Methode für frühen Ruhestand

Rente mit 45? Mit diesem Plan soll früher Ruhestand funktionieren

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Früh in Rente gehen, das soll nach dem 4-Schritte-Plan einer Amerikanerin funktionieren. Aber wie erreicht man den Ruhestand mit 45 Jahren?

Wer will das nicht? Früh in Rente gehen und trotzdem genug Geld haben, um gut leben zu können. Doch wer früher in Rente gehen will, muss mit Abschlägen rechnen. Eine Tabelle zeigt: So viel weniger Geld gibt es dann im Alter. Außerdem muss man bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland lange genug in die Rentenkasse eingezahlt haben, um im Ruhestand ein Einkommen zu haben. Eine Rente mit 45 Jahren ist mit der gesetzlichen Rentenversicherung auch gar nicht möglich, denn das Renteneintrittsalter ist klar geregelt.

Wer also mit 45 Jahren in Rente gehen will, braucht eine private Altersvorsorge und einen konkreten Plan. Laut „Business Insider“ hat eine Frau aus den USA einen solchen Plan entwickelt. Wie soll der 4-Schritte-Plan funktionieren?

In vier Schritten mit 45 Jahren in Rente: Das ist der Plan für frühen Ruhestand

2025 wird zwar die Rente erhöht, doch das Renteneintrittsalter bleibt gleich. Wer also mit 45 in Rente gehen möchte, sollte sich nicht auf die gesetzliche Rente konzentrieren, sondern einen eigenen Plan haben. So wie eine Frau aus den USA. „Business Insider“ verrät den 4-Schritte-Plan der Dame, die gerne mit 45 Jahren in Rente gehen möchte.

4-Schritte Plan, um mit 45 Jahren in Rente zu gehen:

  • Einstellung zu Geld ändern
  • Wert schaffen
  • Investitionen
  • Zusätzliche Einkommensquellen

So soll der 4-Schritte-Plan, um mit 45 Jahren in Rente zu gehen, funktionieren

Der 4-Schritte-Plan einer Amerikanerin, um mit 45 Jahren in Rente gehen zu können, beinhaltet verschiedene Aspekte. Einer davon ist, dass man seine Einstellung zu Geld ändern muss. Damit meint die Verfasserin des Plans laut „BIZ.Daily“, dass der eigene Wert höher angesetzt werden muss. Das bedeutet, dass man sich auf besser bezahlte Stellen bewerben muss, um eine deutliche Gehaltssteigerung zu erzielen.

Darüber hinaus soll durch Engagement und Fokussierung auf den Unternehmenswert eigener Wert geschaffen werden. Beförderungen und Gehaltserhöhungen sollen die Folge sein, wenn man täglich daran arbeitet, dem Unternehmen zu helfen und die Ziele effizienter zu erreichen. Der 4-Schritte-Plan sieht vor, dass bereits mit einem geringen Einkommen in die eigene Altersvorsorge investiert wird. Auch Immobilieninvestitionen sollen zum Vermögensaufbau beitragen.

Renten-Meilensteine in Deutschland in Bildern – von Bismarck über Riester bis Müntefering

Otto von Bismarck brachte im Juni 1889 nach jahrelanger Debatte das „Gesetz über die Invaliditäts- und Altersversicherung“ durch den Reichstag.
Der Name Bismarck hallt bis heute nach. Auch weil Otto von Bismarck im Juni 1889 nach jahrelanger Debatte das „Gesetz über die Invaliditäts- und Altersversicherung“ durch den Reichstag brachte. Die Geburtsstunde der Rente in Deutschland. © Photo 12/www.imago-images.de
Der Holzstich zeigt Dreher, Gießer und Former in einer Porzellanfabrik um 1880.
Altersrente gab es damals aber erst ab dem vollendeten 70. Lebensjahr – die Lebenserwartung betrug damals nicht mal 50 Jahre. Der Holzstich zeigt Dreher, Gießer und Former in einer Porzellanfabrik um 1880. © imago stock&people/Imagebroker
Bismarcks politisches Kalkül war klar: Er wollte die Arbeiter besänftigen.
Bismarcks politisches Kalkül war klar: Er wollte die Arbeiter besänftigen. Rentenversichert waren zunächst Arbeiter und „kleine Angestellte“ mit Einkommen bis 2.000 Mark. Die Beiträge zahlten Arbeitgeber und -nehmer zu gleichen Teilen. © IMAGO/GRANGER Historical Picture Archive
Angestellte waren ab 1913 bei der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte angesiedelt.
Größere Reformen gab es Anfang des 20. Jahrhunderts. Angestellte waren ab 1913 bei der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte angesiedelt. Sie konnten schon ab 65 Jahren in Rente gehen – anders als Arbeiter. © imago stock&people/Arkivi
Das Bild zeigt verwundete deutsche Soldaten in Frankreich.
Vor dem Ersten Weltkrieg hatten die deutschen Rentenversicherungsanstalten Überschüsse, die sie etwa in Wohnungsbau steckten. Entlassungswellen und Hinterbliebenenrenten änderten das schnell. Das Bild zeigt verwundete deutsche Soldaten in Frankreich. © imageBROKER/GTW
Frauen im Ghetto Warschau bei erzwungener Näharbeit
Im NS-Regime werden Jüdinnen und Juden und andere verfolgte Gruppen aus der Rentenversicherung ausgeschlossen. Millionen von Zwangsarbeitern - im Foto: Frauen 1941 im Ghetto Dambrowa Gornicza bei erzwungener Näharbeit – bleiben ohne Rentenansprüche. Überschüsse der Kassen flossen in Kriegsanleihen. © Imago/Reinhard Schultz
Bundeskanzler Konrad Adenauer (r) gibt in Bonn seine Stimme für die Bundestagswahl 1957 ab
„Keine Experimente“ lautete Konrad Adenauers Slogan zur Bundestagswahl 1957. Bei der Rente wagte er aber eine Reform. Bis dato waren die Renten enorm gering, 50 DM war der Mindestsatz, der Durchschnitt nur unwesentlich höher. Nun änderte sich die Berechnung, Arbeiterrenten stiegen um etwa 60 Prozent. © DB/picture alliance/dpa
Willy Brandt im Jahr 1972.
Die nächste große Neuerung gab es unter Willy Brandt. Seit (dem Wahljahr) 1972 können auch Nicht-Pflichtversicherte in die Rentenversicherung einzahlen – etwa Selbstständige und Hausfrauen. Letzteres war ein Schritt zur Unabhängigkeit von den Ehemännern. Ab 1977 gab es dann auch einen „Versorgungsausgleich“ bei Scheidung. © Imago/Sven Simon
Norbert Blüm klebt Rentenplakat
„Die Rente ist sicher“: Auch mit diesem Satz blieb der mittlerweile verstorbene Arbeitsminister Norbert Blüm in Erinnerung. Auch Blüm kümmerte sich aber um die Lage der Rentnerinnen – er führte 1986 die „Mütterrente“ ein. Seither zählen Kindererziehungszeiten für die Rentenhöhe. © Peter Popp/picture-alliance/dpa
13 09 1985 Berlin Deutsche Demokratische Republik DDR Alte Frauen unterhalten sich
Die nächste große Herausforderung ist die Eingliederung der Bürger der ehemaligen DDR (hier ein Foto aus Ostberlin 1985) in die bundesdeutsche Rentenkasse. Die Deutsche Rentenversicherung preist rückblickend die Stärke des umlagefinanzierten Systems: „Die Rentenversicherung zahlte von einem Tag auf den anderen fast vier Millionen zusätzlicher Renten. Das wäre in einem kapitalgedeckten Rentensystem nicht vorstellbar gewesen.“ © imago stock&people/Franksorge
Kanzler Helmut Kohl (re.), Blüm und Finanzminister Theo Waigel
Die nächste Reform folgt dennoch – Kanzler Helmut Kohl (re.), Blüm und Finanzminister Theo Waigel (li.) müssen sparen, auch angesichts der alternden Bevölkerung. Ab 1992 steigen Altersgrenzen. Frauen und Arbeitslose (bislang bis 62 Jahren) und langjährige Versicherte (bis 63) müssen nun bis 65 arbeiten. Nur noch ein Jahr Kindererziehungszeit ist anrechenbar. © Michael Jung/dpa/picture-alliance
Koalitionsverhandlungen Riester Schröder
Auch Gerhard Schröders Rot-Grün hat ebenfalls Rentenpläne im Gepäck. Arbeitsminister Walter Riester leiht der „Riester-Rente“ seinen Namen – der Staat fördert auf ihrem Wege private Altersvorsorge. Das Modell gilt mittlerweile aber als Flop. Riester arbeitete später auch für Carsten Maschmeyers Finanzdienstleister AWD, dem die Reform gelegen gekommen sein dürfte. © picture-alliance / dpa | Hermann_J._Knippertz
Franz Münterfering und Angela Merkel 2007 im Bundestag.
Heikle Operation: SPD-Vizekanzler Franz Müntefering brachte 2007 die „Rente mit 67“ auf den Weg. Angela Merkels GroKo plante allerdings lange Übergangsfristen, noch bis 2031 dauert die Anhebung des Eintrittsalters an. Für Menschen, die 45 Jahre einzahlten, gab es eine Sonderregel. © Imago/Metodi Popow
Angela Merkel und Andrea Nahles 2017 bei einer Kabinettssitzung.
Müntefering war nicht mehr dabei als Merkels zweite GroKo 2017 das nächste „Rentenpaket“ schnürte. Arbeitsministerin war nun Andrea Nahles. Diesmal ging es um Erleichterungen. Langjährig Versicherte konnten nun ab 63 in Rente, die Mütterrente wurde ausgeweitet. 2018 kamen im „Rentenpakt“ (ohne drittes e) „Haltelinien“ für Beiträge und Rentenniveau hinzu. © Michael Kappeler/dpa/picture alliance
19 02 2017 Angleichung der Rente Rente Ostrente Westrente Ost West Altersruhegeld Angleichu
Fast 35 Jahre wird es gedauert haben – aber ab 2025 werden für die Rente in Ost- und Westdeutschland die gleichen Berechnungsgrößen gelten. Ein durchaus historischer Schritt. Beschlossen wurde er schon 2017. © imago stock&people/Steinach
Arbeitsminister Hubertus Heil – zuständig auch für die Rente – im Bundestag.
Die Evolution der Rente geht weiter: Seit 2021 gibt es die Grundrente als Zuschlag für Menschen, die unterdurchschnittlich verdient haben. Es wird nicht der Schlusspunkt sein: Angedacht – aber umstritten – ist die Aktienrente. Zugleich altert die deutsche Bevölkerung weiter, das Umlagesystem ist unter Druck. Ist die Rente sicher, auch über die Amtszeit von Hubertus Heil hinaus? Die Zukunft wird es zeigen. © Hannes P. Albert/dpa/picture-alliance

Neben der Arbeit sollten auch passive Einkommensquellen erschlossen werden. Dazu zählt die Verfasserin des 4-Schritte-Plans laut „BIZ.Daily“ die Vermietung von Immobilien, Coaching und den Verkauf eines E-Books.

Ist es mit dem 4-Schritte-Plan möglich mit 45 Jahren in Rente zu gehen?

Ob es mit dem 4-Schritte-Plan gelingt, mit 45 Jahren in Rente zu gehen, ist nicht garantiert. Ein Blick auf die Thesen der Amerikanerin zeigt, dass die Faktoren individuell sind und von Erfolg, Glück und dem eigenen finanziellen Startpunkt abhängen. Aber der Plan macht deutlich, dass es auch alternative Formen der Frühverrentung und des Alterseinkommens gibt. Ein Experte gibt noch einen wichtigen Tipp zur privaten Altersvorsorge zusätzlich zur Rente.

Rubriklistenbild: © Collage: echo24.de, Fotos: IMAGO/ Steinach, IMAGO/ Photothek

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