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Christian Stör- Simon Schröder
Nail Akkoyun
Bedrettin Bölükbasi
Gibt es eine Lösung im Ukraine-Krieg? Das Ringen um einen Friedensplan geht in eine entscheidende Phase. Auch Trumps Sondergesandter kommt. Der News-Ticker.
Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie im neuen News-Ticker.
Update, 6:40 Uhr: Ein bedeutendes europäisches Druckmittel gegen Russland sind eingefrorene Guthaben der russischen Zentralbank. Die EU schuf am Freitagabend eine wichtige Grundlage, um dieses Geld für die Ukraine zu nutzen. 25 der 27 Mitgliedstaaten stimmten dafür, eine Rückübertragung nach Russland unbefristet zu verbieten. Auch ein Zugriff der USA auf dieses Geld, wie in der ersten Variante des Friedensplans vorgesehen, ist damit vom Tisch. Nur Ungarn und die Slowakei stimmten mit Nein.
Update, 13. Dezember, 6:00 Uhr: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist an diesem Wochenende für Gespräche über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg nach Berlin. Er werde sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Vertretern treffen, sagte ein hochrangiger US-Beamter der dpa. Konkretere Angaben machte er nicht. Selenskyj wird am Montag in Berlin erwartet, um sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz, einer Reihe europäischer Staats- und Regierungschefs sowie den Spitzen von EU und Nato zu besprechen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 22:46 Uhr: Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten haben mögliche Gespräche über ukrainische Gebietsabtretungen an Sicherheitsgarantien der USA geknüpft. Die Europäer erwarteten von Washington eine Art Beistandsgarantie, ähnlich zu Artikel 5 des Bündnisvertrages, mit dem sich die NATO-Länder im Angriffsfall Unterstützung zusichern, hieß es am Freitag aus dem französischen Präsidentenpalast. „Es braucht volle Transparenz über die Sicherheitsgarantien der Europäer und der Amerikaner, bevor es zu irgendwelchen Anpassungen bei strittigen Gebietsfragen kommt“, erklärte der Élysée-Palast weiter.
Ein Berater von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron betonte zugleich, die Ukraine habe keiner Einigung über Gebietsabtretungen zugestimmt und strebe dies zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht an. Auch eine entmilitarisierte Zone komme für Kiew nicht infrage.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 22:09 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst SBU hat erneut russische Ölplattformen im Kaspischen Meer angegriffen. Langstreckendrohnen der Spezialeinheit Alpha trafen die Filanovsky-Plattform zum zweiten Mal binnen zwei Tagen sowie die nahegelegene Korchagin-Plattform des Ölriesen Lukoil.
Beide Angriffe beschädigten kritische Ausrüstung der Plattformen und zwangen zur Produktionseinstellung, wie eine SBU-Quelle dem Kyiv Independent mitteilte. Das Filanovsky-Ölfeld gehört zu Russlands größten erkundeten Feldern mit geschätzten Reserven von 129 Millionen Tonnen Öl. „Alle russischen Anlagen, die den Krieg unterstützen, werden brennen“, drohte die Quelle mit Blick auf den andauernden Ukraine-Krieg.
Russland trifft türkisches Schiff in ukrainischem Hafen bei Odessa
Update, 21:19 Uhr: Durch einen russischen Raketen- und Drohnenangriff auf die ukrainische Schwarzmeerküste ist ein ausländisches Schiff im Hafen Tschornomorsk bei Odessa beschädigt worden. „Der heutige russische Schlag hat wie viele ähnliche Schläge keinerlei militärischen Sinn und kann keinen haben“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Russland setze seinen Krieg ungeachtet aller Friedensbemühungen fort.
Örtliche Medien in Tschornomorsk veröffentlichten ein Video, das zeigt, wie Rauch aus einem Frachtschiff aufstieg. Das türkische Außenministerium bestätigte, dass es sich um das Schiff eines türkischen Eigners unter ausländischer Flagge handele. Die Besatzung und die Fahrer der Lkw an Bord seien evakuiert worden. Es gebe keine türkischen Verletzten, hieß es. Das Ministerium in Ankara warnte vor Gefahren für die Schifffahrt durch die zunehmenden Angriffe im Schwarzen Meer.
Update, 20:11 Uhr: Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges werden am Montag in Berlin fortgesetzt. Bundeskanzler Friedrich Merz werde Selenskyj zu deutsch-ukrainischen Wirtschaftsgesprächen und „zu einem Austausch über den Stand der Friedensverhandlungen in der Ukraine empfangen“, bestätigte Regierungssprecher Stefan Kornelius entsprechende Medienberichte. Am Abend würden dann „zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und Nato zu den Gesprächen hinzustoßen“.
Ukraine-Krieg aktuell: EU einigt sich auf wichtige Grundlage für Verwendung russischer Gelder
Update, 18:54 Uhr: Die EU hat eine wichtige Grundlage für die Nutzung von russischem Staatsvermögen für die Ukraine geschaffen. Eine große Mehrheit von Mitgliedstaaten stimmte dafür, eine Rückübertragung von in der EU festgesetzten Mitteln nach Russland unbefristet zu verbieten, wie die derzeitige dänische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Dagegen votierten demnach nur Ungarn und die Slowakei.
Im Video: Selenskyj dementiert russische Eroberungsbehauptung im Ukraine-Krieg
Update, 17:17 Uhr: Nach russischen Eroberungsmeldungen hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj demonstrativ am Rande der Stadt Kupjansk im Osten des Landes gezeigt. „Viel haben die Russen von Kupjansk gesprochen, wir sehen, wie es ist“, sagte der Staatschef in einem Video. Dabei zeigte er sich mit Schutzweste – aber ohne Helm – vor dem Hintergrund der zerstörten Ortseingangs-Stele. Er dankte den Soldaten für ihren Einsatz. „Heute ist es außerordentlich wichtig, Ergebnisse an der Front zu erzielen, damit die Ukraine Ergebnisse in der Diplomatie erreichen kann“, sagte er.
Update, 16:19 Uhr: Ein EU-Beitritt der Ukraine, ist laut Verhandlungskreisen im US-Plan zur Beendigung des Konflikts bereits ab Januar 2027 vorgesehen. Ein hochrangiger Vertreter der Unterhändler erklärte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Das ist festgelegt, aber es ist Verhandlungssache, und die Amerikaner sind dafür.“ Seit Juni 2022 ist die Ukraine offiziell EU-Beitrittskandidat. Der Beitrittsprozess gestaltet sich jedoch grundsätzlich langwierig und wird unter anderem durch den Widerstand Ungarns erschwert.
Vor etwa drei Wochen legten die USA einen Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor, der ursprünglich als sehr Moskau-freundlich angesehen wurde. Auf Druck der Ukraine und ihrer europäischen Partner wurde dieser Plan in wesentlichen Punkten überarbeitet. Am Mittwochabend übermittelte die Ukraine eine neue Version nach Washington. Am Donnerstag äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals detaillierter zu den aktuellen Verhandlungsinhalten. Den Angaben zufolge fordern die USA weiterhin, dass die Ukraine bedeutende territoriale Zugeständnisse an Russland macht.
Update, 14:00 Uhr: Offenbar wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am kommenden Montag (15. Dezember) Berlin besuchen und sich mit Bundeskanzler Friedrich Merz treffen. Dies berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach soll es auch Gespräche im sogenannten E3-Format mit Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie Selenskyj geben. Ob die USA teilnehmen werden, ist noch unklar.
Dem Bericht zufolge bestätigte die Bundesregierung diese Information nicht, aber es gibt Anzeichen für den Besuch am Montag. Die Bundestagsabgeordneten wurden wohl über „polizeiliche Maßnahmen anlässlich eines Staatsbesuches im Reichstagsgebäude und im Bundeskanzleramt“ sowie Zutrittsbeschränkungen informiert. Im Regierungsviertel würden bereits Sperren und Sicherheitstechnik aufgebaut werden.
Ukraine-Krieg aktuell: Moskau lehnt Selenskyj-Vorschlag zu Donbass ab
Update vom 12. Dezember, 13.13 Uhr: Russland lehnt den Vorschlag von Präsident Wolodymyr Selenskyj ab, die ukrainische Bevölkerung bei einer Volksabstimmung über Gebietsabtretungen im Donbass entscheiden zu lassen. „Dieses Gebiet ist russisches Territorium“, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, der Agentur Interfax zufolge mit Blick auf die Annexion von 2022. Wenige Monate nach Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine gliederte Russland den Donbass - das sind die Gebiete Donezk und Luhansk - sowie die Regionen Cherson und Saporischschja per Verfassungsänderung völkerrechtswidrig in sein Staatsgebiet ein.
Erstmeldung: Kiew/Washington, D.C. – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kürzlich den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erläutert. Die USA schlugen vor, den von der ukrainischen Armee kontrollierten Teil des Donbass als „freie Wirtschaftszone“ zu deklarieren. Selenskyj erklärte, dass der Kompromiss darin bestehe, dass Russland nicht in dieses Gebiet eindringt.
Selenskyj stellte jedoch eine Bedingung zu diesem Vorschlag auf. Er fragte: „Wenn sich die eine Seite zurückzieht, wie man es von den Ukrainern verlangt, warum zieht sich die andere Kriegspartei nicht um die gleiche Entfernung in die andere Richtung zurück?“
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich einen Friedensplan präsentiert, der von Kritikern als „russische Wunschliste“ bezeichnet wurde, da er hauptsächlich bekannte Forderungen Moskaus enthielt. Die Ukraine und ihre europäischen Partner arbeiteten daran, den Plan zu überarbeiten und unakzeptable Punkte zu entfernen. Am Mittwoch übermittelte die Ukraine ihre Antwort.
Ukrainische Drohnenangriffe in russischen Regionen
In der Region Jaroslawl, nördlich von Moskau, wurde laut dem unabhängigen Internetportal Astra erneut eine Raffinerie angegriffen. Die Ukraine zielt in ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion auch auf die Öl- und Gasindustrie, um die Treibstoffversorgung des russischen Militärs zu stören und die Kriegsfinanzierung Russlands zu erschweren.
In der russischen Stadt Twer wurden bei einem Drohnenangriff auf ein Wohnhaus mehrere Menschen verletzt. „Bei der Abwehr eines Drohnenangriffs auf ein Wohnhaus in Twer wurden Menschen verletzt“, berichtete der amtierende Gouverneur Witali Koroljow. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Kind, das im Krankenhaus behandelt wird. Das beschädigte Gebäude wurde evakuiert.
In der Nacht griff die Ukraine erneut mehrere russische Regionen mit Drohnen an. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von etwa 90 Drohnen, darunter einige, die auf Moskau zusteuerten.
Ukraine-News: Weitere Gespräche über US-Friedensplan in den kommenden Tagen
In den kommenden Tagen sind weitere Treffen und Gespräche über den Friedensplan geplant. „Am Samstag findet ein Treffen statt, wir werden sehen, ob wir daran teilnehmen oder nicht“, sagte Trump im Weißen Haus. Er betonte, dass die USA nur teilnehmen würden, „wenn wir glauben, dass es gute Chancen gibt“.
Bundeskanzler Friedrich Merz erwähnte, dass es nach den Gesprächen am Wochenende möglicherweise ein Treffen in Berlin geben könnte. Die Teilnahme der US-Regierung sei jedoch noch unklar. Trump ist Berichten zufolge sowohl von Selenskyj als auch von Kreml-Chef Wladimir Putin frustriert.
Ukraine-Verhandlungen über Territorium und Armeegröße
Territorialfragen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind zentrale Themen der Gespräche. Selenskyj hat Gebietsabtretungen ausgeschlossen und betont, dass nur das ukrainische Volk darüber entscheiden kann. „In Form von Wahlen oder in Form eines Referendums, doch muss es die Position des Volkes der Ukraine sein“, sagte er in Kiew. Die Ukraine besteht auf einer Truppenstärke von 800.000 Soldaten, während der ursprüngliche Friedensplan eine Begrenzung auf 600.000 vorsah.
Die USA schlugen vor, dass die ukrainische Armee sich aus den noch gehaltenen Teilen von Donezk und Luhansk zurückzieht. Laut einer Umfrage des Rasumkow-Zentrums lehnen über 90 Prozent der Ukrainer territoriale Zugeständnisse an Russland ab. Kreml-Chef Putin drohte, dass Russland seine Ziele auf dem Schlachtfeld erreichen werde, falls die Ukraine dieser Bedingung nicht zustimmt. (bb)
Rubriklistenbild: © John Macdougall/dpa



