Preise stellen Verbraucher vor Probleme

Preise für Autoreparaturen steigen – ADAC zeigt die Spitzenreiter unter den Städten

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Ein Pkw wird abgeschleppt.
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Autoreparaturen werden immer teurer. Das liegt einerseits an höheren Löhnen in Kfz-Werkstätten als auch an einer Zunahme der Kosten für Ersatzteile. Eine neue Studie untersuchte die Kostenentwicklung nun genauer.

München – Die Kosten für Autoreparaturen steigen in Deutschland weiter an. Wie der ADAC ausgehend von einer Studie des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) berichtet, erhöhten sich die durchschnittlichen Kosten für Reparaturen an der Mechanik, Elektrik oder der Karosserie vergangenes Jahr um 5,5 Prozent. Im Durchschnitt beliefen sie sich auf 173 Euro pro Stunde. Noch stärker steigen die Preise fürs Lackieren: Hier kostete eine Stunde im Durchschnitt 188 Euro – insgesamt ist das sogar ein Zuwachs von 5,8 Prozent im Vergleich zu den Preisen im Jahr 2021.

ADAC: Studie zeigt – Werkstattkosten steigen schneller als Inflation selbst

Ein Grund ist unter anderem, dass die Stundensätze für Angestellte in Kfz-Werkstätten im vergangenen Jahr noch einmal erhöht wurden. „Die Werkstattkosten steigen schnell: Während der Verbraucherpreis-Index von 2017 bis 2022 um knapp 14 Prozent gestiegen ist, haben Werkstätten ihre Stundensätze um 28 Prozent erhöht, Lackierereien sogar um 30 Prozent“, erklärt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer der GDV.

Im Vergleich dazu sind die Beiträge für eine Kfz-Haftpflichtversicherung im selben Zeitraum um 3 Prozent gesunken. Laut GDV steht der erneute Preisanstieg am Ende einer Entwicklung, die der Gesamtverband schon seit 2017 beobachtet: Die Kosten für Reparaturen in Kfz-Werkstätten steigen schneller als die allgemeine Inflation, die im Oktober auf 3,8 Prozent gesunken ist.

Kosten für Pkw-Sachschäden nehmen zu

Auch seitens der Versicherer wird jene Entwicklung spürbar: die Reparaturkosten infolge von Unfällen nehmen zu. Dies aber nicht nur aufgrund steigender Stundensätze in Werkstätten, sondern wegen ebenfalls erhöhten Preisen für Ersatzteile.

„Im vergangenen Jahr kostete ein Pkw-Sachschaden die Kfz-Haftpflichtversicherer im Durchschnitt rund 3.700 Euro, das waren 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr“, verdeutlicht Asmussen weiter. Laut Angaben der GDV beliefen sich die durchschnittlichen Kosten für einen Pkw-Sachschaden im Jahr 2017 noch auf rund 2.700 Euro.

Deutschland-Vergleich: Hier ist eine Autoreparatur am teuersten

Wie der ADAC ausgehend von einer Analyse des Autotechnik-Unternehmens Carly Solutions berichtet, gibt es im Kostenvergleich für Kfz-Reparaturen in Deutschland je nach Bundesland und Stadt beträchtliche Unterschiede.

Mit Abstand am teuersten wird eine Kfz-Reparatur demnach in München: Hier liegt der Stundensatz für Reparaturmaßnahmen bei 174,52 Euro. Am zweitteuersten wird es 158,41 Euro in Hamburg, den dritten Platz im Ranking belegt Düsseldorf mit einem Stundensatz von 153,50 Euro.

KostenschnittStundensatz MechanikStundensatz KarosserieStundensatz Lackierung
München174,52165,90173,93183,72
Hamburg158,41149,49155,79169,96
Düsseldorf153,50147,00149,00164,50
Nürnberg139,42133,50134,50150,25
Dresden129,17122,25122,75142,50
Leipzig126,00120,00121,25136,75

Deutlich günstiger fallen die Preise für Kfz-Reparaturen in Sachsen aus: Während Werkstätten in Leipzig mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 126,00 Euro am günstigsten abschneiden, beläuft sich eine Kfz-Reparatur in der Landeshauptstadt Dresden im Durchschnitt auf 129,17 Euro. Das ist noch deutlich günstiger als in Nürnberg, wo Kfz-Reparaturen mit 139,42 Euro deutschlandweit ebenfalls vergleichsweise günstig sind.

Im Mittelfeld des Städte-Vergleichs befinden sich Hannover mit einem Kostenschnitt von 151,42 Euro, Köln mit einem durchschnittlichen Preis von 147,34 Euro und Frankfurt mit einem Durchschnittspreis von 144,36 Euro für eine Kfz-Reparatur.

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