Aktuelle Auswertung

Trendwende bei Gebrauchtwagenpreisen: Käufer zahlen deutlich weniger

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Zuletzt kannten die Preise für Gebrauchtwagen nur eine Richtung: nach oben. Nach drei Jahren des Anstiegs gibt es nun aber laut einer aktuellen Auswertung eine Trendwende.

Die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben sich auf viele Wirtschaftszweige ausgewirkt. Auch die Autoindustrie blieb nicht verschont: Aufgrund des Chipmangels und stockenden Lieferketten gingen Lieferzeiten teils drastisch in die Höhe. Und weil Neuwagen immer schwerer zu bekommen waren, zog auch die Nachfrage auf dem Gebrauchtwagenmarkt an – und damit stiegen auch die Preise. Nun allerdings scheint eine Trendwende eingetreten zu sein.

Gebrauchtwagen: Seit Mai 2023 sinken laut einer Auswertung die Preise

Laut einer Auswertung der Kfz-Handelsplattform mobile.de erreichten die durchschnittlichen Gebrauchtwagenpreise im Mai 2023 einen Jahreshöchststand von 33.889 Euro. Seitdem gingen die Preise nach unten: In den folgenden sieben Monaten sanken sie auf einen Durchschnittspreis von 32.820 Euro. Im Dezember 2023 waren Gebrauchtwagen damit durchschnittlich 0,7 Prozent günstiger als im Vorjahr. Erstmals nach drei Jahren sanken damit die Preise auch Jahresvergleich – zuletzt war das im Februar 2021 der Fall gewesen.

Die zehn seltensten Autos der Welt – und was sie kosten

Das wertvollste Auto der Welt: Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé.
Uhlenhaut-Coupé: Teurer als der Mercedes 300 SLR Coupé, benannt nach dem Ingenieur und Daimler-Benz-Vorstand Rudolf Uhlenhaut, ist kein anderes Auto auf der Welt. Es erzielte bei einer Versteigerung 135 Millionen Euro. Ein weiteres Exemplar des für Autorennen konzipierten, aber nie eingesetzten 302-PS-Wagens von 1955 steht (ohne Motor) im Stuttgarter Mercedes-Museum. © Mercedes-Benz AG – Communicati
Ferrari 250 GTO
Ferrari 250 GTO: Gerade mal 39 dieser Rennwagen wurden von 1962 bis 1964 produziert. Damals kostete das Coupe mit 301 PS starkem V12-Motor 18.000 US-Dollar – vor einigen Jahren erzielte ein von Stirling Moss pilotiertes Exemplar bei einer Auktion über 38 Millionen Dollar. Ein anderer Wagen soll sogar für 70 Millionen Dollar privat verkauft worden sein. © Simon West/Imago
Aston Martin DB4 GT Zagato
Aston Martin DB4 GT Zagato: 20 Exemplare der leichteren und verbesserten Version des normalen DB4 wurden Anfang produzierte Aston Martin Anfang der 60er-Jahre. Eines der 314 PS starken Coupés mit viel Alu-Teilen wurde vor Kurzem für 14,3 Millionen Dollar versteigert. © Ingo Wagner
Mercedes 300 SL Flügeltürer
Mercedes 300 SL Flügeltürer: 1.400 Coupés und 1.858 Roadster baute Mercedes von 1954 bis 1963 – die frühere, geschlossene Version mit den charakteristischen, nach oben schwingenden Türen ist also die rarere und auch höher gehandelte. Der bisherige Auktions-Höchstpreis des bis zu 240 PS starken Sechszylinder-Sportlers liegt bei 4,62 Millionen Dollar. © Oscar Gonzalez/Imago
Lamborghini Veneno
Lamborghini Veneno: Der (wie bei der VW-Tochter üblich) nach einem Kampfstier benannte Extremsportler wurde ab 2013 nur fünf mal gebaut. Die Leistung des V12-Motors ist mit 740 PS gar nicht mal besonders spektakulär, trotzdem fand der Roadster für die aufgerufenen 4,5 Millionen Dollar problemlos seine Käufer. © Lamborghini
Maybach Exelero
Maybach Exelero: 2005 war so einiges anders. Die Mercedes-Benz Group hieß noch DaimlerChrysler, Maybach agierte als eigenständige Marke – und baute für den Reifenhersteller Fulda diese Version der Luxus-Limousine mit 700 PS starkem V12-Motor. Gerüchten zufolge kaufte ein US-Rapper das Einzelstück, das immer mal in TV-Serien und Musik-Videos zu sehen war, für acht Millionen US-Dollar. © Mercedes-Benz
Jaguar XKSS
Jaguar XKSS: Nur 16 Exemplare dieses 237 PS leistenden Roadsters bauten die Briten 1956 und 1957. Hollywood-Star Steve McQueen erstand einen für vergleichsweise lächerliche 5.000 Dollar, der Wert dieses speziellen Exemplars wird heute auf 30 Millionen Dollar geschätzt. Schnäppchenjäger können den „Jag“ aber schon für 1,5 Millionen schießen. © Daniel Prest/Imago
Ferrari Testa Rossa
Ferrari 250 Testa Rossa: Der Rennwagen wurde 1957 bis 1961 in verschiedenen Varianten und mit bis zu 390 PS 34 mal gebaut. Der mittlerweile legendäre Name steht für die roten Zylinderköpfe. Das bislang teuerste Exemplar wurde für 39,8 Millionen US-Dollar versteigert. © epa ansa Benvenuti/Ho
BMW 507
BMW 507: Der ikonische Roadster von Designer Albrecht Graf von Goertz wurde 1956 bis 1959 nur 252 mal gefertigt. Mit 150 PS war er seinem direkten Konkurrenten, dem offenen Mercedes SL 300, zwar leistungsmäßig unterlegen, US-Stars wie Elvis Presley griffen trotzdem zu – sein Exemplar ist heute wieder in BMW-Besitz. Der Marktwert für gut gepflegte 507 liegt bei etwa zwei Millionen Dollar. © Imago
W Motors Lykan HyperSport
W Motors Lykan HyperSport: Der durch den Film „Furious 7“ bekannte, 792 PS starke Supersportler ist das einzige nicht europäische Auto dieser Liste – er stammt nämlich aus dem Libanon. Seit 2012 wurde er sieben mal gebaut, im Preis von 3,4 Millionen Dollar sind 420 Diamanten an den Scheinwerfern inbegriffen. © Ali Haider

Gebrauchtwagen werden günstiger – und warten länger auf Käufer

Mit dem Rückgang der Preise ging gleichzeitig eine längere Standzeit der Gebrauchten einher: Während es im Dezember 2022 im Schnitt 87,9 Tage dauerte, bis ein Gebrauchter einen neuen Besitzer fand, waren es im Dezember 2023 bereits 96,7 Tage – ein Zuwachs von 10,1 Prozent. Das Alter der Gebrauchtwagen blieb mit 45,5 Monaten im Dezember 2023 im Schnitt etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Laut einer Auswertung sind die Preise für Gebrauchtwagen erstmals seit Februar 2021 wieder gesunken. (Symbolbild)

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Wer einen Gebrauchtwagen kauft, sollte einige Dinge beachten, um keine böse Überraschung mit dem Fahrzeug zu erleben – speziell beim privaten Verkauf wird gerne mal geschummelt. Besonders wichtig ist es, sich Zeit zu lassen. Auf jeden Fall sollten Interessenten eine Sichtkontrolle des Wagens durchführen und die Daten aus der Anzeige, mit denen des tatsächlichen Fahrzeugs vergleichen – spezielles Augenmerk gilt hier dem Kilometerstand. Wer sichergehen will, sollte die Gebühr für einen Gebrauchtwagencheck investieren, wie er von vielen Prüforganisationen und Kfz-Betrieben angeboten wird. Bei Elektroautos kann sich ein professioneller Batteriecheck lohnen.

Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa

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