- VonLisa Mahnkeschließen
Ein ukrainischer Soldat soll vier Kampffahrzeuge zerstört haben. Es ist nicht sein erster Sieg. Was steckt hinter den Erfolgen des Unterfeldwebels?
Kiew – Die 79. Luftlandebrigade der Streitkräfte der Ukraine veröffentlichte Videomaterial auf Facebook, worauf zu sehen sein soll, wie ein einziger Soldat vier gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört. Der als „Sedoy“ bekannte Unterfeldwebel Andrii G., soll so angeblich bereits 22 zerstörte Equipmentteile auf seiner persönlichen Bilanz haben. Das Material reiht sich ein in eine Vielzahl von Berichten über schwere russische Verluste im Ukraine-Krieg.
„Neulich unternahm der Feind einen weiteren Versuch, die Verteidigungsformationen der taurischen Fallschirmjäger zu durchbrechen, und setzte für den Angriff fünf Einheiten gepanzerter Kampffahrzeuge sowie Infanterie ein“, hieß es in der Begleitnachricht. „Wir haben verstanden, dass der Feind höchstwahrscheinlich einen Durchbruch versuchen würde. Wir waren vorbereitet. Ich war bereits an der Stelle und wartete auf den Feind“, sagte Sedoy.
Die Sicht des Ukrainers: „Wir waren vorbereitet“
Die Luftaufklärung entdeckte zunächst einen Panzer und ein BMP-Infanterie-Kampffahrzeug, das Sedoy ausgeschaltet haben soll. Dann folgten nach Angaben des Unterfeldwebels weitere Fahrzeuge.
„Ich habe zwei weitere Fahrzeuge getroffen, sie zerstört und die Offensive gestoppt. Es war eine bedeutende Offensive, denn fünf Einheiten mit Ausrüstung – Heiliger Strohsack! Ich habe vier von ihnen zerstört; eine blieb übrig, die mit anderen Waffen erledigt wurde“, berichtete Sedoy.
Soldat erklärt Erfolg mit Drohnen: „Die Luftaufklärung erkennt den Feind“
In dem dazugehörigen Video sieht man zuerst eine Nahaufnahme einer Drohne, dann den Beschuss auf die Kampffahrzeuge und Munition, wahrscheinlich eine an einer Drohne befestigten Granate, die auf eins der Fahrzeuge fällt. Darauf folgt eine Explosion. Die ukrainischen Truppen ließen „die Ausrüstung des Feindes auf dem Feld brennen; der größte Teil der feindlichen Infanterie wurde getötet.“
Der Fallschirmjäger unterstrich die Rolle von Drohnen: „Die Luftaufklärung erkennt den Feind und informiert am meisten über ihn, da das Equipment aus einer Entfernung von zwei Kilometern nicht zu hören ist.“ Und tatsächlich nutzen sowohl die Ukraine als auch Russland in der Vergangenheit vermehrt Drohnen zur Aufklärung, aber auch als Kampfmittel. Allerdings waren auch Berichte über hohe Verluste in der nahen Vergangenheit nicht selten, vor allem auf Seite Russlands.
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