Günstige Alternative?

Hohe Spritpreise in Deutschland: Kann mein Auto Lkw-Diesel tanken?

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Lkw-Diesel ist billiger als die Variante für Pkw. Mancher Autofahrer überlegt daher umzusteigen. Doch ist das möglich und wie viel Geld würde der Wechsel sparen?

Auto fahren ist ein teurer Spaß. Einer der größten Kostenfaktoren sind die Spritpreise. Die gute Nachricht: Trotz des anhaltenden Nahostkonflikts sind diese wieder gesunken. Der Besuch an der Tankstelle bleibt aber teuer. Gerade Diesel kostet teilweise immer noch mehr als Super E10. So mancher Autofahrer liebäugelt daher damit, auf Alternativen umzusteigen. Zum Beispiel den günstigeren Lkw-Diesel. Doch geht das?

Lkw- statt Pkw-Diesel: Kein Problem für den Motor

„Generell unterscheidet sich Lkw-Dieselkraftstoff nicht wirklich vom Pkw-Diesel. Er erfüllt die gleiche DIN. Premium-Dieselkraftstoffe für Pkw verfügen aber über Additive, die speziell auf höhere Drehzahlen und Kompressionen moderner Selbstzünder abgestimmt sind“, erklärt Autoexperte Achmed Leser vom TÜV Thüringen.

Auch Pkw vertragen Lkw-Diesel.

Der einzige Unterschied: Dem Pkw-Kraftstoff werden teilweise zusätzliche Additive beigemischt. Das ist jedoch meist bei den Premium-Sorten der Fall. Zudem ist die Wirkung der Zusätze umstritten. Meist kommt der Diesel für Pkw und Lkw aus den gleichen Bodentanks, wie T-online.de schreibt. „Daher schadet eine versehentliche Fehlbetankung mit Lkw-Diesel dem Fahrzeug nicht“, betont Leser.

Lkw-Diesel ist kaum günstiger als Pkw-Kraftstoff

Wirklich sinnvoll ist es aber nicht, die Zapfsäulen für Lastwagen anzusteuern. Da die Tanks deutlich größer sind als beim Auto, fließt der Kraftstoff mit einem viel höheren Druck. Das soll unnötige Wartezeiten verhindern. Hinzu kommt, dass die Zapfpistolen für Lkw einen deutlich größeren Durchmesser haben und somit nicht in die Tankstutzen von Autos passen. Diese würden ansonsten schnell überlaufen und es könnte zu gefährlichen Spritzern kommen, berichtet T-online.de.

Warum Verbrenner neben E-Autos existieren müssen

Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option.
Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option. © IMAGO/Robert Poorten
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt.
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt. © IMAGO
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten.
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten. © IMAGO/Ralf Homburg
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken.
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken. © IMAGO/Florian Gaertner
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat.
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat. © IMAGO/David Munoz
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option.
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option. © IMAGO/Michael Gstettenbauer
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht.
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein.
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein. © IMAGO/Bernd Feil
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden.
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden. © IMAGO/Ray van Zeschau
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung.
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Das Einsparpotenzial ist ebenfalls nicht besonders groß, da der Preisunterschied der beiden Kraftstoffe gering ist. Diesel-Fahrer würden nicht mal einen Euro pro Tankvorgang sparen. Ohnehin dient die Anzeige nur dafür, dass Lkw-Fahrer wissen, dass sie dort tanken können. Die Abrechnung erfolgt bei Speditionen und anderen Firmen meist über eigenen Kartensystem. An der Tankstelle erhalten sie – je nach Vertrag – eigene Konditionen, die von den Preistafeln abweichen.

ADAC gibt Spartipps für die Tankstelle

Wer bei den Spritpreisen wirklich sparen will, der sollte zu anderen Tricks greifen. So sind Diesel und Benzin im Ausland oftmals günstiger als in Deutschland. Aber auch wer nicht nahe der Grenze lebt, kann etwas Geld sparen. Die erste Tankstelle ist nämlich nicht immer auch die günstigste. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Tanken die Spritpreise per App zu vergleichen.

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Bei Benzinern empfiehlt der Automobilklub zudem, wenn möglich Super E10 zu tanken und nicht die teurere Sorte E5 zu verwenden. Hilfreich ist auch ein Blick auf die Uhr, denn hier kann besonders viel gespart werden. Morgens sind Diesel und Benzin am teuersten. Abends zwischen 18 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr sind sie dagegen am günstigsten.

Rubriklistenbild: © Strussfoto/Imago

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