen Bundeskanzler jedes Mal freundlich zum Gespräch im Oval Office. © Michael Kappeler/dpa Schröder zu Treffen mit Bush im Weißen Haus Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls Gast im Weißen Haus. Im Jahr 2005 empfing der damalige US-Präsident George W. Bush den Sozialdemokraten im Oval Office. © dpa Bush und Kohl im Weißen Haus Vor Gerhard Schröder reiste Bundeskanzler Helmut Kohl ebenfalls nach Washington DC. Der Altkanzler traf dort George Bush, Vorgänger und Vater des späteren US-Präsideten George W. Bush, zum Gespräch im Oval Office des Weißen Hauses. © imago Laut der Organisation SMART Elections, heißt es auf ihrer Website, gibt es seit Jahren Probleme mit der Transparenz und Sicherheit von Wahlmaschinen in den USA, weshalb immer wieder für handausgezählte Papierstimmzettel geworben wird.
Klare Grenzen: Keine Auswirkungen auf Trumps Wahlsieg erwartet Obwohl die Vorwürfe schwerwiegend sind und die Debatte um Wahlmaschinen und Transparenz anheizen, bleibt das Wahlergebnis auf Bundesebene davon unberührt. Selbst wenn das Gericht feststellen würde, dass Stimmen für Kamala Harris fehlten oder nicht gezählt wurden, bleibt Donald Trump Präsident. Der Wahlausgang, bemerkt die Newsweek , ist durch den Kongress zertifiziert und bleibt daher bestehen.
Die Klage könnte dennoch Folgen für zukünftige Wahlen haben: Sollten tatsächlich Fehler oder Manipulationen festgestellt werden, könnten diese zu Gesetzesänderungen, strengeren Kontrollen bei Wahlmaschinen und neuen Standards für Transparenz führen. Auch ein verstärkter Ruf nach handausgezählten Papierstimmzetteln ist eine denkbare Konsequenz.
Die Kläger fordern derweil nichts weniger als eine vollständige manuelle Nachzählung aller Präsidentschafts- und Senatsstimmen im Rockland County. Die nächste gerichtliche Anhörung ist für den 22. September angesetzt. Bis dahin werden Anwälte interne Protokolle, Maschinendaten und Zeugenaussagen sammeln. Ob weitere Kreise oder gar Bundesbehörden Untersuchungen aufnehmen, hängt von den Ergebnissen ab.
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