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Apfelbaum schneiden: Im Herbst nur bestimmte Zweige entfernen – sonst wird es nichts mit der Ernte

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Apfelbäume brauchen einen regelmäßigen Rückschnitt, um prächtige Früchte zu tragen. Hier erfahren Sie, wann der beste Zeitpunkt dafür ist.

In Deutschland findet sich wohl kaum ein Garten, in dem kein prächtiger Apfelbaum gepflanzt wurde. Kein Wunder, schließlich lassen sich seine Früchte wunderbar zu schmackhaften Kuchen, Torten oder Apfelmus weiterverarbeiten. Damit Ihr Apfelbaum weiterhin ertragreich bleibt und große, saftige Früchte hervorbringt, muss der Baum jedoch regelmäßig geschnitten werden. Dabei kommen, anders als bei anderen Obstgehölzen, prinzipiell mehrere Zeiträume infrage.

Apfelbäume werden meist im Frühjahr geschnitten. Aber auch im Sommer oder Herbst kann ein Rückschnitt sinnvoll sein.

Winter ist der ideale Zeitpunkt, um seinen Apfelbaum zu schneiden

Der Hauptschnitt beim Apfelbaum erfolgt laut Mein schöner Garten im Frühjahr vor dem Austrieb, genauer gesagt im Februar und März. Zu dieser Zeit hat der Baum seine Winterruhe und es zirkuliert nur wenig Baumsaft. So verheilen die Wunden schneller. Anschließend können sich an den Schnittstellen neue Triebe bilden. Achten Sie jedoch darauf, dicke Äste leicht schräg abzuschneiden, sodass kein Wasser auf den Schnittflächen stehen bleiben kann. Sonst machen sich schnell Pilzbefall und andere Baumkrankheiten breit.

Sommerschnitt schränkt Wachstum ein

Schnell wachsende Apfelbaum-Sorten vertragen aber auch im Sommer einen Rückschnitt. Bei üppig wachsenden Apfelbäumen kann man so das Wachstum einschränken. Vor allem Wasserschosse gilt es jetzt zu entfernen. Jedoch nicht in Trocken-Perioden bei großer Hitze – über die Schnittstellen kann der Baum sonst vertrocknen. Nach dem Rückschnitt im Sommer sollte das Obstgehölz deshalb auch gut gewässert werden.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © Alona Antoniadis via www.imago-images.de
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Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © Mar via www.imago-images.de
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Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Monkey Business 2 via www.imago-images.de
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Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Kateryna Kolesnyk via www.imago-images.de
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Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imageBROKER/O. Diez via www.imago-images.de
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Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Erich Teister
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Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © IMAGO/Ashley Corbin-Teich
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Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss via www.imago-images.de
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Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © -
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Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © IMAGO/TSpider

Apfelbäume im Herbst schneiden?

Der Herbst bedeutet beim Apfelbaum nicht nur Erntezeit. Neben den klassischen Rückschnitten im Frühjahr und Sommer dürfen Sie bei Apfelbäumen auch im Herbst zur Gartenschere greifen. Durch einen Baumschnitt nach der Ernte erhalten die kräftigeren Triebe genügend Licht und Platz für ihren erneuten Austrieb im Frühjahr. Das Portal gartenjournal.net empfiehlt für den Herbst folgende Baumbestandteile zu entfernen:

  • abgestorbene oder welke Zweige
  • Wasserschosse, die sich im Hochsommer gebildet haben
  • zu dicht stehende Zweige in der Baumkrone
  • Zweige, die unter der Last von Früchten abgeknickt sind

Beim Auslichten sollten Sie jedoch nicht zu radikal vorgehen. Da Apfelblüten meist nur am zweijährigen Holz sitzen, dürfen Sie nicht alle einjährigen Zweige abschneiden. Sonst schaden Sie der Ernte im nächsten Jahr.

Im Rahmen des Herbstschnitts sollte der Apfelbaum auch unbedingt nach Fruchtmumien abgesucht werden. Dabei handelt es sich um unterentwickelte Äpfel, die faulig oder schimmlig werden können. Werden diese nicht entfernt, können sich Pilzkrankheiten breit machen. Der Herbst ist übrigens auch der richtige Zeitpunkt, um Sträucher und Hecken zu schneiden.

Apfelbaum schneiden: Achten Sie auf milde Temperaturen

Egal ob im Winter, Sommer oder Herbst: Achten Sie darauf, dass Sie den Apfelbaum bei milden Temperaturen schneiden. Am Tag des Rückschnitts sollte es weder zu kalt noch zu warm sein. Übrigens, Nachbarn dürfen überhängende Äste nicht einfach abschneiden – nur unter bestimmten Bedingungen.

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/photothek.net via www.imago-images.de

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