Erste Prognose nach 18 Uhr

Wahn schließen die Wahllokale bei der Bundestagswahl heute?

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Bis 18 Uhr haben Wahlberechtigte die Möglichkeit, ihre Stimme für die Bundestagswahl abzugeben. Danach gibt es die erste Prognose zum Ergebnis.

Berlin – Die Wahllokale zur Bundestagswahl am Sonntag (23. Februar) schließen um 18 Uhr. Seit 8 Uhr sind sie geöffnet. Zur Stimmabgabe braucht man seine Wahlbenachrichtigung, die bereits vor einigen Wochen versandt wurde, dort findet sich auch das zugewiesene Wahllokal. Der Wahlvorstand darf etwa, bei einer vergessenen Wahlbenachrichtigung, einen Ausweis verlangen und mit dem Wählerverzeichnis gegenprüfen. Wer Briefwahl beantragt hat, die Unterlagen allerdings nicht mehr rechtzeitig abschicken konnte, kann ebenfalls im Wahllokal wählen. Hierzu ist der zugesandte Wahlschein und ein Ausweis mitzubringen.

Wahllokale schließen um 18 Uhr – Kurz darauf erste Prognosen zum Ergebnis der Bundestagswahl

Nach dem Schließen der Wahllokale bei der Bundestagswahl wird kurz nach 18 Uhr die erste Prognose zum Ergebnis erwartet. Diese basiert auf Nachwahlbefragungen, nicht auf ausgezählten Stimmen, und gegeben eine Tendenz wieder. Darauf folgen ab 18 Uhr Hochrechnungen der Wahlforschungsinstitute, die aus veröffentlichten Teilergebnissen der Stimmenauszählung berechnet werden. In der Wahlnacht wird die Bundestagswahlleiterin auf Basis der von den Landeswahlleitungen gemeldeten Ergebnissen ein vorläufiges Wahlergebnis ermitteln.

Berlin: Eine Frau gibt in ihrem Wahllokal ihre Stimme für die Bundestagswahl ab.

Erste Bundestagswahl mit neuem Wahlrecht – Das sind die Auswirkungen

Bei der Bundestagswahl haben alle Wahlberechtigten zwei Stimmen: Die Erststimme, mit dem eine Kandidatin oder ein Kandidat aus dem Wahlkreis gewählt werden kann und die Zweitstimme, mit der man die Landesliste einer Partei wählen kann. Bei dieser Bundestagswahl gilt erstmals ein neues Wahlrecht, nach dem Wahlkreiskandidatinnen und -Kandidaten mit den meisten Stimmen nicht mehr automatisch in den Bundestag einziehen.

Stattdessen ziehen nur noch so viele direkt gewählte Abgeordnete ein, wie es ihrer Partei nach dem Zweitstimmen-Ergebnis zusteht. Dies könnte zu einigen Wahlkreisen ohne direkt gewählte Abgeordnete führen, da die Wahlkreissieger mit den schwächsten Erststimmenergebnissen ihrer Partei nicht einziehen, sollte die Partei nicht genug Zweitstimmen erreichen.

Umfragen zur Bundestagswahl: CDU klar vorn – BSW und FDP kratzen an Fünf-Prozent-Hürde

Im Durchschnitt der Umfragen zur Bundestagswahl gaben zuletzt etwa 30 Prozent der Befragten CDU oder CSU wählen zu wollen. Auf Platz 2 lag die in Teilen rechtsextreme AfD mit 21 Prozent. Gefolgt von SPD und Grünen, die aktuell regieren, mit 16 beziehungsweise 13 Prozent. Darauf folgt die Linke mit etwa sieben Prozent. Aktuell an der Fünf-Prozent-Hürde zum Einzug in den Bundestag liegen das BSW und die FDP, die je nach Institut zwischen vier und fünf Prozent liegen. Im Schnitt waren es zuletzt jeweils vier. Die Bundestagswahl wurde vorgezogen, nachdem die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP im November 2024 gescheitert war. (kb)

Rubriklistenbild: ©  Christophe Gateau/dpa

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