Verbindung von Trump und Epstein: Ex-Freundin berichtet von enger Freundschaft
VonNadja Katz
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Eine Ex-Freundin Epsteins berichtet von der engen Beziehung, die die Milliardäre zueinander hatten: „Er war sein Bruder“, erklärt sie in einem Interview.
Washington DC – Der US-Präsident Donald Trump weist alle Vorwürfe darüber von sich, dass er in den Skandal rund um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verwickelt sein könnte. Es gebe keinerlei handfeste, belastende Beweise, so erläutert der Präsident. Eine Ex-Freundin Epsteins äußerte gegenüber dem TV-Sender CNN nun allerdings, dass die beiden Milliardäre „beste Freunde“ gewesen seien, was Trumps Distanzierung von Epstein unglaubwürdig erscheinen lässt.
Zuvor hatte das Wall Street Journal einen bahnbrechenden Bericht zum Fall Epstein und dessen Verbindung zu Präsident Trump veröffentlicht. Darin wurde ein Album mit Briefen zu Epsteins 50. Geburtstag thematisiert, in dem sich eine Botschaft und eine Zeichnung von einer nackten Frau von Trump für Epstein befinden soll.
Jetzt machte die Epstein-Ex Stacey Williams in ihrem CNN-Interview jedoch klar: „Sie waren sehr eng befreundet und sie führten nichts Gutes im Schilde“. Donald Trump sei der einzige Freund gewesen, den Epstein bei jedem ihrer Treffen und in jedem Gespräch erwähnt habe.
Sie verdeutlichte die Freundschaft von Trump und Epstein mit den Worten: „Er [Trump] war sein Bro [Bruder], er war sein Wingman“. Unter einem „Wingman“ (Deutsch etwa: Flügelspieler) ist im Englischen ein sehr guter Freund zu verstehen, der einer Person mit seiner vollen Unterstützung zur Seite steht – insbesondere bei der Umwerbung von Frauen.
Verbindung von Trump und Epstein: Ex-Freundin berichtet von enger Freundschaft
Die enge Verbindung der beiden Milliardäre habe Williams noch deutlich vor Augen, berichtet sie gegenüber CNN, auch wenn ihre mehrmonatige Beziehung mit Epstein schon eine lange Zeit zurückliege. Sie und Epstein waren demnach 1992 während einer Weihnachtsfeier Trumps im Plaza Hotel in Kontakt gekommen, infolge derer sich die Beziehung entwickelt habe.
Am späten Freitagnachmittag (18. Juli) reichte Generalstaatsanwältin Pam Bondi in New York einen Antrag auf Freigabe der mit dem Fall Epstein zusammenhängenden Protokolle der Grand Jury ein. Trump hatte sie „aufgrund des lächerlichen Ausmaßes an Aufmerksamkeit, die Jeffrey Epstein zuteil wird“ eigens hierzu aufgefordert, so der Präsident.
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Trump unter Druck: Epstein-Affäre sorgt für Unruhe bei MAGA-Anhängern
Das Justizministerium und das FBI halten bisher laut Bericht des Independent noch immer den größten Teil dessen zurück, was die Öffentlichkeit zu sehen verlangt. Trump steht wegen der Affäre um Epstein auch im eigenen Lager zunehmend unter Druck. Viele seiner MAGA-Anhänger hatten sich empört geäußert, weil seine Regierung eines ihrer Wahl-Versprechen nicht eingehalten habe: dass sie Licht in den Skandal um den US-Milliardär Epstein bringen werde.
Dieser war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan aufgefunden worden. Dem Investmentbanker wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. (nana/afp)