VonInes Almsschließen
Von der Flasche zum Blumentopf: Kork lässt sich in der Pflanzenpflege sinnvoll gegen Staunässe, Schädlinge und mehr weiterverwenden. Drei praktische Lösungen.
Weinkorken aus reinem Kork sind ein wertvolles Naturprodukt, das alle sieben bis zehn Jahre beim Schälen einer Korkeiche aus deren Rinde gewonnen wird. Kork ist nicht nur sehr strapazierfähig, sondern unter anderem aufgrund seines Gehalts an dem Gerbstoff Tannin sehr beständig gegen Schimmel und anderen Pilzbefall. Außerdem dient Kork als Dämmstoff, da er Wärme gut speichern kann. All diese Eigenschaften kann man sich bei der Pflege von Pflanzen zunutze machen – von der Natur zurück zur Natur.
Alte Weinkorken: Stimmen Sie mit ab.
Kork gegen Staunässe, Ameisen und Schnecken einsetzen
Weinkorken, Korkböden und andere Produkte aus dem Naturstoff gehören weder in den Restmüll, noch auf den Biomüll oder auf den Kompost. Stattdessen gibt es in vielen Gemeinden Sammelstellen, die den Kork an Recycling-Unternehmen weitergeben. Wenn Sie Korken lieber im Haushalt weiterverwenden möchten, achten Sie zunächst darauf, dass es sich wirklich um das reine Naturprodukt handelt, dem keine anderen Materialien beigemischt wurden.
Mit diesen Ideen kommen Weinkorken für Ihre Zimmerpflanzen und im Garten sehr praktisch zu neuen Ehren:
- Schutz vor Staunässe: Überschüssiges Wasser im Untersetzer mögen die meisten Zimmerpflanzen gar nicht. Es kann dazu führen, dass die Wurzeln faulen und die Pflanzen eingehen. Hierfür kann man ganze Korken zwischen Topf und Übertopf oder in den Untersetzer legen. Diese nehmen überschüssiges Wasser auf und sorgen dafür, dass keine Staunässe entsteht. Wer keinen Blähton zur Hand hat, kann zerkleinerten Kork auch als Drainageschicht im Topf verwenden.
- Topffüße für Kübelpflanzen: Für eine gute Luftzirkulation am Wurzelballen ist es empfehlenswert, dass Zitruspflanzen & Co. etwas erhöht stehen. Außerdem macht es das den Ameisen nicht ganz so leicht, sich über die Abzugslöcher im Topf einzunisten. Die Kübelfüßchen dienen auch als Kratzschutz für den Terrassenboden. Dafür einfach die Korken längs halbieren und mit der flachen Seite nach unten unter den Kübel setzen.
- Umweltfreundliche Schneckenbarriere: Zerkleinerte Korkstückchen sollen rund um das Gemüse im Beet gestreut ähnlich wie Sägespäne oder Asche wirken. Die Schnecken vermeiden raue Oberflächen und machen im Idealfall einen Bogen um den unwirtlichen Untergrund.
Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

