Wenig Cent mehr

Trotz höherem CO2-Preis: Spritpreise in Deutschland steigen kaum

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Gute Neuigkeiten für Autofahrer: Die Spritpreise explodierten zum Jahreswechsel trotz gestiegener CO2-Steuer nicht. Es gibt sogar Anlass zur Freude.

In den letzten Monaten meinte es 2023 noch einmal richtig gut mit den Autofahrern: Ab Mitte Oktober sanken die Spritpreise Woche für Woche immer weiter. Klar war aber auch, im neuen Jahr dürfte das erst mal nicht so weiter gehen, denn mit dem Jahreswechsel ist auch der CO2-Preis gestiegen. Von 30 auf nun 45 Euro pro Tonne. An der Zapfsäule blieb die Preisexplosion aber aus.

Ein Liter Super E10 kostete laut einer ADAC-Auswertung vom 2. Januar im bundesweiten Mittel 1,728 Euro. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 2,1 Cent. „Diesel verteuert sich um 1,0 Cent auf durchschnittlich 1,698 Euro je Liter“, erklärt der Automobilklub.

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Spritpreise in Deutschland steigen, bleiben aber unter Prognose

Damit liegen beide Kraftstoffsorten unter den prognostizierten Zuwächsen. Wegen des höheren CO2-Preises war von einem Anstieg von 4,3 Cent für Super E10 und 4,7 Cent für den Liter Diesel ausgegangen worden. Der ADAC hatte jedoch bereits im Vorfeld vermutet, das die Mineralölkonzerne die höhere Bepreisung schon vor dem Jahreswechsel vorwegnehmen. Dies scheint sich nun zu bestätigen.

Der sinkende Ölpreis ist mit ein Grund, warum die Spritpreise nicht so deutlich gestiegen sind.

Hinzukommt die Entwicklung an der Börse. Die Rohölnotierung ist weiter klar rückläufig. Ein Barrel der Sorte Brent kostete zuletzt knapp 76 Dollar. Ein Minus von fünf Dollar im Vergleich zur Vorwoche. Eine Grundlage für steigende Spritpreise gibt es daher nicht, im Gegenteil: Der ADAC sieht sogar Raum für Senkungen.

Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer

Ein Chevrolet Camaro.
Mit dem Camaro reagierte Chevrolet Ende 1966 auf den beleibten Ford Mustang. Das Muscle Car aus Detroit erwies sich mit dem V8-Motor und 7 Litern Hubraum jedoch als sehr durstig: Bis zu 43,5 Liter auf 100 Kilometern waren keine Seltenheit. © Chevrolet
Ein roter Lamborghini Countach.
Im Heck des ersten Lamborghini Countach verrichtete ein V12-Motor mit 5 Litern Hubraum seinen Dienst. Mit bis zu 33,5 Litern auf 100 Kilometern war der Sportwagen jedoch alles andere als sparsam. Die Neuauflage dürfte dank Hybrid-Antrieb deutlich weniger verbrauchen. © Thomas Zimmermann/Imago
Rolls Royce Corniche Cabrio Baujahr 1984
Der Rolls-Royce Corniche ist mit rund drei Tonnen wahrlich kein Leichtgewicht. Kein Wunder also, dass sich auch der V8-Motor mit 7 Litern Hubraum als Schluckspecht erwies. Bis zu 29 Liter gönnte sich der edle Brite auf 100 Kilometer. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Dodge Charger.
Auch der Dodge Charger ist ein Klassiker der amerikanischen Automobil-Geschichte. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“ fällt auch sein Spritverbrauch üppig aus. Bei frühen Modellen waren bis zu 27 Liter auf 100 Kilometer möglich. © Panthermedia/Imago
Aston Martin Lagonda
Optisch kann man vom Aston Martin Lagonda halten, was man möchte. In Sachen Spritverbrauch zählt der Brite, mit bis zu 26,1 Liter auf 100 Kilometern, aber zu den durstigsten Autos, die jemals gebaut wurden.  © Tim Graham/Imago
Hummer H1
Der Hummer H1 wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär-Herstellers AM General gebaut. Dieser verkaufte die Markenrechte schließlich an General Motors. So wuchtig wie der Geländewagen aussieht, war auch sein Verbrauch, der bei bis zu 24,5 Liter auf 100 Kilometer lag. Die Neuauflage des Klassikers ist im übrigen rein elektrisch unterwegs. © Sebastian Geisler/Imago
Bentley Arnage
Bis 2010 baute Bentley den 2,6 Tonnen schweren Arnage, auf dem auch die State Limousine der verstorbenen Königin Elisabeth II basierte. Mit dem größten Motor war ein Verbrauch von 24,2 Liter auf 100 Kilometer möglich.  © Sebastian Geisler/Imago
Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport L Edition Type 35
Der Bugatti Veyron war eines der ersten Autos mit Straßenzulassung, das mehr als 1000 PS unter der Haube hatte. Der Motor des „Super Sport“ leistete sogar 1.200 PS. Die Folge: ein Verbrauch von durchschnittlich 24,1 Litern auf 100 Kilometer. Innerorts sind sogar bis zu 37,2 Liter möglich. © Sebastian Geisler/Imago
Dodge Challenger RT
Neben dem Charger eroberte Dodge auch mit dem Challenger den US-Muscle-Car-Markt. Letztere zeigte sich mit einem Verbrauch von 23,5 Litern auf 100 Kilometer etwas „sparsamer“. © Andre Poling/Imago
Dodge Viper RT10
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das gilt auch für Dodge, denn auch die Viper erweist sich als besonders durstig: bis zu 21,1 Liter auf 100 Kilometer waren möglich. Gebaut wurde der Sportwagen von 1992 bis 2017. © Eibner/Imago

An der Tankstelle sparen: ADAC gibt Tipps

Wer auf der Suche nach Möglichkeiten ist, Geld zu sparen, hat im Ausland oft die Gelegenheit dazu. Die Preise für Benzin und Diesel liegen teilweise deutlich unter dem Niveau in Deutschland. Aber auch wer nicht in Grenznähe wohnt, kann den einen oder anderen Euro sparen. Schon im Nachbarbundesland kann der Sprit nämlich günstiger sein. Zudem ist die erste Tankstelle nicht immer die günstigste. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Tanken die Benzinpreise per App zu vergleichen.

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Außerdem empfiehlt der Automobilclub nach Möglichkeit Super E10 zu tanken statt der teuren Sorte E5. Auch ein Blick auf die Uhr hilft, denn hier lässt sich besonders viel sparen. Morgens sind Diesel und Benzin am teuersten. Abends zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr sind sie am günstigsten.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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