Rührendes Happy End

Katze Harriet taucht nach neun Jahren wieder auf – über 1.600 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt

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Vor Jahren verschwindet eine Katze spurlos. Ihre Besitzerin ist traurig und ist überzeugt, Harriet sei getötet worden. Doch dann erhält sie einen Anruf – aus 1.600 Kilometern Entfernung.

Wenn Tiere ihren Besitzern ausbüxen, ist der Schock groß. Es ist für die Halter schließlich sehr schwer, damit umzugehen, besonders dann, wenn die Katze, Hund und Co. spurlos verschwinden. Viele fragen sich dann: Geht es ihm/ihr gut? Werde ich meine Fellnase jemals wiedersehen? Letzteres hatte Susan Moore schon aufgegeben. Ihre Katze „Harriet“ ist bereits vor neun Jahren aus ihrem Leben getreten, lange hat sie nach ihr gesucht. Vergebens.

Katze „Harriet“ neun Jahre verschwunden: Sie lebt bei jemand ganz anderem

Katze „Harriet“ hat in neun Jahren sicherlich viel von der Welt gesehen. 

Susan und ihr Mann Brian leben auf einer Ranch in Kalifornien, verzweifelt soll sie damals ihr riesiges Grundstück durchforstet haben. Doch vergeblich: Harriet ist nicht aufzufinden. Schließlich glaubt das Ehepaar, dass die Mieze von einem herumstreifenden Kojoten getötet worden sein muss. Susan Moores Herz ist gebrochen, weil sie ihre Katze sehr lieb hatte, findet sich aber damit ab, dass Harriet, welche sie als Katzenbaby aus einem Tierheim adoptiert hatte, nicht mehr am Leben ist.

Doch dann passiert Überraschendes: Aus heiterem Himmel erhält die 57-Jährige neun Jahre später einen Anruf. Eine Mitarbeiterin eines Tierheims aus dem US-Bundesstaat Idaho ist dran und erklärt ihr, dass Harriet bei ihnen sei. Zuerst kann es die Kalifornierin nicht glauben, schließlich ist der Ort, aus dem sie angerufen wird, etwa 17 Autostunden und mehr als 1.600 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt. „Ich war komplett schockiert“, gibt Moore im Gespräch mit der US-amerikanischen Tageszeitung The Washington Post zu. Doch die Mitarbeiterin lässt sich nicht abwimmeln und besteht darauf, dass sie Harriets Mikrochip gescannt hätten und es sich tatsächlich um ihre Katze handele.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Katze „Harriet“ neun Jahre verschwunden: Tierheim-Mitarbeiterin nimmt sie auf

Offenbar war die Mieze dabei aufgegriffen worden, als sie in einer Kleinstadt herumgeirrt sei. Ein Beobachter habe sie dann ins Tierheim gebracht. „Ich wünschte, sie könnte reden, weil ich echt zum Teufel nochmal wissen möchte, wie diese Katze bis nach Idaho kam“, meint Moore weiter. Allerdings hat sie eine Vermutung: Wahrscheinlich ist Harriet weggelaufen, jemand hat sie in Kalifornien aufgesammelt, sie bei sich behalten und ist später nach Idaho gezogen. Von dort ist sie dann wieder weitergezogen. „Jemand hat sich entweder um sie gekümmert oder sie wusste genau, wo sie zum Fressen hingehen musste“, erklärt auch Tierheimleiterin Vicky Nelson. Sie habe schließlich gesund ausgesehen, als sie aufgelesen wurde. Es sei ein Glück gewesen, dass Harriet einen Mikrochip besessen habe und zeige auch, wie wichtig diese Technologie für Tierhalter sei.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Als Moore schließlich erfährt, dass eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Tierheims, die mehrere Katzen-Senioren schon bei sich beherbergt, Harriet aufnehmen möchte, entscheidet sich die Besitzerin nach all der Zeit schweren Herzens dafür. Bei der 75-Jährigen, die Harriet nun in „Isis“, nach der altägyptischen Katzengöttin, umbenannt hat, kann sie die restlichen Tage ihres Lebens in Frieden mit Freunden verbringen.

Rubriklistenbild: © Kootenai Humane Society

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