VonFelix Busjaegerschließen
Die Kritik an der Verteidigungsministerin bleibt: Seit Wochen wird die Entlassung von Christie Lambrecht (SPD) gefordert – doch die Politikerin will bleiben.
Berlin – Kaum eine deutsche Politikerin stand in den vergangenen Woche so stark in der Kritik wie Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Nun ist die SPD-Politikerin Gerüchten über einen Wechsel auf einen anderen Kabinettsposten entgegengetreten. „Ich habe die Aufgabe der Verteidigungsministerin übernommen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich übernommene Aufgaben auch erfülle“, sagte sie t-online. Ihr Ziel sei es, in der laufenden Wahlperiode die Bundeswehr auf Vordermann zu bringen.
Verteidigungsministerin Lambrecht in der Kritik: Friedrich Merz fordert Entlassung
Verteidigungsministerin Lambrecht ist spätestens mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs von Wladimir Putin in Kritik geraten. Zu zurückhaltend und desinteressiert hätte sie sich verhalten, hieß es mitunter. Zuletzt hatte der Mitflug von Lambrechts Sohnes in einem Regierungshubschrauber für Aufsehen gesorgt – unter anderem wegen eines Schnappschusses aus der Kabine, der teilweise geheime Informationen offengelegt hat. Als Reaktion auf den Vorfall hat Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag, dem 19. Mai, Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, die Ministerin zu entlassen.
Zwischenzeitlich waren Gerüchte in der Politik aufgekommen, dass Bundesinnenministerin Nancy Faeser bei der kommenden Landtagswahl in Hessen als Spitzenkandidatin antreten und Lambrecht als Folge auf ihren Kabinettsposten nachrücken könnte. Diesen Gerüchten trat die Verteidigungsministerin nun entschieden entgegen: „Ich habe die Herausforderung angenommen, die Bundeswehr endlich ordentlich auszustatten. (...) Diese Aufgabe werde ich auch erfüllen“, sagte die Politikerin im Gespräch mit t-online.
Lambrecht räumt Verfehlungen ein – und verweist auf ihre Erfolge als Verteidigungsministerin
Gegenüber der Kritik an der gemeinsamen Reise mit ihrem Sohn mit einem Regierungshubschrauber zeigte Lambrecht Verständnis und versprach, künftig Termine anders zu organisieren. „Aber mir bleibt wichtig, dass rechtlich alles korrekt war und alle Regeln eingehalten wurden.“ Kritik an ihrer Arbeit trat sie hingegen deutlich entgegen: Sie habe „in sehr kurzer Zeit“ viel in Deutschland umgesetzt – unter anderem die Entscheidung zur Bewaffnung von Bundeswehrdrohnen.
