Gesunde Fette, Eiweiß und Balaststoffe

Abnehmen beim Frühstück: Drei Zutaten können helfen, Gewicht zu verlieren

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Möchten Sie ein paar Kilos verlieren? Dann essen Sie sich gleich morgens satt. Die Bestandteile des Frühstücks spielen dabei eine wichtige Rolle.

Wer seinen Tag mit einem gesunden und ausgewogenen Frühstück startet, der tut nicht nur seiner Gesundheit, sondern auch seiner Figur etwas Gutes. Deshalb ist es keine gute Idee, beim Abnehmen das Frühstück ausfallen zu lassen oder nur durch Kaffee zu ersetzen. Letzteres kann sogar zur frühzeitigen Alterung führen. Abnehmwillige können deshalb morgens gerne zugreifen. Jedoch sollten sie auf die verwendeten Zutaten und Lebensmittel achten, da sich einige besser auf das Gewicht auswirken als andere.

Abnehmen mit gesundem Frühstück: Drei Zutaten sind entscheidend

Zum Abnehmen können Sie ab sofort Frühstück neu denken: Denn Salat ist ein geeigneter Bestandteil, um Gewicht zu reduzieren.

Um abzunehmen, muss normalerweise die Kalorienaufnahme reduziert werden. Das bedeutet, dass man teilweise auf Essen verzichten muss. Während dieses Vorgehen beispielsweise beim Intervallfasten durchaus gesund sein kann, löst es jedoch gleichzeitig im Körper auch Stress aus. Dieser wiederum kann für das Abnehmvorhaben eher hinderlich sein. Im Körper passiert dann nämlich folgendes: Durch die Freisetzung des Stresshormons Cortisol steigt der Blutzucker an. Dadurch wird wiederum Insulin freigesetzt und Zucker gelangt besonders rasch in die Zellen. Hier wird er dann vor allem in der Bauchregion gespeichert.

Mithilfe eines regelmäßigen und gesunden Frühstücks kann dieser Kreislauf jedoch unterbrochen werden. Bei Übergewichtigen führt eine ausgewogene Mahlzeit am Morgen beispielsweise dazu, dass sie sich länger gesättigt fühlen und so ihren Appetit besser unter Kontrolle bringen können. Dabei spielen bestimmte Zutaten eine wesentliche Rolle, denn sie können das Abnehmen besonders effektiv unterstützen. Wer ein paar Kilos verlieren möchte, sollte also auf eine negative Kalorienbilanz und folgende drei Bestandteile beim Frühstück achten.

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Abnehmen mit Frühstück: 1. Nüsse liefern gesunde Fette

Nüsse eignen sich nicht nur als Snack zwischendurch, sondern auch bestens für die morgendliche Mahlzeit. Denn sie sind eiweiß- und ballaststoffreich und enthalten viele der gesunden, ungesättigten Fettsäuren. Zudem halten sie den Blutzuckerspiegel relativ lange konstant, wodurch verhindert wird, dass man kurz nach dem Frühstück erneut ein Hungergefühl verspürt. Außerdem übersteht man so die Zeit bis zum Mittagessen leichter ohne Zwischenmahlzeit. Den positiven Effekt von Nüssen auf das Abnehmen zeigte sich auch in einer im Fachmagazin BMJ Nutrition, Prevention & Health erschienen Studie. Diejenigen Teilnehmer, die jeden Tag eine kleine Portion Nüsse (14 Gramm) aßen, nahmen über einen Zeitraum von vier Jahren insgesamt ab.

Abnehmen mit Frühstück: 2. Bohnen sind ein wichtiger Eiweißlieferant

Zu einem gesunden Frühstück, welches beim Abnehmen unterstützen soll, gehört auch eine wertvolle Eiweißquelle. Das können beispielsweise Bohnen sein, denn Hülsenfrüchte liefern neben Proteinen auch noch Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Dabei eignen sie sich beispielsweise als Zusatz in einem Omelett. Einen Hummusaufstrich aus weißen Bohnen und Kichererbsen kann man ebenfalls als Alternative zu Marmelade oder Käse verwenden. Außerdem eignen sich auch französische Käsesorten zum Abnehmen – aufgrund ihres geringeren Zuckergehalts.

Abnehmen mit Frühstück: 3. Grünes Blattgemüse bringt Ballaststoffe wie Vitamin C auf den Teller

Grünes Blattgemüse wie Salat oder Spinat ist ein echter Allrounder, wenn es um die Gesundheit und das Abnehmen geht. Denn durch reichlich Vitamin C – wie es auch in Zitronen vorkommt und beim Abnehmen hilft – wirkt es sowohl entzündungshemmend als auch blutzuckersenkend. Das enthaltene Magnesium kann außerdem das Stresshormon Cortisol reduzieren. Zum Frühstück eignen sich deshalb insbesondere grüne Smoothies oder ein mit Spinat gefülltes Omelett. Zudem unterstützen die Ballaststoffe die guten Bakterien im Darm. Herrscht hingegen ein Übergewicht an schlechten Bakterien kann dies zu einer Gewichtszunahme führen.

Schnell schlank und fit: Acht gesunde Zuckeralternativen

Reissirup auf einem Löffel
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © J. Pfeiffer/Imago
Kokosblütenzucker in Schale und Kokosnuss
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © J. Pfeiffer/Imago
Ahornsirup auf Waffel
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Kia Cheng Boon/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Wie die Krankenkasse AOK weiter informiert, wird er heute allerdings aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern hergestellt. Der Zuckeralkohol hat deutlich weniger Kalorien als Zucker. © J. Pfeiffer/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © J. Pfeiffer/Imago
Gesundes Frühstück, Müslischüssel mit Obst
Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Hier gilt wie bei Apfeldicksaft: Sie sollten das Produkt in Maßen genießen, weil es hauptsächlich aus Fruchtzucker besteht. Agavensirup hat aber weniger Kalorien als Zucker, was ihn zum besseren Diät-Begleiter macht. Auch für die Umwelt ist der Kauf von Agavendicksaft eher schädlich, auch wegen der langen Transportwege. Sie wollen nicht auf Agavensirup verzichten? Greifen Sie in dem Fall am besten zum Bio-Produkt.  © Imago
Griechischer Joghurt mit frischen Früchten steht neben einem Glas voller Honig
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Imago
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © Marijan Murat/dpa

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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