WTO-Konfernez

WTO-Ministerkonferenz: Verlängerung wegen fehlender Fortschritte

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Da die Ministertagung der Welthandelsorganisation (WTO) zu scheitern droht, wird die Tagung um 24 Stunden verlängert.

Genf -  Die Minister setzten ihre Beratungen nun bis Donnerstag fort, teilte die WTO in Genf in der Schweiz mit. Die Verhandlungen über wichtige Handelsvereinbarungen etwa zu Corona-Patenten oder schädlichen Fischerei-Subventionen waren nach einem vielversprechenden Start Anfang der Woche ins Stocken geraten, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete.

«Die Zeit für den Abschluss sinnvoller Vereinbarungen wird knapp», sagte WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala aus Nigeria am Dienstagabend. Das Risiko steige, dass die Regierungsvertreter mit leeren Händen nach Hause gehen, warnte Konferenzleiter Timur Suleimenow aus Kasachstan. Vor allem Indien und zeitweise Sri Lanka und Ägypten stellten sich in einigen Verhandlungssträngen quer und verhinderten zunächst Konsens. Jedes der 164 Mitgliedsländer kann Vereinbarungen stoppen, weil die Organisation sich bei allen Beschlüssen auf Einstimmigkeit verpflichtet hat. (dpa)

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