Kfz-Versicherung: Teurere Regionalklassen für knapp vier Millionen Autofahrer
VonSebastian Oppenheimer
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Wie jedes Jahr passt die Versicherungswirtschaft die Regionalklassen neu an. Für gut zwei Millionen Autofahrer verbessert sich die Situation.
Nicht immer hat man im Leben die Wahl: Autofahrer können sich zum Beispiel überlegen, ob sie ihr Auto Vollkasko versichern möchten – oder lieber zur günstigeren Teilkasko greifen. Wer schon ein älteres Fahrzeug hat, kann eventuell auch gänzlich auf eine Kasko-Versicherung verzichten. Nicht verzichten kann man dagegen auf eine Kfz-Haftpflichtversicherung: Jeder Fahrzeughalter in Deutschland ist verpflichtet, eine solche abzuschließen. Für Millionen Autofahrer wird die Kfz-Haftpflicht im kommenden Jahr potenziell teurer.
Neue Regionalklassen in der Autoversicherung: Rund 3,8 Millionen Autofahrer werden hochgestuft
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neue Regionalklassen-Einteilung veröffentlicht. Für 45 Bezirke und rund 3,8 Millionen Autofahrer steigen demnach die Klassen, 31 Bezirke und rund 2,2 Millionen Autofahrer profitieren von besseren Regionalklassen.
Kfz-Versicherung: Darum ändern sich die Regionalklassen
Grundlage der Neueinteilung ist die Schadenstatistik der vergangenen Jahre. In der Regel werden ländliche Regionen besser eingestuft als Großstädte, wo es besonders häufig zu Kfz-Haftpflicht- und Kaskoschäden kommt. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung hat der Bezirk Elbe-Elster in Brandenburg, wo die Schäden rund 30 Prozent niedriger sind als im Bundesschnitt. Die schlechteste Schadenbilanz hat wie schon in den Vorjahren Berlin. Dort liegen die Schäden fast 40 Prozent über dem Schnitt.
Auch in den Kasko-Versicherungen ändern sich die Regionalklassen. Dabei überwiegen die Verbesserungen: 3,7 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte sind künftig günstiger eingestuft, für rund 3,3 Millionen gilt eine höhere Einstufung. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ein Versicherungsexperte gefordert, mehr Gebrauchtteile bei den Reparaturen einzusetzen – dadurch könnten die Assekuranzen ihre Kosten senken.
Kommt es zu einem Schaden, geht nicht selten der Streit los: Wer bezahlt was? Muss überhaupt bezahlt werden? Und wenn ja, wie viel? Die Kfz-Versicherung der HanseMerkur(werblicher Link) übernimmt für Sie nicht nur die Kosten bei berechtigten Schadenersatzansprüchen, sondern wehrt unbegründete Ansprüche ab.
Versicherungsprämie beim Auto: Regionalklasse nicht allein entscheidend
Die Regionalklassen sind allerdings nur eine der Komponenten, aus denen sich die Höhe der Versicherungsraten zusammensetzt. Neben dem Wohn- beziehungsweise Zulassungsort spielen unter anderem das Fahrzeug, die jährlich gefahrenen Kilometer und der Halter selbst eine wichtige Rolle. Zum Beispiel durch steigende Schadensfreiheitsrabatte können die Versicherungskosten für einzelne Autofahrer trotz höherer Regionalklasse im kommenden Jahr unterm Strich auch sinken. (Mit Material von SP-X)