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Abgelaufene Medikamente aussortieren? Manche Präparate kann man auch nach dem Verfallsdatum noch einnehmen

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Ihre Hausapotheke enthält Arzneimittel, die abgelaufen sind? Diese müssen nicht immer sofort entsorgt werden.

Sie nutzen den Anfang des Jahres, um sich von altem Ballast zu trennen? Auch ein Blick in die Hausapotheke lohnt sich. Denn Arzneimittel sollten regelmäßig auf ihre Haltbarkeit hin überprüft werden. Ist das Medikament bereits seit über einem Jahrzehnt abgelaufen, ist klar: Es muss entsorgt werden. Doch was, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erst seit ein paar Wochen überschritten ist?

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Schmerzmittel wie Ibuprofen können Sie auch nach Ablauf des Verfallsdatums verwenden

Das Verfallsdatum auf der Medikamenten-Packung ist überschritten? Ob Sie manche Präparate trotzdem noch verwenden können, hängt auch von deren Konsistenz ab.

Es gibt tatsächlich Präparate, die über das Verfallsdatum hinaus verwendet werden können. Die Brunnen-Apotheke im oberfränkischen Creußen führt als Faustregel auf: Tabletten halten zwei bis drei Jahre, Salben, Cremes und Gele nur drei bis sechs Monate, Säfte nach Anbruch nur wenige Tage. Zu den eher länger haltbaren Medikamenten zählen der Brunnen-Apotheke zufolge:

  • Cremes: Nach deren Verfallsdatum können sie zwar einen unangenehmen bis ranzigen Geruch entfalten, die Wirksamkeit wird dadurch aber in der Regel nicht beeinträchtigt.
  • Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure wie Aspirin: Diese verlieren zwar langsam ihre Wirkung nach dem Verfallsdatum, je länger sie in der Schublade liegen. Die Präparate sind aber oft noch einige Wochen nach dem Ablaufdatum verwendbar, heißt es vonseiten der Brunnen-Apotheke.
  • Paracetamol und Ibuprofen: Auch diese Schmerzmittel können noch einige Wochen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum ohne Bedenken Anwendung finden.
  • Hustensäfte: Verfallene Produkte können ihre Konsistenz ändern und auch die volle Wirksamkeit kann nicht mehr gewährleistet werden. Aber ihre kurzfristig weitere Verwendung ist gesundheitlich unbedenklich.

Schilddrüse: Zehn jodhaltige Lebensmittel unterstützen das Organ

Milch in einem Glas
Um die Gesundheit der Schilddrüse zu stärken, braucht der Körper ausreichend Jod. Dieses steckt unter anderem in Milchprodukten. Vollmilch enthält beispielsweise 6 µg / 100 g Jod.  © Westend61/IMAGO
Hartkäse
Käse zählt ebenfalls zu den jodhaltigen Lebensmitteln. Hartkäse hat zum Beispiel einen Jodgehalt von 20-40 µg / 100 g.  © Bernd Jürgens/IMAGO
Eier in einer Schale
Eier enthalten 10 µg / 100 g Jod. Neben Jodsalz können sie deshalb als zusätzliche Jodquelle dienen.  © CHROMORANGE/IMAGO
Spinat in einer weißen Schüssel
Spinat ist nicht nur ein kalorienarmes Gemüse, das den Körper mit den Mineralstoffen Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen versorgt: Das grüne Blattgemüse enthält mit 12 µg / 100 g auch reichlich Jod, um die Schilddrüse vor Krankheiten zu schützen.  © Vitalina-Rybakova/IMAGO
Brokkoli in einer Schüssel
Brokkoli enthält 15 µg / 100 g Jod. Um Ihre Schilddrüse vor Erkrankungen zu schützen, empfiehlt es sich deshalb, das grüne Gemüse regelmäßig zu verzehren. ©  Alex9500/IMAGO
Erdnüsse in der Schale
Nüsse sind wichtige Jodlieferanten, die regelmäßig verzehrt werden sollten, um die Schilddrüse gesund zu halten. Erdnüsse haben beispielsweise einen Jodgehalt von 13 µg / 100 g. Es eignen sich aber auch Cashewkerne (10 µg / 100 g) oder Walnüsse (3 µg / 100 g). © I. Rozenbaum & F. Cirou/IMAGO
Seelachs auf einem Teller garniert mit zwei Zitronenscheiben
Seelachs zählt ebenfalls zu den jodhaltigen Lebensmittel. Er enthält 200 µg / 100 g Jod, was der täglich empfohlenen Jodaufnahme entspricht. Wenn Sie regelmäßig Seefisch essen, tun Sie Ihrer Schilddrüse damit etwas Gutes. © blickwinkel/IMAGO
Zwei Kabeljau-Filets in einer Pfanne
Um Erkrankungen der Schilddrüse vorzubeugen, sollte mindestens einmal pro Woche Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Neben Seelachs und Schellfisch eignet sich hier zum Beispiel auch Kabeljau, da er ausreichend Jod enthält.  © CSH/IMAGO
Garnelen am Spieß
Auch Garnelen zählen zu den Lebensmitteln, die reichlich Jod enthalten. Sie gehören zu den tierischen Lebensmitteln, die als zuverlässige Jodlieferanten gelten, um die Schilddrüse fit zu halten. © Karel Noppé/IMAGO
Essbare Algen in einer Schüssel
Essbare Algen sind vor allem aus der asiatischen Küche bekannt. Aufgrund ihres hohen Jodgehalts können sie sogar gesundheitsschädlich sein. Menschen, die unter einer Schilddrüsen-Erkrankung leiden, sollten deshalb beispielsweise keine auf Algen basierende Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. © Jiri Hera/IMAGO

Welche Medikamente Sie nach deren Verfall entsorgen müssen

Doch generell sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum von Medikamenten ernst genommen werden. So warnt Apotheker Thomas Preis im Interview mit RTL News: „Arzneimittel sind hochempfindliche Produkte. Sie tragen ein Verfallsdatum, bis zu dem die Sicherheit und Wirksamkeit des Arzneimittels gewährleistet ist. Danach ist eine sichere Anwendung nicht mehr garantiert.“ Im schlimmsten Fall könne es sogar zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen.

Folgende Präparate sollten nie über das Haltbarkeitsdatum hinaus Anwendung finden:

  • Nasen- und Augentropfen: Verwenden Sie diese maximal in dem Zeitraum, der vom Hersteller empfohlen wird. Ansonsten steigt das Risiko enorm, dass sich Keime im Produkt ansiedeln, die gefährliche Entzündungen in Augen oder Nase zur Folge haben können.
  • Antibiotika: Diese sollten nie nach Verfall verwendet werden, weil es dadurch zu problematischen Nebenwirkungen kommen kann.
  • Insulin- und andere Hormonpräparate: Auch hier können sich die Wirkstoffe nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum verändern und dem Körper schaden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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