US-Wahlkampf

„Yes, we Kam“: Warum Kamala Harris schaffen könnte, was Hillary Clinton misslungen ist

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Kamala Harris in Indianapolis.
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Kamala Harris schlägt vom Trump-Lager offener Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Sexismus entgegen. Dennoch kann sie es bei der US-Wahl schaffen.

Washington – Limetten-grün ist die Farbe der Hoffnung. Hintergrund des Covers des Hit-Albums „Brat“ (dt. Göre) der britischen Musikerin Charli XCX. Und Grundton viraler Videos, die Kamala Harris zu einer Sensation auf Tiktok und anderen sozialen Medien machten. Nach ihrem kometenhaften Aufstieg zur designierten Präsidentschaftskandidatin der Demokraten fusionierte die Sängerin die Trends, indem sie bei Tiktok verkündete „Kamala IS Brat“.

Kamala Harris bei der US-Wahl: Ihre Anhänger tanzen nun zur Kokuspalme

Fans mischten über Nacht den Hit „Von Dutch“ mit dem Zitat einer Rede der Vizepräsidentin neu ab, in der sie eine Weisheit ihrer Mutter wiedergab. Die habe sie und ihre Schwester ermahnt, sich als Teil der Geschichte und größeren Gemeinschaft zu begreifen. Zu den Beats von Charlie XCX ist dann die Stimme der Kandidatin Harris vor der US-Wahl zu hören. „Glaubst Du etwa, Du bist aus der Kokospalme gefallen?“

Womit das nächste Symbol geboren war. Eine Palme ist nun das Erkennungszeichen der Fans von Kamala Harris, die als Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners versucht, was bisher keine Frau geschafft hat: Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden.

„Historisch“: Michelle Obama unterstützt Harris gegen Trump

„Das wird historisch sein“, verbreitet die frühere First Lady Michelle Obama Optimismus, dass Harris dieses Mal die Glasdecke durchbrechen wird, die Hillary Clinton 2016 noch gegen Donald Trump zurückhielt. Gemeinsam mit Ehemann Barack hatte sie Harris angerufen, um sich hinter ihre Kandidatur zu stellen.

„Michelle und ich könnten nicht stolzer sein, Dich zu unterstützen“, hört man in dem Videomitschnitt des Telefonats die Stimme des Ex-Präsidenten, der als erster Schwarzer im Weißen Haus Geschichte geschrieben hatte. Ein großer Moment für Harris, deren Herkunft aus einer asiatisch-karibischen Familie oft mit der Obamas verglichen wird.

„Yes we Kam“: Obama weiß um die Herausforderung als Schwarzer im US-Wahlkampf

Was die „Yes, we Kam“-Rufe erklärt, mit denen ihre Anhänger:innen einen alten Wahlkampfslogan des beliebtesten Politikers der Demokraten aufgriffen. Der weiß so gut wie Clinton, was Kamala als Schwarze und Frau in den kommenden Wochen erwartet. Eine Barrage an offenem Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Sexismus.

Nach dem Verzicht Joe Bidens und dessen Empfehlung für Harris erhielt sie einen Vorgeschmack. Die Sphäre der „Make-America-Great-Again“-Fans im Internet explodierte mit Ausfällen gegen die schwarze Frau. Verbreitet wird, dass die Kandidatin sich in der Politik „hoch geschlafen“ habe, von jüdischen Puppenspielern kontrolliert werde und komisch lache. Wahlweise wird sie als unfähig, extrem oder zickig dargestellt.

Trump und sein Vize Vance greifen Harris auf allen Ebenen an

In wieder aufgetauchten Clips eines Interviews von Trumps „Running Mate“ beleidigte J.D. Vance die Vizepräsidentin als frustrierte „kinderlose Katzen-Lady“, die mangels Nachwuchs keinen persönlichen Anteil an der Zukunft der USA habe. Trump selbst kramte sein Drehbuch aus dem Rennen gegen Clinton hervor. Wie diese beschimpfte er seine designierte Gegenkandidatin als „nasty“ („hässlich“), „gemein“, und „schrecklich“. „Habt Ihr sie jemals lachen sehen?“, fragt Trump seine Anhänger auf einer Kundgebung. „Ich nenne sie ‚Laughing Kamala‘. Sie ist verrückt.“

Ein republikanischer Stratege räumte ein, dass die Kandidatur einer starken Frau die schlimmsten Instinkte in dem 78-jährigen Trump wachruft. Es waren auch vor allem Frauen, die ihn vor Gericht zur Rechenschaft gezogen haben.

Die Chefanklägerin von New York, Letitia James, machte ihn zu einem verurteilten Betrüger. Die Staatsanwältin von Atlanta, Fani Willis, klagte ihn wegen erpresserischer Verschwörung an. Die Kolumnistin E. Jean Carroll erreichte eine Verurteilung Trumps als Vergewaltiger, der mehr als 80 Millionen Dollar Schmerzensgeld zahlen muss. Nicht zu vergessen, die Sex-Darstellerin Stormy Daniels, die im Zentrum des Schweigegeldprozesses stand, der den Ex-Präsidenten zu einem verurteilten Straftäter macht.

„Frauen entscheiden, was mit Trump passiert“: Harris hat durchaus eine Chance

Der Kolumnist Frank Bruni beobachtet, wie Harris als ehemalige Chefanklägerin von Kalifornien sich in diese Gruppe durchsetzungsstarker Frauen einreiht. Bruni meint, Harris’ Kandidatur könnte aus einem Hollywood-Drehbuch entspringen. „Frauen entscheiden, was mit Trump passiert, der Frauen mit so viel Grausamkeit und Verachtung behandelt hat.“

Eine optimistische Sicht, die von anderen geteilt wird. Allen voran Hillary Clinton, die zwar mit Abstand mehr Stimmen holte als Trump, aber die Mehrheit im Wahlleutekollegium knapp verpasst hatte. „Ich weiß, dass sie Donald Trump schlagen kann“, schrieb die ehemalige Präsidentschaftskandidatin in einem Beitrag in der New York Times.

Dass sie rund zwei Jahrzehnte Jahre jünger ist als Trump, gibt Harris die Chance, ihn als gestrig erscheinen und seine frauenfeindlichen Sprüche ins Leere laufen zu lassen. Vor allem bei der jüngeren „Generation Z“, also Amerikaner:innen, die zwischen den Jahren 1995 und 2010 geboren sind. Von denen dürfen dieses Mal 41 Millionen Menschen wählen. Die Hälfte davon hat einen ethnisch diversen Hintergrund, während Trumps Basis aus älteren weißen Männern kontinuierlich abschmilzt.

Memes soll Harris jetzt in Stimmen in den Umfragen umsetzen

Dass gerade bei der „GenZ“ so viel Enthusiasmus für Harris zu beobachten ist, lässt die Generationen-Forscherin Yalda T Uhls von der University of California im November Verschiebungen erwarten. Diese sei mit Tiktok-Filmchen, Memes und Tweets aufgewachsen. „Ich denke, das setzt sich in Stimmen um“, sagt Uhls dem „Guardian“.

Bilder einer Karriere: Kamala Harris strebt Präsidentenamt in den USA an

Mit dem Verzicht von Joe Biden auf die Kandidatur der Demokraten rückt seine Stellvertreterin Kamala Harris vor der US-Wahl 2024 in den Fokus.
Mit dem Verzicht von Joe Biden auf die Kandidatur der Demokraten ist seine Stellvertreterin Kamala Harris vor der US-Wahl 2024 in den Fokus gerückt.  © Saul Loeb/afp
Nachdem die Demokraten die Vizepräsidentin aufgestellt haben, hat Harris die Chance, als erste Frau in der Geschichte der USA das Präsidentenamt zu übernehmen. Damit wäre sie die mächtigste Frau der Welt.
Nachdem die Demokraten die Vizepräsidentin aufgestellt haben, hat Harris die Chance, als erste Frau in der Geschichte der USA das Präsidentenamt zu übernehmen. Damit wäre sie die mächtigste Frau der Welt. © Carlos Osorio/dpa
Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland im Bundesstaat Kalifornien geboren. Ihr Vater war aus Jamaika in die USA eingewandert, um Wirtschaft zu studieren. Ihre Mutter, eine 2009 verstorbene Brustkrebsforscherin, kam aus Indien in die USA. Sie kam aus Indien und lernte Harris‘ Vater in den 60er Jahren in den USA kennen. 
Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland im Bundesstaat Kalifornien geboren. Ihr Vater war aus Jamaika in die USA eingewandert, um Wirtschaft zu studieren. Ihre Mutter, eine 2009 verstorbene Brustkrebsforscherin, kam aus Indien in die USA. Sie lernte Harris‘ Vater in den 60er Jahren in den USA kennen. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Harris noch ein kleines Kind war.  © Courtesy of Kamala Harris/afp
Harris und ihre jüngere Schwester Maya wuchsen bei ihrer Mutter auf, zeitweise lebten sie im kanadischen Montreal. „Sie erzog uns zu stolzen, starken Schwarzen Frauen. Und sie hat uns beigebracht, unser indisches Erbe zu kennen und darauf stolz zu sein“, sagte Harris 2020 in einer Rede. Darin betonte sie auch, dass die USA einen Präsidenten brauchten, „der uns alle zusammenbringt – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – um die Zukunft zu erreichen, die wir gemeinsam wollen“.
Harris und ihre jüngere Schwester Maya wuchsen bei ihrer Mutter auf, zeitweise lebten sie im kanadischen Montreal. „Sie erzog uns zu stolzen, starken Schwarzen Frauen. Und sie hat uns beigebracht, unser indisches Erbe zu kennen und darauf stolz zu sein“, sagte Harris 2020 in einer Rede. Darin betonte sie auch, dass die USA einen Präsidenten brauchten, „der uns alle zusammenbringt – Schwarze, Weiße, Latinos, Asiaten, Indigene – um die Zukunft zu erreichen, die wir gemeinsam wollen“. © Courtesy of Kamala Harris/afp
Harris wurde die erste Schwarze Bezirksstaatsanwältin von San Francisco und später die erste Generalstaatsanwältin und Justizministerin („Attorney General“) in ihrer Heimat Kalifornien. Schwester Maya Harris (Mitte) und Richterin Tani Cantil-Sakauye (links) gratulieren.
Harris wurde die erste Schwarze Bezirksstaatsanwältin von San Francisco und später die erste Generalstaatsanwältin und Justizministerin („Attorney General“) in ihrer Heimat Kalifornien. Schwester Maya Harris (Mitte) und Richterin Tani Cantil-Sakauye (links) gratulieren.  © Imago
Harris wurde die erste Schwarze Bezirksstaatsanwältin von San Francisco und später die erste Justizministerin in ihrer Heimat Kalifornien. Ihr harter Kurs ging vielen in der Partei allerdings viel zu weit. So kämpfte sie damals darum, auch solche Verurteilungen aufrechtzuerhalten, die nachgewiesenermaßen durch rechtswidrige Mittel wie Manipulation von Beweisen oder Falschaussagen zustande gekommen waren.
Ihr harter Kurs ging vielen in der Partei allerdings viel zu weit. So kämpfte sie damals darum, auch solche Verurteilungen aufrechtzuerhalten, die nachgewiesenermaßen durch rechtswidrige Mittel wie Manipulation von Beweisen oder Falschaussagen zustande gekommen waren. © Justin Sullivan/Getty Images/afp
In ihre Zeit als Generalstaatsanwältin fällt auch ein bemerkenswerter Kontakt. Kein Geringerer als Donald Trump spendete damals zweimal Geld für ihren Wahlkampf. 2011 überwies er erst 4000 Dollar an Harris, ehe er im Jahr 2013 noch einmal 1000 Dollar folgen ließ. Seine Tochter Ivanka Trump spendete im Jahr 2000 Dollar an Harris. Zu jener Zeit wurden in Kalifornien Vorwürfe gegen die Trump University untersucht, reihenweise Kundinnen und Kunden betrogen zu haben. Harris selbst hat die Klage nicht bearbeitet.
In ihre Zeit als „Attorney General“ fällt auch ein bemerkenswerter Kontakt. Kein Geringerer als Donald Trump spendete damals zweimal Geld für ihren Wahlkampf. 2011 überwies er erst 4000 Dollar an Harris, ehe er im Jahr 2013 noch einmal 1000 Dollar folgen ließ.  © Brendan Smialowski/afp
Seine Tochter Ivanka Trump spendete im Jahr 2000 Dollar an Harris. Zu jener Zeit wurden in Kalifornien Vorwürfe gegen die Trump University untersucht, reihenweise Kundinnen und Kunden betrogen zu haben. Harris selbst hat die Klage nicht bearbeitet.
Seine Tochter Ivanka Trump spendete im Jahr 2000 Dollar an Harris. Zu jener Zeit wurden in Kalifornien Vorwürfe gegen die Trump University untersucht, reihenweise Kundinnen und Kunden betrogen zu haben. Harris selbst hat die Klage nicht bearbeitet. © Franck Fife/AFP
Als Harris 2017 in den US-Senat einzog, nutzte sie ihre Erfahrung als Staatsanwältin auch in der Kongresskammer und tat sich bei Anhörungen ein ums andere Mal mit einem harten und effektiven Befragungsstil hervor. Ein perfektes Beispiel dafür war die Anhörung um die möglichen Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung, als sie die Befragten regelrecht in die Mangel nahm, konsequent auf Antworten drängte und immer wieder nachhakte.
Als Harris 2017 in den US-Senat einzog, nutzte sie ihre Erfahrung als Staatsanwältin auch in der Kongresskammer und tat sich bei Anhörungen ein ums andere Mal mit einem harten und effektiven Befragungsstil hervor. Ein perfektes Beispiel dafür war die Anhörung um die möglichen Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung, als sie die Befragten regelrecht in die Mangel nahm, konsequent auf Antworten drängte und immer wieder nachhakte.  © Pete Marovich/Imago
Vor allem der damalige US-Justizminister Jeff Sessions konnte ein Lied davon singen, den sie mit ihrer Befragung mächtig ins Schwitzen brachte. Offenbar war das für die Republikaner so schlimm, dass die Senatoren Richard Burr und John McCain die Prozedur unterbrachen und Harris baten, ihre Fragen doch bitte etwas höflicher zu stellen.
Vor allem der damalige US-Justizminister Jeff Sessions konnte ein Lied davon singen, den sie mit ihrer Befragung mächtig ins Schwitzen brachte. Offenbar war das für die Republikaner so schlimm, dass die Senatoren Richard Burr und John McCain die Prozedur unterbrachen und Harris baten, ihre Fragen doch bitte etwas höflicher zu stellen. © Pete Marovich/Imago
Und am 1. Mai 2019 wich der Justizminister und Trump-Vertraute William Barr ihren präzisen Fragen zum Abschlussbericht des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller aus – woraufhin Harris dem Justizminister den Rücktritt nahelegte. Das alles hinterließ Eindruck – bei Freund und Feind.
Und am 1. Mai 2019 wich der Justizminister und Trump-Vertraute William Barr ihren präzisen Fragen zum Abschlussbericht des Russland-Sonderermittlers Robert Mueller aus – woraufhin Harris dem Justizminister den Rücktritt nahelegte. Das alles hinterließ Eindruck – bei Freund und Feind. © Mandel Ngan/afp
Auch den jetzigen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh brachte Harris bei dessen Anhörung immer wieder in Bedrängnis, vor allem das eine Mal, als sie den Abtreibungsgegner mit einer ganz speziellen Frage überraschte: „Können Sie sich ein Gesetz vorstellen, das der Regierung die Befugnis gibt, Entscheidungen über den männlichen Körper zu treffen?“
Auch den jetzigen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh brachte Harris bei dessen Anhörung immer wieder in Bedrängnis, vor allem das eine Mal, als sie den Abtreibungsgegner mit einer ganz speziellen Frage überraschte: „Können Sie sich ein Gesetz vorstellen, das der Regierung die Befugnis gibt, Entscheidungen über den männlichen Körper zu treffen?“  © Drew Angerer/afp
Bevor Biden bei der Wahl 2020 Harris zu seiner Vize machte, war sie in der parteiinternen Vorwahlen seine Gegenspielerin – und teilte damals mächtig aus. So warf sie Biden vor, in den 1970ern gegen die Praxis gewesen zu sein, Kinder mit Bussen zu Schulen in anderen Bezirken zu fahren – was vor allem der Integration schwarzer Schüler dienen sollte. Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Dies sei eine Entscheidung gewesen, die ein kleines Mädchen in Kalifornien verletzt habe: „Dieses kleine Mädchen war ich.“
Bevor Biden bei der Wahl 2020 Harris zu seiner Vize machte, war sie in der parteiinternen Vorwahlen seine Gegenspielerin – und teilte damals mächtig aus.  © Henry Griffin/dpa
So warf sie Biden vor, in den 1970ern gegen die Praxis gewesen zu sein, Kinder mit Bussen zu Schulen in anderen Bezirken zu fahren – was vor allem der Integration Schwarzer Schülerinnen und Schüler dienen sollte.
So warf sie Biden vor, in den 1970ern gegen die Praxis gewesen zu sein, Kinder mit Bussen zu Schulen in anderen Bezirken zu fahren – was vor allem der Integration Schwarzer Schülerinnen und Schüler dienen sollte.  © Win McNamee/AFP
Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Dies sei eine Entscheidung gewesen, die ein kleines Mädchen in Kalifornien verletzt habe: „Dieses kleine Mädchen war ich.“
Harris verknüpfte dies mit ihrer eigenen Biografie: Dies sei eine Entscheidung gewesen, die ein kleines Mädchen in Kalifornien verletzt habe: „Dieses kleine Mädchen war ich.“  © Saul Loeb/AFP
Die Erwartungen an Harris als Pionierin im Amt der Vizepräsidentin waren enorm. Sie konnte zunächst aber nicht wirklich punkten. Erst 2022 schien sie sich mehr und mehr in ihre Rolle einzufinden.
Die Erwartungen an Harris als Pionierin im Amt der Vizepräsidentin waren enorm. Sie konnte zunächst aber nicht wirklich punkten. Erst 2022 schien sie sich mehr und mehr in ihre Rolle einzufinden.  © Haiyun Jiang/AFP
Die Erwartungen an Harris als Pionierin im Amt der Vizepräsidentin waren enorm. Sie konnte zunächst aber nicht wirklich punkten. Erst 2022 schien sie sich mehr und mehr in ihre Rolle einzufinden. Sie ergriff eine führende Stimme beim Kampf für das Recht auf Abtreibung und setzte sich gegen Waffengewalt ein. Zudem hat Harris ihr außenpolitisches Profil geschärft. So bekannte sie sich im Februar 2024 in einer Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz explizit zur Nato und zur internationalen Zusammenarbeit. Harris vertrat Biden bei einem Ukraine-Gipfel in der Schweiz und mahnte Israel zur Mäßigung in Gaza.
So bekannte sie sich im Februar 2024 in einer Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz explizit zur Nato und zur internationalen Zusammenarbeit. Harris vertrat Biden bei einem Ukraine-Gipfel in der Schweiz und mahnte Israel zur Mäßigung in Gaza. © Sven Hoppe/dpa
Harris ist mit dem Rechtsanwalt Douglas Emhoff verheiratet. Eine Freundin arrangierte 2013 ein Blind Date der beiden in Kalifornien, wo sie damals lebten. Im Jahr darauf heirateten sie. Emhoff hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe: Cole und Ella. Sie nennen Harris „Momala“. Emhoff wurde als erster Mann zum „Second Gentleman“ in den USA. Nun könnte er sogar zum ersten „First Gentleman“ in der Geschichte der USA aufrücken.
Harris ist mit dem Rechtsanwalt Douglas Emhoff verheiratet. Eine Freundin arrangierte 2013 ein Blind Date der beiden in Kalifornien, wo sie damals lebten. Im Jahr darauf heirateten sie.  © Rob Schumacher/Imago
Cole und Ella Emhoff.
Emhoff hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe: Cole (2. von links) und Ella (dritte von links). Sie nennen Harris „Momala“. © Mark Hoffman/Imago
Emhoff wurde als erster Mann zum „Second Gentleman“ in den USA. Nun könnte er sogar zum ersten „First Gentleman“ in der Geschichte der USA aufrücken.
Emhoff wurde als erster Mann zum „Second Gentleman“ in den USA. Nun könnte er sogar zum ersten „First Gentleman“ in der Geschichte der USA aufrücken. © Saul Loeb/AFP
Kurz vor der US-Wahl 2024 trat Harris an einem symbolträchtigen Ort in der US-Hauptstadt auf. Dort, wo Donald Trump am 6. Januar 2021 seine Fans aufgewiegelt hatte.
Kurz vor der US-Wahl 2024 trat Harris an einem symbolträchtigen Ort in der US-Hauptstadt auf. Dort, wo Donald Trump am 6. Januar 2021 seine Fans aufgewiegelt hatte.  © Amid Farahi/AFP
Tausende Menschen jeden Alters kamen zu ihrem Auftritt. Stundenlang hatten sie in langen Schlangen gewartet, um auf das Gelände zu gelangen. Immer wieder wurde Harris bei ihrer Rede von „Kamala“-Sprechchören unterbrochen.
Tausende Menschen jeden Alters kamen zu ihrem Auftritt. Stundenlang hatten sie in langen Schlangen gewartet, um auf das Gelände zu gelangen. Immer wieder wurde Harris bei ihrer Rede von „Kamala“-Sprechchören unterbrochen.  © Brendan Smialowski/AFP
Bei der US-Wahl 2024 kommt es vor allem auf die Ergebnisse in sieben sogenannten Swing States an, in denen der Ausgang völlig offen ist. Ein Beispiel ist Wisconsin.
Bei der US-Wahl 2024 kommt es vor allem auf die Ergebnisse in sieben sogenannten Swing States an, in denen der Ausgang völlig offen ist. Ein Beispiel ist Wisconsin.  © Roberto Schmidt/AFP
Pennsylvania entsendet 19 Wahlleute ins Electoral College und gilt somit als der wichtigste der sieben Swing States. Für Kamala Harris ist ein Sieg im Bundesstaat im Osten der USA Pflicht.
Pennsylvania entsendet 19 Wahlleute ins Electoral College und gilt somit als der wichtigste der sieben Swing States. Für Kamala Harris ist ein Sieg im Bundesstaat im Osten der USA Pflicht.  © Angela Weiss/AFP

Deshalb zelebriert Team Kamala die hoffnungsgrüne Ausrufung eines „Gören-Sommers“ (Brat Summer), der die Kandidatin mit Ironie gegen sexistische Angriffe immunisieren könnte und ihre „KHive“ genannte Anhängerschaft auf die Wahl der ersten US-Präsidentin hoffen lässt.

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