VonSimon Monesschließen
Eine Innenraumkamera ist heute in jedem Neuwagen an Bord. Bald könnte sie nicht nur erkennen, ob der Fahrer müde ist. Dank künstlicher Intelligenz.
In modernen Autos kommt immer mehr Technik zum Einsatz. Erst im Juli wurden in der Europäischen Union weitere Assistenzsysteme Pflicht. Meist finden sich im Innenraum auch Kameras. Diese achten etwa darauf, ob der Fahrer seine Augen auf die Straße richtet oder erkennen Müdigkeit. In Zukunft sollen diese auch dabei helfen, Alkoholfahrten zu verhindern.
Künstliche Intelligenz identifiziert alkoholisierte Fahrer
Forscher der Edith Cowan University (ECU) in Perth (Australien) haben eine innovative Bilderkennungs-Software entwickelt, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) den Alkoholkonsum von Fahrern identifizieren kann. Diese Technologie nutzt spezifische Indikatoren wie Blickrichtung und Kopfstellung, um festzustellen, ob und in welchem Maße Alkohol konsumiert wurde.
„Unser System erkennt verschiedene Grade der Alkoholisierung mit einer Genauigkeit von 75 Prozent bei der Dreistufen-Klassifikation“, erklärt Ensiyeh Keshtkaran, Doktorantin an der ECU. „Dies könnte nicht nur in Fahrzeugen mit Fahrerüberwachungssystemen und Augenverfolgungstechnologien nützlich sein, sondern auch auf Smartphones erweitert werden, um die Erkennung von Alkoholisierung effektiver zu machen.“
Schnittstelle für Alkoholtest in der EU schon Pflicht
In der EU muss bereits heute jeder Neuwagen über eine Schnittstelle für einen Alkoholtester verfügen, um zugelassen werden zu können. Das Testgerät selbst – ein Atemalkoholmesser wie in der Polizeikontrolle – muss nicht vorhanden sein. Die Regelung soll vor allem ermöglichen, Alkoholfahrten von Berufskraftfahrern verhindern zu können.
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Und auch in den USA könnte ein solches System in den kommenden Jahren Pflicht werden. Wie bei der Software der Edith Cowan University kommen auch hier Kameras zum Einsatz. Ergänzt werden diese durch Infrarotsensorik.
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