Niedlicher Fund

Baby-Katze entpuppt sich als Raubtier: „Beim ersten Blick auf das Fell war ich mir schon ziemlich sicher“

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In Los Angeles wird ein zurückgelassenes und hilfloses „Katzen“-Baby zu David Loop gebracht. Das flauschige Kätzchen entpuppt sich jedoch als waschechtes Wildtier.

Am 18. April wird auf einer beliebten Wanderroute am Mount Rubidoux östlich Los Angeles eine vermeintliche Baby-Katze gefunden. Der Finder packt das winzige Tierchen in einen belüfteten Karton, schreibt einen Zettel und bringt den Karton mitsamt der Notiz zu David Michael Loop von Sierra Pacific Furbabies. Die gemeinnützige Organisation kümmert sich um junge und ausgewachsene Katzen in ganz Kalifornien. Das herzige Video des Mitarbeiters (@davidloop65) mit dem kleinen Flauschball kommt innerhalb weniger Tage auf Millionen Klicks auf der Social-Media-Plattform TikTok.

Flauschiges Findelkind: „Das ist kein Kätzchen, sondern ein …“

In dem Clip befreit Loop das pelzige Findelkind aus seiner Box und stellt schnell fest: „Das ist kein Kätzchen, da bin ich mir ziemlich sicher.“ „Definitiv kein Kätzchen“, bestätigt eine Frauenstimme aus dem Hintergrund. Der Tierliebhaber hat jedoch bereits eine Vermutung: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Rotluchs ist.“ Liebevoll streicht er dem zarten Wesen über das Fell und untersucht es auf Auffälligkeiten: „Das müsste ein Rotluchs sein, oder?“, fragt Loop nochmal verblüfft. „Ja, würde ich auch sagen. Ich denke nicht, dass es eine Maine Coon ist“, witzelt die Frau, die das Video offenbar aufgenommen hat. Eine Maine Coon, die für einen Luchs gehalten wird, sehen Sie hier.

@davidloop65 An interesting day today. I have to admit I really enjoyed my experience. @stefanie.lynn00 @Maddie <3 @Wesley @Shailee Ketcham @Loop #fyp #davidloop65 #cat #catdad #cattok #catsoftiktok #catmom #catlover #kitten #kittensoftiktok ♬ original sound - David Michael Loop

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„Wir haben uns sofort an einige Experten für die Rehabilitation von Wildtieren gewandt“, schreibt @davidloop65 auf TikTok. Bevor die Experten den kleinen Luchs in ihre Obhut nehmen konnten, war jedoch ganz viel Kuschelzeit mit Loop angesagt. Liebevoll nimmt er das geschätzt vier bis fünf Wochen alte „Kätzchen“ an seine Brust und krault ihm das Fell. „Du musst dir mal das kleine Schwänzchen ansehen“, bemerkt seine filmende Kollegin. „Oh mein Gott“, bemerkt er entzückt angesichts des winzigen Stummelschwänzchens, das für Luchse typisch ist.

Wissenswertes über den Luchs

In Europa ist der Luchs (Lynx lynx) die größte wild lebende Katzenart. Die Waldbewohner sind Einzelgänger und werden bis zu 20 Jahre alt. Die Deutsche Wildtier Stiftung schätzt die aktuelle Luchs-Population in Deutschland auf etwa 140 Exemplare. Der Stummelschwanz sowie seine etwa vier Zentimeter langen Ohrpinsel sind typisch für den Luchs.

Wussten Sie, dass Luchse bis zu sieben Meter weit springen können? Außerdem können sie ausgezeichnet hören und in der Dunkelheit sehr gut sehen.

Inzwischen sei der kleine Luchs bei den Wildtier-Experten, um die Hilfe zu bekommen, die er brauche. „Er sieht gut aus, er hat ein bisschen Speck auf den Rippen“, merkt Leslie Triplett, eine Wildtier-Expertin, an, die das Jungtier untersucht. In der Einrichtung, in die das Jungtier kommt, gebe es derzeit zwei weitere Luchs-Babys. „Er wird von ihnen lernen, wie man ein Luchs ist“, versichert Triplett. „Er wird mit den anderen Luchsen sehr ‚luchsig‘ werden.“ Wenn er alt und „luchsig“ genug ist, könne er schließlich in die Wildnis zurückzukehren. Eine Familie, die ein hilfloses Katzen-Baby adoptierte, machte dem Hund eine unerwartete Freude damit.

Auf Instagram veröffentlichte Leslie Triplett einen eigenen Post, in dem sie erklärt, dass Rotluchs-Babys sehr leicht gezähmt werden können – was ihnen das Leben in der Wildnis jedoch sehr erschweren würde und sie deshalb ihr Leben in Gefangenschaft verbringen müssten. „Ich sage dies, um Menschen zu warnen, die versuchen wollen, ein solches Baby ohne erfahrene Hilfe aufzuziehen. So enden diese Jungs in Käfigen.“

Geheimnisvolle Samtpfoten: Zehn Wildkatzen, die kaum jemand kennt

Es ist ein Nebelparder zu sehen.
Der Nebelparder ist in den Regenwäldern Südostasiens beheimatet. Ähnlich wie viele andere Großkatzen ist er vor allem nachtaktiv. Auf der Jagd nach Affen klettert er beinahe lautlos durch die Baumkronen. Zu erkennen ist der Nebelparder an seinem einzigartigen Tarnmuster. Während dieses an den Beinen an ein typisches Leopardenfell erinnert, ist das Muster auf dem Rücken deutlich grobmaschiger.  © imagebroker/Imago
Es ist ein Portrait einer Wildkatze (Serval) zu sehen.
Der Körper der Servale ist optimal auf das Leben in der afrikanischen Savanne abgestimmt. Servale haben lange Hälse und Beine, sodass sie leicht über das hohe Gras hinwegschauen können. Während das Fell der Servale viele unterschiedliche Formen annehmen kann, weisen die meisten eine gepunktete Musterung auf. Bei der Jagd zeigen die Servale zudem Höchstleistungen: Bis zu drei Meter hoch springen sie, um von oben ihre Beute zu erlegen.  © Zoonar/Imago
Es ist eine Rostkatze zu sehen.
Die Rostkatze zählt zu den kleinsten Wildkatzen. Sie ist kleiner als eine typische Hauskatze und wiegt gerade einmal 1,6 Kilogramm. Ihr Lebensraum sind die Graslandschaften und Wälder in Indien und Sri Lanka. Da sie ein ausgezeichneter Kletterer ist, kann sie leicht Beute bis in die Baumkronen verfolgen.  © Imagebroker/Imago
Es ist ein Bild einer Pampaskatze zu sehen.
Pampaskatzen sind sehr scheue Tiere. Zuhause sind die weit verbreiteten Katzen vor allem in Südamerika, unterscheiden sich vom Aussehen her allerdings je nach Region. Ihre Nahrung besteht in der Regel aus Nagetieren, Vogeleiern und Bodenbrütern.  © agefotostock/Imago
Es ist ein Jaguarundi zu sehen.
Auch der Jaguarundi ist in Mittel- und Südamerika beheimatet. Er hat ein rötlich bis grauer Fell und eher kurze Beine. Sein langer Schwanz erinnert zudem an den eines Marders. Juguarundis gehören zur Familie der Pumas, sind mit acht Kilogramm allerdings deutlich kleiner.  © Pond5 Images/Imago
Es ist eine Fischkatze zu sehen.
Wie der Name der Fischkatze vermuten lässt, hält sie sich gerne im Wasser auf. Zu ihrer Beute gehören Fische, daher ist sie vor allem an Seen und fließenden Flüssen zu finden. Verbreitet ist die Fischkatze in Bangladesch, Thailand und Kambodscha.  © Imagebroker/Imago
Es ist eine Manul-Katze zu sehen.
Der Manul, auch Pallas-Katze genannt, ist in den Steppen Zentralasiens und Russlands beheimatet. Um auch gegen kalte Temperaturen gerüstet zu sein, besitzen sie ein dickes und flauschiges Fell.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein Karakal zu sehen.
Die langen Ohrpinsel sind das Merkmal des Karakals. Aus dem Türkischen übersetzt bedeutet sein Name daher „Schwarzohr“. Der Lebensraum der mittelgroßen Raubkatze ist die Steppe Asiens und Afrikas.  © Imagebroker/Imago
Es ist eine asiatische Goldkatze zu sehen.
Egal ob in den Höhen des Himalayas oder in den tropischen Regenwäldern Thailands: Die asiatische Goldkatze kann sich optimal an ihre Umgebung anpassen. Durch ihre schönen Fellzeichnungen im Gesicht lässt sich die asiatische Goldkatze von anderen Wildkatzen unterscheiden.  © Imagebroker/Imago
Es ist ein Ozelot zu sehen.
Ozelote stammen aus dem amerikanischen Raum. Während sie lange für ihr schönes Fell gejagt wurden, stehen sie heute zum Glück unter Schutz. Mit bis zu 15 Kilogramm können sie zudem besonders schwer werden.  © Panthermedia/Imago

TikTok-Kommentare: „Kleine Luftkekse machen ihn zu 100 % zum Baby“

Das niedliche Video von David Michael Loop wurde seit der Veröffentlichung mehr als 4,5 Millionen Mal angesehen. Mehr als 500.000 Menschen haben mit einem Herzchen reagiert. Im Kommentarbereich geben die TikTok-User ihre Gedanken preis:

  • „… beim ersten Blick auf das Fell war ich mir schon ziemlich sicher, dass das kein Hauskätzchen ist. 😅“
  • „Ich wünsche dem Kleinen nur das Beste. Und ich hoffe, dass seine Mutter noch irgendwo ist und sich um etwaige Geschwister kümmern kann.“
  • „Eindeutig ein Rotluchs, aber die kleinen subtilen Luftkekse machen ihn zu 100 % zum Baby! 🥰“
  • „Ahhahah, in der Sekunde, als sich die Schachtel öffnete, sah ich die Ohrenspitze und dachte, Sir, das ist kein Kätzchen, sondern ein Rotluchs.“

Rubriklistenbild: © davidloop65/TikTok

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