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Aktuell wird vor einer beliebten Soße gewarnt, die bei Rewe verkauft wird. Es wird vom Verzehr dringend abgeraten. Das Produkt könnte anders schmecken, als erwartet.
Frankfurt – Grüne Soße ist variantenreich und erfreut sich nicht nur hierzulande großer Beliebtheit. Viele Länder kennen die Zubereitung auch in ihrer Landesküche, wenn auch in abgewandelter Form. Frankreich hat die „sauce verte“, England die „green sauce“ und Italien und Spanien die „salsa verde“.
Großer Soßen-Rückruf bei Rewe: Dieses Produkt ist betroffen
In Frankfurt ist die Grüne Soße so beliebt wie nirgendwo sonst. Ihr wird nicht nur ein Festival gewidmet, im Frankfurter Stadtteil Oberrad hat die Künstlerin Olga Schulz der Grünen Soße 2007 sogar ein Denkmal gesetzt. Die spezielle Kräutermischung der hessischen Spezialität ist seit 2016 außerdem europäisch geschützt (geografisch geschützte Angabe).
Wer im Alltag wenig Zeit für die Zubereitung der kalten Kräutersauce hat, findet im Supermarkt bei Rewe und gelegentlich auch bei Aldi eine Auswahl. Doch Vorsicht: aktuell wird die „Wilhelm Brandenburg Grüne Soße mit 7 Kräutern“ im 500-Gramm-Becher mit dem MHD 16.07.2024, das bei Rewe in den Kühlregalen steht, zurückgerufen. Momentan wird auch wegen eines Produktionsfehlers vor einer Eissorte gewarnt.
Bei Rewe im Kühlregal: Hersteller ruft beliebte Soße zurück
Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt, wurde ein falsches Mindesthaltbarkeitsdatum aufgedruckt, weshalb es aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vorsorglich zurückgerufen wird. Die Ware könne einen „säuerlichen Geschmack und Geruch“ aufweisen, heißt es in der Rewe-Pressemitteilung weiter. Vom Verzehr des Produkts wird daher abgeraten.
Die wichtigsten Eckdaten des betroffenen Produkts im Überblick:
| Hersteller | Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. |
|---|---|
| Produkt | Wilhelm Brandenburg Grüne Soße mit 7 Kräutern |
| Verpackungseinheit | 500 Gramm |
| Betroffenes MHD | 16.07.2024 |
Wie das Unternehmen über das Portal produktwarnung.eu informiert, habe der Hersteller als auch die betreffenden Handelsunternehmen die Ware bereits aus dem Verkauf genommen. Kundinnen und Kunden, die dieses Produkt mit dem falschen Mindesthaltbarkeitsdatum schon gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises in dem jeweiligen Markt zurückgeben. Von dem Rückruf sind Produkte mit abweichenden Mindesthaltbarkeitsdaten jedoch nicht betroffen. Kürzlich wurde auch ein Fisch-Rückruf ausgeweitet – hierbei seien deutlich mehr Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen.
Soßen-Rückruf bei Rewe: Diese Bundesländer sind betroffen
Folgende Bundesländer sind laut lebensmittelwarnung.de nach derzeitigem Stand von dem Rückruf betroffen:
- Baden-Württemberg
- Bayern
- Berlin
- Brandenburg
- Bremen
- Hessen
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen
- Nordrhein-Westfalen
- Rheinland-Pfalz
- Saarland
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Thüringen
Für Verbraucherinnen- und Verbraucheranfragen kann der Kundenservice unter der Rufnummer 069/420982-9911 oder alternativ über der E-Mail-Adresse: qualitaetsmetzgerei.w.brandenburg@rewe-group.com kontaktiert werden.
Häufig werden Rückrufe wegen Verunreinigungen oder Produktionsfehler gestartet
Lebensmittel, die gesundheitsschädlich oder falsch gekennzeichnet sind, dürfen laut Verbraucherschutz nicht in Umlauf geraten. Und obwohl in Deutschland und der EU strenge Regeln und Kontrollen zur Lebensmittelsicherheit gelten, kommt es leider immer wieder vor, dass Unternehmen ihre Produkte wegen Verunreinigungen oder Produktionsfehler zurückrufen müssen. Kunststoffteile in Toastprodukten zwang einen Hersteller kürzlich zu einer Brot-Rückrufaktion bei Lidl. Vor einem Schinken-Produkt wurde ebenfalls wegen Fremdkörper gewarnt – diese könnten schwere Verletzungen verursachen.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale sind Lebensmittel bei verschlossener Verpackung und richtiger Lagerung auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums häufig noch bedenkenlos zu genießen und dürfen vom Händler auch weiter verkauft werden. Anders ist es hingegen beim Verbrauchsdatum. Dieser ist für besonders schnell verderbliche und empfindliche Lebensmittel vorgeschrieben. Hier kann nach Ablauf des Verbrauchdatums eine Gesundheitsgefahr durch Keime entstehen. Ein großer Käse-Rückruf wurde wegen einer Kontamination mit Listerien herausgegeben – bei Verzehr drohten schwerwiegende Erkrankungen. (vw)
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