FR Klima wirft einmal im Monat einen Blick auf unsere Energieerzeugung: In Zusammenarbeit mit dem Thinktank Agora Energiewende bereiten wir die aktuellsten Daten zum Strommix in Deutschland auf.
Erneuerbare Energien erreichten im Februar 55 Prozent am Strommix und damit den höchsten Wert in diesem Monat seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2012. Wind- und Solarkraftanlagen erzeugten mit 43 Prozent doppelt so viel Strom wie die Kohlekraftwerke, deren Anteil mit 21 Prozent auf den niedrigsten Februar-Stand seit der Corona-Pandemie fiel.
Windstrom verzeichnete ein Plus von 4,5 Terawattstunden. Der Anstieg der Windenergie ist zum einen auf stärkere Winde zurückzuführen: Die Windgeschwindigkeit lag 19 Prozent höher als im Februar 2023. Und zum anderen auf den Zubau von 3,1 Gigawatt Wind an Land sowie 0,3 Gigawatt Wind auf See seit März 2023.
Die Kohleverstromung fiel um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum durch die hohe Windstromerzeugung in Kombination mit einer gesunkenen Auslandsstromnachfrage; zugleich hatte Deutschland eine nahezu ausgeglichene Stromhandelsbilanz und importierte im Februar nur 0,2 Terawattstunden mehr als es exportierte.
Insgesamt verzeichneten deutsche Kraftwerke einen Rückgang der Emissionen von 30 Prozent beziehungsweise 5,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten gegenüber dem Vorjahresmonat.
Agora Energiewende ist ein unabhängiger Thinktank, der wissenschaftlich fundierte und politisch umsetzbare Wege zur Klimaneutralität erarbeitet. Die Grafik basiert auf Daten von https://www.agora-energiewende.de. Auf der Website sind zudem ausführlichere Monatsauswertung mit interaktiven Charts verfügbar.