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Verschiedene Apps im Google Play Store waren mit Schadsoftware verseucht. Wir enthüllen, welche Apps Sie als Android-Benutzer umgehend entfernen sollten.
Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit zahlreichen Apps lassen sich alltägliche Aufgaben schnell erledigen, aber nicht alle Apps sind harmlos. Sicherheitsforscher haben nun entdeckt, dass über 60 beliebte Android-Apps im Google Play Store eine gefährliche Spyware namens „Goldoson“ beinhalten.
Android-Apps aus dem Google Play Store von Spyware betroffen
Diese Apps haben die Fähigkeit, persönliche Daten zu sammeln, ohne dass der Nutzer etwas davon merkt. Die betroffenen Apps konnten insgesamt über 100 Millionen Mal heruntergeladen werden. Die „Goldoson“-Spyware tarnt sich in scheinbar harmlosen Apps und aktiviert sich erst nach einem Neustart des Geräts oder dem Start der infizierten App. Einmal aktiv, beginnt die Spyware, im Hintergrund Daten zu sammeln.
Diese umfassen den Standort des Nutzers über GPS, Daten zu verbundenen WLAN-Netzwerken und Bluetooth-Geräten sowie eine komplette Übersicht aller installierten Apps. Diese Daten werden dann regelmäßig an die Angreifer übermittelt.
Zusätzlich zu diesem Datenklau kann die Spyware auch für Werbebetrug missbraucht werden. Sie klickt unbemerkt auf Werbeanzeigen und generiert so für die Angreifer Einnahmen, ohne dass der Nutzer es merkt.
Android-Apps, die von der Spyware betroffen sein können
Die Spyware ist nicht in allen Apps sofort erkennbar und kann auch in beliebten Apps versteckt sein. Beispiele für betroffene Anwendungen sind unter anderem:
- GOM Player (Videoplayer)
- Infinite Painter (Zeichen-App)
- Money Manager Expense & Budget (Finanz-App)
- Swipe Brick Breaker (Arcade-Spiel)
- LIVE Score, Real-Time Score: Eine App für Sportergebnisse
- Demong Hunter: Ein Action-Rollenspiel
Die betroffenen Apps wurden zum Teil schnell aus den App-Stores entfernt, doch für Nutzer, die die infizierten Versionen bereits installiert haben, bleibt die Gefahr bestehen, bis die Apps manuell gelöscht werden. Man sollte auch vor Fake-Apps, die auf Instagram oder WhatsApp angeboten werden, auf der Hut sein. Diese werden oft mit Schadsoftware versehen.
So schützen Sie sich und ihr Smartphone vor gefährlichen Apps
Angesichts dieser Bedrohung ist es wichtig, die Sicherheit des Smartphones regelmäßig zu überprüfen. Hier einige Tipps, um sich zu schützen:
- Apps regelmäßig prüfen: Führen Sie eine Inventur Ihrer Apps durch und löschen Sie alle, die Sie nicht mehr benötigen oder denen Sie misstrauen.
- Berechtigungen kritisch hinterfragen: Achten Sie darauf, dass Apps nur die Berechtigungen anfordern, die sie wirklich benötigen. Eine einfache Spiele-App sollte nicht auf Ihren Standort zugreifen müssen.
- Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren: Vermeiden Sie es, Apps aus nicht offiziellen Quellen oder alternativen App-Stores herunterzuladen.
- System und Apps aktuell halten: Installieren Sie regelmäßig Updates, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
- Antiviren-Software verwenden: Installieren Sie eine Mobile-Security-App, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren.
Dieser Vorfall zeigt deutlich, dass selbst Apps aus dem offiziellen Google Play Store nicht immer sicher sind. Angreifer entwickeln ständig neue Methoden, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Daher ist es entscheidend, dass Nutzer eine Kombination aus technischer Sicherheit und einem bewussten Umgang mit Apps und deren Berechtigungen pflegen. Achten Sie darauf, Ihre Apps regelmäßig zu überprüfen.
Rubriklistenbild: © Peer Schmidt / KI-generiert



