Nicht zuverlässig

Experten warnen vor Licht-Automatik bei Nebel – „ein weit verbreiteter Fehler“

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Bei Nebel ist es besonders wichtig, auch von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen zu werden. Auf die Lichtautomatik sollte man sich deshalb laut Experten besser nicht verlassen.

Im Sommer macht Autofahren in der Regel deutlich mehr Spaß als im Winter. Es entfällt das Befreien der Scheiben vom Eis – und auch die Gefahr, dass Türen festfrieren, oder gar die Handbremse, besteht nicht. Ein weiteres Wetterphänomen, das in der „dunklen Jahreszeit“ häufig auftritt: Nebel. Hier ist es besonders wichtig, von den anderen Autofahrern gut gesehen zu werden – auf die Lichtautomatik sollte man sich dabei jedoch nicht verlassen.

Experten warnen vor Licht-Automatik bei Nebel – „ein weit verbreiteter Fehler“

Laut dem Auto Club Europa (ACE) sei es „leider ein weit verbreiteter Fehler“, sich auf die Funktion der Lichtautomatik zu verlassen. Denn selbst die Systeme von modernen Fahrzeugen seien in der Regel nicht in der Lage, Nebel zu erkennen. Weil sie nur zwischen hell und dunkel unterscheiden würde, schalteten die Fahrzeuge bei Tageslicht – also auch bei Nebel – lediglich das Tagfahrlicht ein. Diese jedoch leuchte – ähnlich wie das Standlicht – sowohl Fahrbahn als auch Fahrbahnrand nicht ausreichend aus. Und vor allem werde der Wagen bei Nebel vom Gegenverkehr erst sehr spät wahrgenommen.

Viele Autofahrer verlassen sich auf die Lichtautomatik ihres Wagens – bei Nebel sollte man das aber nicht tun, warnen Experten. (Symbolbild)

Experten warnen vor Licht-Automatik bei Nebel – besser das Abblendlicht manuell einschalten

Ebenso raten die Experten bei Nebel vom Einsatz des Fernlichts ab: Denn dann blicke man als Autofahrer auf eine „weiße Wand“. Bei Nebel sollten Autofahrer am besten manuell das Abblendlicht einschalten. Optional kann man auch zusätzlich die Nebelscheinwerfer einschalten. Dadurch, dass diese tiefer sitzen, wird die Eigenblendung reduziert. Früher sei laut ACE in vielen Fällen die Kombination aus Standlicht und Nebelscheinwerfern die beste gewesen – doch heutzutage sei das Licht der Nebelscheinwerfer häufig eher in die Breite gerichtet, wodurch sich die Kombination mit dem Abblendlicht empfehle. Letzten Endes komme es auf die Situation und die im Fahrzeug verbaute Technik an – im Grunde helfe eigentlich nur: Ausprobieren.

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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Nebelschlussleuchte: Ihr Einsatz ist ein Deutschland streng geregelt

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Während die Nebelscheinwerfer laut ADAC grundsätzlich immer dann zusätzlich eingeschaltet werden dürfen, wenn Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht „erheblich behindern“, ist der Einsatz der Nebelschlussleuchte deutlich strenger geregelt. Sie darf nur in Betrieb genommen werden, wenn die Sichtweite bedingt durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt. Wer sich fragt, wie man am besten 50 Meter abschätzt: Die Leitpfosten am Straßenrand bieten eine gute Orientierung – denn sie sind in der Regel in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt. Wer die Nebelschlussleuchte trotz relativ guter Sicht einschaltet, muss laut Bußgeldkatalog mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 20 Euro rechnen.

Rubriklistenbild: © Sebastian Geisler/Imago

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