Seit dem 8. Dezember 2021 im Amt

Volker Wissing privat und Karriere – das ist der Bundesminister für Digitales und Verkehr

Der deutsche Bundesminister für Digitales und Verkehr war zunächst als Jurist tätig, ehe er zu seinem Amt kam. Wissenswertes über Volker Wissings Karriere.

München – Der am 22. April 1970 in Landau geborene Volker Wissing schloss nach dem Abitur zunächst sein Studium der Rechtswissenschaften ab und war als Richter und Staatsanwalt an verschiedenen Land- und Amtsgerichten tätig, ehe er die Politik für sich entdeckte. Wissing zählte zum liberalkonservativen Wirtschaftsflügel der FDP, bis er mit dem Bruch der Ampel-Koalition die Partei verließ.

Sein Privatleben hält der Politiker weitestgehend unter Verschluss. Bekannt ist, dass Wissing verheiratet und seit 2004 Vater einer Tochter ist. Die Familie hat zwei Wohnsitze: im ländlichen Rheinland-Pfalz und im Prenzlauer Berg in Berlin.

NameVolker Wissing
Geburtstag22. April 1970
GeburtsortLandau
Parteiparteilos (ehemals FDP)
Amt Bundesminister für Digitales und Verkehr

Volker Wissing – der Beginn seiner Karriere

Nach dem Abitur am staatlichen Gymnasium Bad Bergzabern im deutschen Wendejahr 1989 studierte Volker Wissing, der auf einem Bauernhof in Niederhorbach bei Bad Bergzabern aufgewachsen ist, Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Das erste juristische Staatsexamen bestand er 1994 an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Sieben Jahre später bestand er sein zweites Staatsexamen. 1997 promovierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit der Arbeit „Überlassungspflichten begründende Gemeinwohlinteressen im System des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes“.

Kurzzeitig arbeitet er als Leiter der Widerspruchsstelle der Sonderabfallmanagement Gesellschaft (SAM) GmbH in Mainz und war ab 1997 als Richter und Staatsanwalt an verschiedenen Land- und Amtsgerichten tätig, ehe er 2000 persönlicher Referent des Justizministers von Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin (FDP). Zwei Jahre zuvor, 1998, war Wissing in die FDP eingetreten.

Volker Wissing

Volker Wissing – seine politische Karriere

Nach Stationen als Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand wurde Volker Wissing 2011 Landesvorsitzender der FDP Rheinland-Pfalz und Mitglied des FDP-Bundesvorstandes. Bei der Landtagswahl 2016 trat er erfolgreich als Spitzenkandidat an und nahm im Anschluss den Posten des Wirtschaftsministers unter einer Ampel-Koalition an. Nebenbei machte Wissing auch auf Bundesebene Karriere: 2013 wurde Wissing, der von 2003 bis 2013 für die FDP im Deutschen Bundestag saß, Beisitzer des Präsidiums der Bundes-FDP und wurde 2020 zum Generalsekretär der Partei gewählt und löste damit die bisherige Amtsinhaberin Linda Teuteberg ab.

2021 wurde Wissing erneut in den Bundestag gewählt und war maßgeblich bei den Sondierungsgesprächen seiner Partei auf Bundesebene beteiligt. Nachdem die erste Ampel-Koalition im Bundestag gebildet war, wurde Wissing auch ins Kabinett berufen. Seit Dezember 2021 bekleidet er das Amt des Bundesministers für Verkehr und Digitales.

Volker Wissing – die wichtigsten Stationen seiner Karriere im Überblick

  • 1989: Abitur am Staatlichen Gymnasium Bad Bergzabern
  • 1989 – 1994: Studium der Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, erstes juristisches Staatsexamen
  • 1996: Zweites juristisches Staatsexamen in Mainz
  • 1997: Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • 1997 – 1999: Richter und Staatsanwalt in Zweibrücken und Landau in der Pfalz
  • 2000 – 2004: Persönlicher Referent des Ministers der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin
  • 2001: Ernennung zum Richter am Landgericht Landau in der Pfalz
  • 2004 – 2013: Mitglied des Deutschen Bundestages
  • 2009 – 2011: Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages
  • seit 2011: Vorsitzender der FDP Rheinland-Pfalz
  • 2011 – 2013: Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
  • seit 2013: Mitglied des Präsidiums der FDP
  • seit 2013: Rechtsanwalt
  • 2016 – 2021: Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages sowie stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz
  • 2020 – 2021: Generalsekretär der FDP
  • seit 2021: Mitglied des Deutschen Bundestages
  • seit Dezember 2021: Bundesminister für Digitales und Verkehr

Volker Wissing: was nicht jedermann über ihn weiß – und der Bruch mit der FDP

  • Wissing führt die auf Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Erbrecht und Vermögensnachfolge ausgerichtete Kanzlei „Wissing Rechtsanwälte“.
  • Er ist evangelisch und spielte als Organist viele Jahre in Gottesdiensten
  • Volker Wissing ist Weinliebhaber. Auf seiner Website: „Für einen trockenen, mineralischen Riesling kann ich mich ebenso begeistern wie für einen eleganten Spätburgunder. Aber ich genieße Wein nicht nur im Glas, sondern habe im An- und Ausbau selbst Erfahrungen im eigenen Familienweingut gesammelt.“
  • Auch über weitere Hobbies gibt Volker Wissing auf seiner Website Einblick: „Ich koche und backe sehr gerne, beides nicht einmal schlecht, meinen meine Frau und meine Tochter. Wer solche Hobbies pflegt, sollte auch Sport treiben und das tue ich auch, weshalb man mich in meiner Heimatregion durch die Weinberge traben sieht.“

2024 kam es dann zum Bruch zwischen Wissing und der FDP. Bundeskanzler Olaf Scholz und Finanzminister Christian Lindner gerieten immer wieder aneinander. Scholz warf den Finanzminister letztlich aus der Regierung. Die Partei folgte dem FDP-Chef und für die Ampel-Koalition bedeutete das das Aus. Doch Volker Wissing blieb in der Regierung – und verließ infolge des Ampel-Aus als einziger FDP-Minister die Partei. Der Landesvorsitz der Rheinland-Pfalz FDP ist seit Wissings Parteiaustritt vakant.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Political-Moments

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