Nach RSV-Infektionen

Atemwegserkrankungen bei Kindern: Anzahl schwerer Verläufe steigt

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In Deutschland gibt es aktuell vermehrt schwere Atemwegserkrankungen nach RSV-Infektionen bei Kindern. Auf welche Symptome Eltern deshalb achten sollten.

Eine Infektion mit RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) ist die häufigste untere Atemwegsinfektion bei Säuglingen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Schweiz informiert. Laut Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) handelt es sich außerdem um einen weltweit verbreiteten Erreger von akuten Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege in jedem Lebensalter. Doch er ist einer der bedeutendsten Erreger von Atemwegsinfektionen bei Säuglingen – vor allem bei Frühgeborenen und Kleinkindern. Infektionen mit RSV ähneln sowohl in der Saisonalität als auch in ihren Symptomen denen einer Influenza. Die Anzahl schwerer Atemwegserkrankungen nach Infektionen mit RSV bei Kleinkindern ist in Deutschland in den letzten Wochen deutlich angestiegen.

Atemwegserkrankungen bei Kindern: Anzahl von schweren Verläufen nach RSV-Infektion steigt

Eine schwere Atemwegserkrankung bei Kindern nach einer Infektion mit RS-Viren kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein.

Laut dem Deutschen Ärzteblatt werden in Deutschland seit mehreren Wochen bei Kindern unter vier Jahren zunehmend schwere Atemwegserkrankungen durch Infektionen mit RSV verzeichnet. Allerdings sei die Dynamik mit Blick auf die vergangene Woche (Stand 1..12.2023) schwächer als bei der früher als üblich einsetzenden Welle in der vergangenen Saison, so der aktuelle Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI.

Laut dem RKI handelt es sich zunächst erst um „Anzeichen“ einer sich verstärkenden RSV-Zirkulation. So ist es möglich, dass der deutliche Anstieg der Diagnosen bei Kleinkindern auch auf vermehrte Tests nach Einführung einer bundesweiten RSV-Meldepflicht zurückzuführen ist. Von einer Krankenhauseinweisung mit einer RSV-Infektion sind außerdem vor allem Kinder unter zwei Jahren betroffen.

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Atemwegserkrankung nach RSV-Infektion bei Kindern: Wie erkennen Eltern einen schweren Verlauf?

Die Infektion mit RS-Viren kann laut RKI Symptome von einer einfachen Atemwegsinfektion bis zu einer schweren beatmungspflichtigen Erkrankung der unteren Atemwege zeigen. Sie kann jedoch auch asymptomatisch verlaufen. Klinikaufenthalte sind ebenso möglich, so dass eine RSV-Infektion einer Grippe gleicht, die unter Umständen lebensbedrohlich sein kann. Zu den typischen Symptomen zählen demnach Schnupfen, Fieber, nichtproduktiver Husten (ohne Auswurf), Rachenentzündung sowie Keuchatmung beim Ausatmen. Bei einer Infektion mit RS-Viren gibt es zudem Symptome, die für einen schweren Verlauf sprechen. Eltern sollten deshalb besonders darauf achten, ob ihr infiziertes Kind an folgenden Beschwerden leidet und im Zweifel den Notruf (112) wählen:

  • Atemnot
  • Hohes Fieber
  • Säuglinge in ersten Lebensmonaten: Atemprobleme, schnelle und flache Atmung, blaue Lippen, rasselnde Geräusche beim Ein- und Ausatmen, Trinkverweigerung bzw. Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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