Hungerkrise

USA wollen mit Milliardenhilfe gegen Ernährungskrise vorgehen

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US-Präsident Joe Biden hat versprochen, Milliardenhilfe gegen die Ernährungskrise bereitzustellen.

Um die weltweite Ernährungskrise abzumildern, will die US-Regierung weitere Milliardenhilfen bereitstellen.

New York - Die US-Regierung will weitere Milliardenhilfen bereitstellen, um die Ernährungskrise auf der Welt abzumildern. US-Präsident Joe Biden werde bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hierzu an diesem Mittwoch neue Unterstützung im Umfang von mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar (rund 2,9 Milliarden Euro) ankündigen, teilte das Weiße Haus in Washington vorab mit. Die Mittel ergänzten die 6,9 Milliarden US-Dollar, die die US-Regierung im laufenden Jahr bereits zur Unterstützung der weltweiten Ernährungssicherheit bereitgestellt habe.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Klimakrise, steigende Energiepreise sowie Konflikte, vor allem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, hatten globale Versorgungsketten unterbrochen und die weltweiten Lebensmittelpreise drastisch ansteigen lassen. Der Ukraine-Krieg und blockierte Lieferungen von Millionen Tonnen Getreide haben das Risiko von Hungersnöten am Horn von Afrika weiter erhöht. Vor allem in Somalia sind den Vereinten Nationen zufolge wegen einer beispiellosen Dürre Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. US-Außenminister Antony Blinken hatte deshalb am Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung einen Gipfel zu Nahrungsmittelsicherheit veranstaltet.

Polen rechnet mit neuen Ukraine-Flüchtlingen im Herbst und Winter

Warschau - Polen bereitet sich erneut auf Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine im Herbst und Winter vor. Die ukrainischen Behörden rechneten damit, dass in der kalten Jahreszeit etwa eine halbe Million Menschen von der Ostukraine in den Westteil des Landes fliehen würden, sagte Polens Vize-Innenminister Pawel Szefernaker am Mittwoch. «Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass ein Teil dieser Menschen auch nach Polen gelangen möchte.»

Nach Regierungsangaben leben in Polen derzeit rund 1,3 Millionen Flüchtlinge aus dem östlichen Nachbarland. Die Ukraine hatte vor dem russischen Einmarsch am 24. Februar mehr als 44 Millionen Einwohner. Polen und die Ukraine verbindet eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze. (dpa)

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