FDP-Chef sucht Nähe zur Union

Vor Bundestagswahl: Lindner wirbt bei Union für Schwarz-Gelb

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FDP-Chef Lindner wünscht sich vor der Bundestagswahl ein Bekenntnis der Union für Schwarz-Gelb.
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Für Christian Lindner ist die zukünftige Koalition klar: Schwarz-Gelb. Der FDP-Vorsitzende setzt auf eine strategische Neuausrichtung der Union.

Berlin – Christian Lindner hat ein großes Ziel vor Augen: Der FDP-Vorsitzende träumt von Schwarz-Gelb. Deshalb hat er jetzt die Union aus CDU und CSU dazu aufgerufen, sich für ein entsprechendes Bündnis nach der Bundestagswahl im Februar auszusprechen.

„Wenn Union und FDP gemeinsam sagen würden, wir sind bereit, für eine Mehrheit zu kämpfen, wählt nicht AfD und BSW, sondern gebt uns ein Mandat, damit wir ohne SPD und Grüne regieren können, würde das die politische Landschaft umwälzen“, sagte Lindner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Berlin wenige Wochen vor der Bundestagswahl.

Lindner appelliert vor der Bundestagswahl an die Union: Mehrheit wolle Regierung der Mitte

Es gebe viele unzufriedene und ungeduldige Menschen, die potenziell für die Mitte gewonnen werden könnten, die aber momentan AfD oder BSW wählten. Für Lindner ist klar: „Das Letzte, was diese Menschen wollen, ist Schwarz-Grün.“ 

Die FDP sage viel klarer, dass Schwarz-Gelb die beste Konstellation für unser Land wäre, so Lindner weiter. „Die Union ist da zögerlich, weil sie ängstlich ist, dass die FDP zu stark profitieren könnte.“ Das erscheine ihm aber klein gedacht, denn: „Von einem gemeinsamen couragierten Auftreten würden beide profitieren. Die Mehrheit in unserem Land will eine Regierung der Mitte – und das heißt konkret: ohne Rot-Grün.“

Lindner hofft auf Kurskorrektur der Union vor der Bundestagswahl

Lindner hofft auf eine Kurskorrektur der Union vor der Bundestagswahl. „Die CDU kämpft momentan noch mehr um das Kanzleramt und weniger für einen Politikwechsel“, so der FDP-Vorsitzende. Er bedauere, dass die Union ihre Offenheit für Koalitionen mit SPD und Grünen wie eine Monstranz vor sich hertrage. „Nach der gescheiterten Koalition mit SPD und Grünen kann ich Friedrich Merz nur vor der Illusion warnen, dass mit linken Parteien die grundlegend andere Wirtschafts- und Migrationspolitik erreichbar wäre.“

Lindner betonte, dass er von der Union keine Aussage zu einer Koalition erwarten würde, die auf Exklusivität abziele. „Mir liegt auch Stalking fern. Ich denke nur, dass die Union besser abschneiden würde, wenn sie klar sagen würde: Wir kämpfen für eine Mehrheit in der Mitte, alles andere ist für uns nur zweite Wahl.“ (dpa/cs)

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