Allergie-Gefahr

Dringender Gewürz-Rückruf: Bei Verzehr droht Atemnot – zahlreiche Bundesländer betroffen

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Ein Großhändler startet einen Produkt-Rückruf. Betroffen sind drei Gewürz-Produkte. Bei Verzehr drohen im schlimmsten Fall schwere Symptome.

München – Bei vielen Köchen erfreut sich Thymian einer großen Beliebtheit. Immerhin sorgt er für eine besondere Note im Geschmack. Besonders in Nordafrika, Italien und im Nahen Osten ist das Gewürz von traditioneller Bedeutung. Doch mittlerweile hat sich die Pflanze auch in den Küchen anderer Länder fest etabliert. Mit den richtigen Handgriffen lässt sich Thymian leicht im Garten anpflanzen. Bei bestimmten Produkten aus dem Supermarkt sollten Verbraucher derzeit hingegen vorsichtig sein.

Großhändler startet Gewürz-Rückruf – diese Produkte sind betroffen

Der Großhändler Kosebate GmbH aus Sinzheim macht in einer Kundenmitteilung vom Freitag, 28. Juni, auf einen Produktrückruf aufmerksam. Betroffen sind drei Thymian Produkte – genauer gesagt Alarjawi Thymian Gewürzzubereitungen. Das Unternehmen informiert, dass der Grund für den Rückruf eine bestehende Gesundheitsgefahr durch die fehlende Kennzeichnung des Allergens Soja besteht. Deshalb ruft der Händler folgende Produkte zurück, wie lebensmittelwarnung.de berichtet:

  • Alarjawi Roter Thymian, 450 g, Herstellungsdatum 15.10.2023
  • Alarjawi Grüner Thmyian, 450 g, Herstellungsdatum 19.11.2023
  • Alarjawi Premium Thymian, 450 g, Herstellungsdatum 19.11.2023 und 01/2023
Lebensmittel-Rückruf: Die Kosebate GmbH warnt aktuell vor drei Thymian-Produkten.

Gewürz-Rückruf: Allergikern drohen schwere gesundheitliche Risiken

Das Unternehmen weist eindrücklich darauf hin: „Das Produkt sollte nicht von Menschen verzehrt werden, die eine Allergie gegen Soja haben“. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung drohen andernfalls schwere gesundheitliche Risiken. Anderen Personen, die keine Allergie haben, droht keine Gefahr. Bereits Anfang des Monats ist es zu einem Gewürz-Rückruf bei Kaufland gekommen.

Potenzielle Symptome bei Soja-Allergie

Hautausschlag, Juckreiz, Nesselfieber (Urtikaria), Ekzeme, Niesreiz, Dauerschnupfen, geschwollene und tränende Augen, Reaktionen der Atemwege wie Asthma, Atemnot oder Anschwellen der Mundschleimhäute und Übelkeit, Durchfall, Blähungen oder Entzündung der Magen- und Darmschleimhaut. Die heftigste allergische Reaktion ist der anaphylaktische Schock, der zum Versagen des Herz-Kreislauf-Systems und damit zum Tod führen kann und daher schnelles, gezieltes ärztliches Handeln erfordert.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

Betroffene Kunden können entsprechende Artikel gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in den Einkaufsstätten zurückgeben. Zu dem Rückruf kommt es in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Steidi

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