Trotz höherem CO2-Preis: Spritpreise in Deutschland steigen kaum
VonSimon Mones
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Gute Neuigkeiten für Autofahrer: Die Spritpreise explodierten zum Jahreswechsel trotz gestiegener CO2-Steuer nicht. Es gibt sogar Anlass zur Freude.
In den letzten Monaten meinte es 2023 noch einmal richtig gut mit den Autofahrern: Ab Mitte Oktober sanken die Spritpreise Woche für Woche immer weiter. Klar war aber auch, im neuen Jahr dürfte das erst mal nicht so weiter gehen, denn mit dem Jahreswechsel ist auch der CO2-Preis gestiegen. Von 30 auf nun 45 Euro pro Tonne. An der Zapfsäule blieb die Preisexplosion aber aus.
Ein Liter Super E10 kostete laut einer ADAC-Auswertung vom 2. Januar im bundesweiten Mittel 1,728 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 2,1 Cent. „Diesel verteuert sich um 1,0 Cent auf durchschnittlich 1,698 Euro je Liter“, erklärt der Automobilklub.
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Spritpreise in Deutschland steigen, bleiben aber unter Prognose
Damit liegen beide Kraftstoffsorten unter den prognostizierten Zuwächsen. Wegen des höheren CO2-Preises war von einem Anstieg von 4,3 Cent für Super E10 und 4,7 Cent für den Liter Diesel ausgegangen worden. Der ADAC hatte jedoch bereits im Vorfeld vermutet, das die Mineralölkonzerne die höhere Bepreisung schon vor dem Jahreswechsel vorwegnehmen. Dies scheint sich nun zu bestätigen.
Hinzukommt die Entwicklung an der Börse. Die Rohölnotierung ist weiter klar rückläufig. Ein Barrel der Sorte Brent kostete zuletzt knapp 76 Dollar. Ein Minus von fünf Dollar im Vergleich zur Vorwoche. Eine Grundlage für steigende Spritpreise gibt es daher nicht, im Gegenteil: Der ADAC sieht sogar Raum für Senkungen.
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