Ukraine-Krieg

Zäher Ringtausch: Strack-Zimmermann für direkte Waffenlieferung an die Ukraine

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Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, hat sich für eine direkte Lieferung deutscher Panzer an die Ukraine ausgesprochen.

Berlin in Deutschland - "Die Idee des Ringtauschs macht Sinn. Aber es läuft nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte die FDP-Verteidigungsexpertin der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Freitag.

"Wir müssen dann auch den Mut haben einzugestehen, dass es nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben, und sollten gegebenenfalls stattdessen direkt an die Ukraine liefern", sagte Strack-Zimmermann. Ukrainische Soldaten hätten inzwischen "bewiesen, wie schnell sie neues Gerät erlernen und bedienen können".

Bei dem Ringtausch-Verfahren sollen östliche Verbündete der Ukraine leicht bedienbare Panzer sowjetischer Bauart zu Verfügung stellen. Deutschland sagte den Nato-Partnern im Gegenzug modernes Gerät als Ersatz zu. Polens Präsident Andrzej Duda hatte Berlin allerdings wiederholt vorgeworfen, Zusagen nicht einzuhalten.

Die Bundesregierung hat Ringtausch-Geschäfte neben Polen auch mit Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Griechenland vereinbart. cha/hex

Ukraine und Russland unterzeichnen Abkommen zu Getreideexporten

Die Ukraine und Russland wollen am Freitag in Istanbul ein Abkommen zur Ausfuhr von Getreide und anderer landwirtschaftlicher Güter unterzeichnen. Die Einigung war über mehrere Wochen unter Vermittlung der Türkei und der Vereinten Nationen ausgehandelt worden. Sie sieht unter anderem gesicherte Korridore im Schwarzen Meer für die Ausfuhr von ukrainischem Getreide vor.

Derzeit sind zwischen 20 und 25 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine blockiert. Der russische Angriffskrieg und seine Folgen haben die Preise für Getreide und Öl in die Höhe getrieben. Die Ausfuhr russischen Getreides und Düngers soll durch das Abkommen ebenfalls erleichtert werden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und UN-Generalsekretär António Guterres sollen bei der Unterzeichnung zugegen sein. pe

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