Frucht-Schorlen

Doppel-Rückruf: Schorle nicht trinken – Warnung vor „gefürchtetem Verderbniserreger“

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Zwei bekannte Schorlen müssen aus dem Handel genommen werden. Ein Wachstum an Hefe soll dafür verantwortlich sein.

München ‒ Die Teutoburger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG ruft seine Christinen Apfel-Schorle und Christinen Lemon-Fruit aus dem Handel zurück. Als Grund für den Rückruf gibt das Bielefelder Unternehmen an, dass bei einer mikrobiologischen Zusatzuntersuchung eine Qualitätsabweichung bei den beiden Produkten festgestellt wurde. Von dem Verzehr der beiden Schorlen rät der Hersteller den Konsumenten ab. Die beiden Getränke gelangten in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt in den Handel.

Rückruf von zwei Schorlen: Technische Probleme im Produktionsprozess

Laut Hersteller hat die weitere Ursachenanalyse ergeben, dass sich aufgrund von technischen Problemen im Produktionsprozess bei einzelnen Flaschen ein Wachstum von Hefe gezeigt hat.

Nähere Angaben zum Rückruf:

Rückruf von zwei Christinen Schorlen: Verbraucher sollten die Finger von den Getränken lassen. (Symbolbild)
HerstellerTeutoburger Mineralbrunnen GmbH & Co. KG, Bielefeld
ProduktChristinen MW Lemon Fruit
ProduktChristinen Apfelschorle Altes Land
Mindesthaltbarkeit 8. Mai 2025
Verpackungseinheit:24 x 0,33 Literflaschen
Charge (Lemon Fruit)3663
Charge (Apfelschorle)3670
Betroffene BundesländerBerlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt
Rückfragen Christinen-TeamTelefon 0521 - 556 14 106

Die Apfelschorle gibt es in verschiedenen Verpackungsarten - sowohl im Glas als Mehrwegflasche als auch in der Einweg-Flasche. Laut Christinen-Team sind alle anderen Glasprodukte und weiteren Gebinde wie PET oder Tetra nicht vom aktuellen Rückruf betroffen. Der Befund beziehe sich nur auf die oben genannten Chargen.

Rückruf zweier Frucht-Schorlen - Erreger führen zu sensorischen Veränderungen der Produkte

Hefen werden laut BAV Institut für Hygiene und Qualitätssicherung bei einigen Lebensmitteln wie etwa alkoholischen Getränken und Backwagen eingesetzt. Insbesondere bei Lebensmitteln wie zum Beispiel Feinkosterzeugnisse, Käse- bzw. Käseerzeugnisse und Fruchtsäften sowie Lebensmitteln mit einem geringen Wassergehalt wie Fruchtkonzentrate seien Hefen „gefürchtete Verderbniserreger“. Sie führen zu sensorischen Veränderungen.

Ursachen für eine erhöhte Anzahl an Hefe-Erregern:

  • Hygienefehler bei der Herstellung
  • Verarbeitung kontaminierter Rohstoffe
  • Kreuzkontamination zwischen rohen und verarbeiteten Lebensmitteln
  • Fehler bei der Lagerung hohe Anzahl von Hefen in der Umgebungsluft
  • ungenügende Erhitzung der Lebensmittel
  • Quelle: BAV Institut für Hygiene und Qualitätssicherung

Immer wieder Rückrufe wegen Listerien - Käse, Käse und immer wieder Käse

Immer häufiger werden Produkte aufgrund von Listerien aus den Regalen des Handels entfernt. So etwa ein Käse von Kaufland, vor dem jüngst erst der Verbraucherschutz die Öffentlichkeit dringend warnte. Die Bakterien können das Immunsystem von Menschen schwächen und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen bei Konsumenten führen. Auch ein Lidl-Käse wurde wegen Listerien kürzlich in drei Bundesländern aus dem Verkehr gezogen. Zwei Rückrufe bei Edeka sorgten ebenfalls zuletzt für Aufsehen.

Eine Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion. Warnzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall. Bei Symptomen sollten besonders immungeschwächte Menschen wie Kleinkinder, Senioren, aber auch schwangere Frauen umgehend einen Arzt zurate ziehen. (sthe)

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