VonJuliane Reyleschließen
Politiker und Parteien diskutieren aktuell über Neuerungen und Reformen. Auch die Rente bleibt nicht beim Alten. Wie geht es mit der gesetzlichen Altersvorsorge weiter?
Nach der Bundestagswahl 2025 wird es voraussichtlich zu weitreichenden Änderungen in der Rentenpolitik kommen. Während die Regierung die Rente stabilisieren will, könnten die Maßnahmen vor allem die junge Generation finanziell belasten. Worüber diskutieren die Politiker derzeit, was soll neu eingeführt werden? Und vor allem – wer soll für die Pläne finanziell aufkommen? echo24.de fasst zusammen.
Geplante Rentenreformen in Deutschland und mögliche Folgen
Die neue Koalition plant, das Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent zu halten. Dazu soll ein sogenannter Genetationenfonds eingeführt werden, bei dem ein Teil der Beiträge am Kapitalmarkt angelegt wird. Experten warnen jedoch, dass der Beitragssatz bis 2040 auf bis zu 22,9 Prozent steigen könnte, wie Welt schreibt. Das würde bedeuten, dass die Jugend mehr in die Rentenkasse einzahlen muss, als bisher und bisher angenommen.
Aber das ist noch längst nicht alles: Die CDU plant auch, die „Aktivrente“ in Deutschland einzuführen, welche ebenfalls für einige Menschen Nachteile bringen könnte. Doch besonders in der Kritik steht aktuell die geplante Mütterrente 3. Die Umsetzung der Mütterrente 3 steht zwar noch nicht fest, aber könnte je nach Regelung für finanzielle Probleme sorgen.
Die Deutsche Rentenversicherung übt bereits scharfe Kritik bezüglich der Mütterrente 3. Die Finanzierung stehe nicht fest, das könnte dazu führen, dass entweder die Steuerzahler dafür aufkommen müssen oder die Deutsche Rentenversicherung neue Wege finden muss, wie die Erhöhung des Beitragssatzes.
Drohen mehr Kosten für die junge Generation, um die Rente zu sichern?
Eine Studie der Stiftung Marktwirtschaft zeigt, dass Kinder, die ab 2001 geboren wurden, durch die Reformen bis zu 3000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen müssen. Die Gesamtkosten der Rentenreformen werden bis 2045 auf 1200 Milliarden Euro geschätzt, wie Bild.de schreibt. Welche Kosten wirklich anfallen werden, bleibt abzuwarten. Derzeit plant und diskutiert die Regierung noch über mögliche Reformen.
So stehen die Parteien aktuell zur Rentenpolitik
| Partei | Bisher bekannte Stellung zur Rente |
| SPD | Keine Anhebung des Renteneintrittsalters, Stabilisierung des Rentenniveaus, wie Deutschlandfunk schreibt. |
| CDU/CSU | Wirtschaftswachstum soll Rente sichern, keine Kürzungen, wie ZDF berichtet. |
| Grüne | Bürgerfonds als alternative Altersvorsorge, wie tagesschau mitteilte. |
| FDP | Kapitalgedeckte Altersvorsorge, späterer Renteneintritt für höhere Renten, wie Deutschlandfunk berichtete. |
| Linke | Rentenniveau auf 53 Prozent anheben, solidarische Mindestrente, wie tagesschau schreibt. |
Die Rentenreformen sollen das System stabilisieren, bringen jedoch hohe Kosten mit sich. Besonders die jüngere Generation könnte finanziell stärker belastet werden. Ob die geplanten Maßnahmen nachhaltig sind, bleibt abzuwarten.
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